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„in 3 Tagen €2500 verdienen“, oder warum das Casino immer gewinnt. Roulette-Methode. Hausarbeit Web 2.0. Kapitel 7b

Immer mehr Menschen bekommen in unserem Internet-Zeitalter immer schnellere Internetanschlüsse. Ganz viele schauen sich im Internet nach einer Beschäftigung, zum Beispiel nach einer „seriösen Heimarbeit“ o.Ä. Da warten die Abzocker mit der s.g. Roulette-Methode auf sie.

Mit ein paar Werbetexten und den üblichen gefakten Erfolgsgeschichten von „Hans P. aus Köln“, „Martin S. aus Bonn“ und „Petra K. aus Hannover“ auf der Website, werden leichtgläubige und unerfahrene Surfer heiß gemacht. Nachdem man seine Emailadresse eingibt, bekommt man einen Link, seltener Zugangsdaten, zu einem „revolutionären Erfolgsreport“ von einem „genialen Mathematiker“ oder „verrückten Doc“ wie man „täglich zwischen 200 und 500 Euro“, „heute noch hunderte von Dollar“ oder „1500 Euro wöchentlich verdient“. Natürlich ganz ohne zu arbeiten!

Dostojewski. "Der Spieler"

Dostojewski. „Der Spieler“

 

Die Roulette-Methode. Das „revolutionäre Prinzip“

Das „revolutionäre Prinzip“ ist der uralte Verdopplungs-Trick. Man setzt 1 Euro immer auf eine und dieselbe Farbe (schwarz oder rot). Wenn die andere Farbe kommt und man verliert, verdoppelt man den Einsatz und setzt wieder auf dieselbe Farbe. Das macht man solange, bis man damit einmal gewonnen hat. Dann hat man dann als Gewinn den Einsatz plus 1 Euro. So macht es den Anschein, man könnte ja gar nicht verlieren, weil früher oder später die richtige Farbe kommen sollte.

Seit 150 Jahren bekannt. Dostojewski. „Der Spieler“

Bemerkenswert ist, dass dieses Prinzip nicht von „einem genialen Mathematiker“, sondern in der Literatur zum ersten Mal von einem weltbekannten russischen Schriftsteller Fjodor Dostojewski (geb. 1821) in seinem berühmten Roman „Der Spieler“ (1861) beschrieben wurde. Bekannt ist auch, dass Dostojewski spielsüchtig war und in Baden-Badener Casinos häufig alles, inklusive Ehering, verloren hat.

Fjodor Dostojewski (Фёдор Михайлович Достоевский, 1821-1881) ist einer der bedeutendsten und bekanntesten russischen Schriftsteller. Dostojewski lebte und arbeitete im 19. Jahrhundert und ist durch seine Werke und Romanen (u. A. „Der Spieler“, „Der Idiot“, „Schuld und Sühne“, „Die Brüder Karamasow“) weltweit bekannt geworden.

Nach Dostojewskis Welterfolg von „Schuld und Sühne“, entstand im Jahre 1866 „Spieler“. Dostojewski gibt hier Einblicke in eine Gruppe von Spielsüchtigen, die alle kurz vor dem finanziellen und persönlichen Aus stehen und ihr Glück im Spiel suchen.

In „Spieler“ finden sich fiktive Schauplätze und Personen, die aber in der detailgetreuen Darstellung durchaus autobiografische Bezüge zum Autor und zu Orten zulassen. Der Roman “Spieler” diente als literarische Grundlage für eine Oper Prokofjews im Jahre 1917.

Aus zwei Gründen kann man nicht gewinnen:

  • 1.Es kommt nicht selten vor, dass eine Farbe 10-15 Mal hintereinander kommt. Fängt man mit 1 Euro an, so schaukelt sich der Einsatz sehr schnell in hunderte Euros hoch. Das hat auch Dostojewski in seinem Roman beschrieben.
  • 2.Selbst wenn man das nötige Geld hat, gibt es bei allen Casinos das s.g. Tischlimit. Das bedeutet dass man z.B. nicht mehr als 500 Euro setzen darf. Am Ende gewinnt eben immer das Casino.

Das Geschäftsmodell dahinter

Die Betreiber der „seriösen Heimarbeit-Seite“ bekommen satte Provision von den Partner-Casinos.

Wenn man glaubt dass nur wenige reinfallen, liegt man eben falsch. SEO-Ausgaben und Werbebudgets von der „seriösen Heimarbeit-Seiten“ betragen häufig mehrere Tausend Euro monatlich. Im Internet findet man sehr viele Angebote rund um den Bereich Glücksspiele und Online Casinos, obwohl es nach dem deutschen Recht nicht immer eindeutig herausgeht, ob man in Online Casinos auch spielen darf! Online Casino und Glücksspiele gehören aus der SEO Sicht zu den starkumkämpften Bereiche überhaupt.

Bei der Heimarbeit übernimmt ein Mitarbeiter von zu Hause aus gewisse Tätigkeiten, die häufig gering entlohnt werden. Das können vom Arbeiten am PC über Montagetätigkeiten, bis hin zu Onlineumfragen zahlreiche kleinere Arbeiten sein. Mittlerweile gilt es aber nur wenige seriösen Firmen, die sich von den „schwarzen Schafen“ der Branche unterscheiden.

Als Fazit – Geld ohne Arbeit gibt es nicht. Obwohl Web in der Web 2.0 Ära immer solider und sicherer wird, sollte man bei einem scheinbar verlockenden Angebot nicht gleich den Kopf verlieren. Die schwarzen Schafe gibt es überall.

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