Suchmaschinenoptimierung für Ihre russischen Kunden. Vortrag vor der IHK Frankfurt am Main, 14.03.2019

Veröffentlicht in: Suchmaschinenoptimierung, am: 18 April 2019 | No Comments |

Suchmaschinenoptimierung für Ihre russischen Kunden – Gastreferent Vitaliy Malykin, Inhaber und Geschäftsführer von Design4u Köln vor der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main 2019

Einleitung und Vorstellung

Immer mehr meiner Kunden erkennen die Chancen, die im neuen Markt Russland liegen. Für meine Auftraggeber realisiere ich dort SEO und Onlinemarketing, werde aber auch als Unternehmensberater für den russischsprachigen Raum auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetrepubliken immer mehr von Unternehmen beauftragt, die dortigen Chancen und Risiken für einen Markteintritt zu bewerten und in der Folge vor Ort zu realisieren.

Ich heiße Vitaliy Malykin, geboren in der Ukraine, meine Muttersprache ist Russisch. Seit 2001 bin ich in Deutschland. Ich beschäftige mich seit 2005 mit Webdesign, seit 2007 mit Suchmaschinenoptimierung und Online Marketing Maßnahmen.

„Ich wollte nie nach Russland gehen, meine Kunden, für die ich auf dem deutschen Markt tätig war, haben mich dazu praktisch gezwungen nach dem Motto „wenn nicht Du, wer dann sonst?“
Ich komme heute mit der Absicht, Ihnen nichts verkaufen, sondern ich möchte aufzeigen was SEO ist, wie es funktioniert und auf was man heute und in der Zukunft achten sollte.

Vitaliy Malykin, IHK Frankfurt am Main

Vitaliy Malykin, IHK Frankfurt am Main. 13.04.2019

 

Was ist SEO?

Das Ziel der Suchmaschinenoptimierung besteht vereinfacht gesagt darin, die so genannte Top 10 bei Google zu erreichen. Eine Website, ein Kundenprojekt unter bestimmten Suchanfragen, die an Google von Google-Nutzern gestellt werden, auf die erste Google-Seite zu bringen.

Schafft man das, bedeutet es für die jeweilige Website mehr Traffic, Anfragen, Kontakte und somit mehr Umsatz, neue Jobs und schließlich einen neuen Porsche für Sie!

Aber es gibt bei den meisten Suchanfragen wesentlich mehr als 10 Suchergebnisse. Wie schafft man das, dass man in den Suchmaschinen höher gelistet wird?

… mehr Traffic, Anfragen, Kontakte und somit mehr Umsatz, neue Jobs und schließlich einen neuen Porsche für Sie!

Wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung?

Hierzu muss man erklären, wie Suchmaschinen funktionieren. Das lässt sich am Besten am Beispiel eines Zahnarztes aus Frankfurt am Main erklären. Angenommen Sie sind ein Zahnarzt in Frankfurt am Main, sie haben eine Praxis und Sie möchten Patienten ansprechen. Welche Möglichkeiten stehen Ihnen heute zur Verfügung? Gelbe Seiten sind das sicherlich nicht mehr.

Wobei ich schon sagen muss, dass für diesen Bereich der Ärzte die Gelben Seiten immer noch eine bestimmte Relevanz haben und es funktioniert nach wie vor auch ein wenig über die Gelben Seiten, aber in meinen Augen führt kein Weg daran vorbei im Internet zu werben.

Das ist im Grunde genommen die effektivste Möglichkeit heute und auch hier, in Frankfurt am Main, gibt es nach wie vor eine Suchmaschine und die heißt Google. Alles andere, was es heutzutage es in Deutschland und auch Europa gibt, kann und muss auch nicht mehr berücksichtigt werden, da keine Relevanz, weil Google über 95 Prozent Marktanteile hat und es führt letztendlich auch kein Weg daran vorbei, in Google zu werben.

Vortrag bei der IHK Frankfurt am Main

Am 14.03.2019 hielt Vitaliy Malykin von Design4u einen Vortrag zu den Themen Suchmaschinenoptimierung, Yandex, Google und Russland von mehreren Unternehmern an der IHK Frankfurt am Main.

Vortrag IHK Frankfurt am Main
 

Der Fall: Ein Zahnarzt aus Frankfurt am Main

Wenn ich hier in Frankfurt am Main nach einem Zahnarzt suche, was ich jetzt gerade tue, dann sehen wir, dass Google uns sofort 10 Suchergebnisse präsentiert und die Werbeanzeigen. Wir sehen, dass ein Zahnarzt es in Frankfurt auf die erste Seite geschafft hat.

Screenshot 2019-03-14 Zahnarzt Frankfurt am Main. Google-Suche

Screenshot 2019-03-14 Zahnarzt Frankfurt am Main. Google-Suche

 

Wenn wir von Google sprechen und später auch von Yandex, der russischen Suchmaschine, kommen wir nicht drum herum über die Werbeanzeigen zu sprechen – damit verdient Google Geld. Yandex im Übrigen auch. Mehr als 90 Prozent des Umsatzes kommt durch kontext-bezogene Werbung und Werbeanzeigen in den Suchergebnissen.

Lesen Sie auch: Wie funktionieren Suchmaschinen

Was bekannt ist – wenn man nach einer bestimmten Dienstleistung sucht, besonders nach einer kostenpflichtigen Dienstleistung, im Prinzip das, wo man auch bereit ist Geld zu bezahlen, wenn man sogenannte Moneykeywords eingibt und eine Kaufabsicht besteht, da weiß man, dass fast niemand auf die zweite Seite mit den Suchergebnissen geht. Bei den informativen Angeboten verhält sich das ein wenig anders. Da kommt es durchaus auch vor, dass sich User durch die nachfolgenden Suchergebnisseiten arbeiten.

Das heißt, man bleibt auf der ersten Seite, man klickt vielleicht ein paar Suchergebnisse an und die wird man dann auch mit einer 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit anrufen. Da macht es wirklich Sinn am besten so hoch wie möglich in die Top 10 einzusteigen oder es zumindest versuchen es zu schaffen, auf der erste Seite gelistet zu werden. Das ist der Sinn der Suchmaschinenoptimierung.

Was machen Suchmaschinenoptimierer?

Wir helfen unseren Kunden und Auftraggebern auf die erste Googleseite zu kommen. Das ist das Ziel von dem Ganzen. Das bringt, wie bereits gesagt, Traffic, Anfragen, Umsätze, neue Jobs, Geld und den neuen Porsche. So ungefähr. Falls Fragen zu Porsche bestehen, können Sie die gerne jetzt stellen. Beantworten kann ich die nicht, da ich noch nicht so weit bin – für Porsche.

Falls Fragen zu Porsche bestehen, können Sie die gerne jetzt stellen

Wie ticken Suchmaschinen?

Damit man richtig versteht, wie Suchmaschinenoptimierung funktioniert, muss man unbedingt verstehen, wie Suchmaschinen arbeiten, wie sie ticken.

Hier mache ich ganz bewusst einen Exkurs zu Google – zur russischen Suchmaschine Yandex kommen wir ausführlich ein bisschen später, aber Yandex, soviel kann ich schon sagen, funktioniert in fast gleicher Weise.

Google wurde 1997 gegründet. Es gab Suchmaschinen auch schon vor Google. Das waren wirklich gute Suchmaschinen, die aber heute keiner mehr kennt – die sind förmlich von der Bildfläche verschwunden – einfach komplett verschwunden.

Es gab Altavista 1995, Yahoo 1995 gegründet. Yahoo gibt es nicht mehr, nicht alle wissen das. Yahoo ist keine selbstständige Suchmaschine mehr, da werden Suchergebnisse von Microsofts Suchmaschine Bing ausgeliefert. Es gab Fireball – 1996 gegründet, Lycos – 1997 gegründet.

Sie sind alle weg, Google ist Marktführer. Warum?

Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach. Abgesehen von den ganzen Marketingmaßnahmen, Finanzierung und ähnlichem, hat Google immer schon die besten Suchergebnisse geliefert. Das heißt, man konnte immer davon ausgehen, und als Nutzer versteht man das übrigens sehr schnell, wenn man Zahnarzt Frankfurt eingibt, liefert Google einfach bessere Ergebnisse, relevantere Ergebnisse, als andere Suchmaschinen.

Yandex. In Russland hat Google einen dominierenden Konkurrenten

In Russland teilen Yandex und Google den Markt. Yandex liefert sehr gute Suchergebnisse. Google und Yandex haben nach wie vor ein Qualitätsanspruch. Beide haben den Anspruch qualitativ hochwertige Suchergebnisse zu präsentieren.

Wenn Sie nach etwas suchen und nur Schrott finden, dann gehen Sie zu einer anderen Suchmaschine, das war zumindest früher so. Oder, wenn sie beispielsweise zu viel Werbung eingeblendet bekommen, gehen sie zur Konkurrenz.

Google und Yandex haben beide ein großes Interesse die besten Suchergebnisse auf der ersten, zweiten und dritten Seite zu präsentieren. Die Geschichte Googles macht deutlich, wie die Suchmaschine heute arbeiten und sich gegen andere so durchsetzen konnte.

Irgendwann kam Larry Page, Mitbegründer der Suchmaschine Google, zu seinem Uniprofessor an der MIT und teilte ihm mit, dass er vorhat das ganze Internet herunterzuladen. Das war in den Jahren 1995/1996. Das war damals noch unvorstellbar, aber Google hat es geschafft. Yandex auch, im russischsprachigen Segment.

An der Stelle möchte ich zu der Frage übergehen: Was muss passieren, damit es beispielsweise Ihre Seite schafft in die Top 10 der Suchergebnisse zu kommen? Was sind die so genannten Ranking- oder Qualitätskriterien von Suchmaschinen?

Lesen Sie auch: Wie definiert Google Websites von niedriger Qualität?

An dieser Stellen trennen sich erstmals die Wege zwischen Yandex und Google. Man kann schon sagen, dass die Qualitätskriterien vergleichbar waren, aber die Gewichtung unterschiedlich.

Yandex ist ein niederländisches Unternehmen…

Yandex ist ein niederländisches Unternehmen. Die russische Suchmaschine ist die Nummer eins in Russland und natürlich haben sie die operative Hauptzentrale in Russland, in Moskau. Den Firmensitz hat Yandex in Amsterdam.

Das hat natürlich mit Chancen aber auch Risiken zu tun, die es in Russland gibt. Yandex hat sich irgendwann dazu entschlossen, die Firmenzentrale in Amsterdam zu haben.

Yandex ist die russische Suchmaschine Nummer eins. Sie hat einen Anteil von über 50 Prozent auf dem russischen Suchmaschinenmarkt. Yandex bedeutet Index, ein Sprachindex. Wir haben im russischen Alphabet einen Buchstaben, „Ya“, und wenn man diesen Buchstaben mit dem Index verbindet, dann kommt Yandex dabei heraus, was so viel bedeutet wie ein Sprachindex.

Yandex hat sich irgendwann dazu entschlossen, die Firmenzentrale in Amsterdam zu haben

Jede Suchmaschine verfügt über einen eigenen Index. Das muss man deutlich verstehen, wenn sie etwas bei Google oder Yandex eingeben. Das ist wichtig, um Funktionsweisen von Suchmaschinen zu verstehen. Wenn eine Suchanfrage eingegeben wird, wird kein Internet just in time durchsucht! Es wird auf die abgespeicherten Seiten bei den Suchergebnissen zugegriffen, die Tage, Wochen oder Monate alt sein können – sonst würde es nicht funktionieren.

Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel

Woraus die Suchmaschine besteht

Suchmaschinen bestehen vereinfacht gesagt aus zwei Teilen, aus einem Suchroboter (Crawler) und einem Index, einer großen Datenbank.

Der Suchroboter besucht Internetseiten, untersucht sie und speichert sie in diesem Index, der großen Datenbank ab, damit diese Dokumente, nach einer gründlichen Analyse, unterschiedlichen Suchbegriffen zugeordnet werden können.

Diese werden dann nach der Suche ausgegeben. Das muss man deutlich verstehen, wenn man nach etwas sucht, wird kein Internet durchsucht, sondern quasi die interne Datenbank einer Suchmaschine, die natürlich ständig auf dem neuesten Stand gehalten wird. Das versprechen zumindest die Suchmaschinen.

Yandex und Google – Fairplay

Die Geschichte von Yandex beginnt 1990. Offiziell ist Yandex 1996 gegründet worden. Somit ist Yandex älter als Google. Yandex hatte Vorsprung und Yandex hat sich zu einer Top-Suchmaschine entwickelt. Das auch dadurch, dass Yandex die komplizierte russische Sprache schon immer besser beherrscht hat als Google. Das liegt einfach in der Natur der Sache.

Yandex und Google liefern sich heute eine faire Auseinandersetzung. Das läuft auf dem russischen Suchmaschinenmarkt ab und stellt international eine absolute Ausnahme dar, da Google weltweit gesehen ein Quasi-Monopol hält.

Einzige Ausnahmen bildet China, die die eigene staatsgelenkte Suchmaschine „Baidu“ unterhält. An dieser Stelle muss man noch sagen, dass Baidu durch Zensur und Einschränkungen dominiert und eigentlich nur durch diesen Umstand groß geworden ist.

Alle relevanten Informationen über Google, Baidu und den Zensurstreit entnehmen Sie diesem Artikel

Bei Yandex ist es aber anders, als bei Baidu. Die haben es tatsächlich geschafft, besser oder zumindest nicht schlechter zu werden als Google, ohne dabei auf Hilfe von Politik oder Staatsführung zurückzugreifen. Sie haben es wirklich fair geschafft.

Es gibt neben Google einfach nur zwei ernstzunehmende Suchmaschinen, da wäre zum einen Yandex und zum anderen Baidu. Alles andere ist weniger relevant.

Im Herbst 1996 wurde Yandex offiziell eröffnet. Seitdem wächst das Unternehmen ununterbrochen. Yandex ist in Russland bekannt. Statistisch gesehen, kennen über 90 Prozent aller Russen die Suchmaschine Yandex.

Yandex bietet auch alle die Services, die Google ebenfalls auch auf den US-amerikanischen oder europäischen Markt anbietet. Yandex hat eine Fotoplattform, eine Videoplattform, Yandex Wetter, Yandex Maps, Yandex Mail, das eigene Zahlungssystem Yandex Money, als Joint Venture mit der russischen Sberbank. Weiterhin hat Yandex alle Services für Webmaster und Webseitenbetreiber.

Die Qualitätsfaktoren

  • Wie erreicht man es also in die TOP 10 der Suchergebnisse zu kommen?
  • Was sind diese Kriterien, die Anforderungen der Suchmaschine an die Webseitenbetreiber, die darüber entscheiden, ob man eben ganz vorne mitspielen darf oder eben auch nicht?
  • Welche Anforderungen werden also gestellt?

Die Suchmaschinen wollen in erster Linie, dass die Anfragen der Nutzer, die so genannte Nutzer-Intention zufriedenstellend ausgegeben wird. Die Fragen, die in dem Moment vom Nutzer gestellt werden durch Webseitencontent beantwortet.

Google, sowie auch Yandex haben so gut wie keine eigenen Inhalte. Google und Yandex sind milliardenschwere Unternehmen durch Content und Inhalte geworden, die ihnen von Webseitenbetreibern und von Webmastern zur Verfügung gestellt werden. Das muss man deutlich verstehen. Sie sind auf uns alle angewiesen. Sie möchten jedoch, dass wir weiterhin Inhalte produzieren, das müssen aber zwingend qualitativ hochwertige Inhalte sein, damit die Fragen der Nutzer so vollumfänglich wie möglich beantwortet werden.

Es gehört zu den wesentlichen Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung, qualitativ hochwertige Texte für Webseiten zu schreiben und qualitativ hochwertige Bilder und in letzter Zeit auch Videos zu produzieren und dem Internetuser zur Verfügung zu stellen.

Lesen Sie auch: Was ist ein Qualitätsfaktor in der organischen Google-Suche?

Ich möchte an der Stelle nicht allzu technisch werden, aber dennoch grundlegende Dinge erwähnen.

Backlinks

In erster Linie gibt es Content. Danach gibt es die so genannten Backlinks. Google ist mit Backlinks, bzw. Verlinkungen groß geworden. Der Unterschied zwischen Google und den anderen Suchmaschinen, die es vorher gab, bestand darin, dass Google es als erste Suchmaschine geschafft hat, das Internet quasi als eine große Anzahl aller existierenden Websites zu betrachten und die Verbindungen zwischen diesen Websites zu berücksichtigen.

Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel

Die haben es geschafft diese Seiten nicht einzeln und unabhängig voneinander zu betrachten. Das bedeutet folgendes, das war im Grunde die Erfindung von Larry Page, er sagte damals, es sei wichtig hier Referenzen zu haben. In gewisser Weise ein wissenschaftlicher Ansatz, denn auch Wissenschaftler sind auf Referenzen in Hinblick auf Publikationen angewiesen, sprich dass man in wissenschaftlichen Kreisen erwähnt wird.

Die Suchmaschine funktioniert so ähnlich, das heißt der Plan war der folgende: Sie besuchen einen Zahnarzt in Frankfurt am Main, sie sind mit dem Zahnarzt zufrieden, sie sind dann irgendwann zuhause am Rechner und in ihrem Blog schreiben Sie, ich war bei dem Zahnarzt, ich bin mit ihm zufrieden oder unzufrieden. Dann gehen Sie hin und verlinken den Zahnarzt d.h. Sie setzen eine Verlinkung auf seine Website. Je häufiger Sie das machen oder man das macht, desto wichtiger ist die Seite dieses Zahnarztes aus der Sicht von Google. Das ist das Prinzip, was hinter diesem Modell von Backlinks oder Verlinkungen steht.

Das ist sehr wichtig für Google. Das kann man natürlich nicht so in Bausch und Bogen machen, es gibt viele Dinge, die dabei berücksichtigt werden müssen, aber es gilt auch, wenn eine Seite viel und häufig verlinkt wird, ist sie auch wichtig und relevant. Dann verdient sie vielleicht auch, auf der ersten Google oder Yandex Seite präsentiert zu werden.

Ich muss an dieser Stellen sagen, das Verlinkungen für Yandex nicht mehr so wichtig sind, im Gegensatz zu Google. Dennoch gibt es in Russland zwei Suchmaschinen und das ist auch deutlich zu verstehen, in Russland gibt es Yandex und Google und man sollte ein Website sowohl für Yandex als auch für Google optimieren.

Mehr über SEO im Artikel Geschichte der SEO, Rückblick und Ausblick

Funktionieren Backlinks wirklich?

Hier kann keine eindeutige Antwort gegeben werden. Sie zählen in jedem Fall, aber wie sehr häufig in dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung, kann man weder ja noch nein sagen.

Wenn beispielsweise ein SEO, also ein Suchmaschinenoptimierer oder Webdesigner Ihnen verspricht eine Webseite zu erstellen, die in einer bestimmten Weise funktioniert, dann wird er schon wissen, wie das geht. Was für ein CMS dahintersteckt und viele Dinge mehr.

Bei der Suchmaschinenoptimierung funktioniert das nicht immer in dieser Weise. Es kann seitens eines Suchmaschinenoptimierers oder einer Suchmaschinenagentur nie ein Erfolg garantiert werden, weil man nicht genau weiß, wie Google genau funktioniert.

Lesen Sie auch: Der geheime Google Code

Diese Algorithmen sind das meist gehütete Geheimnis und die Suchmaschinen, Google und auch Yandex, lassen sich da grundsätzlich nicht in die Karten schauen. Das ist ein Geheimnis, dass Suchmaschinen nicht lüften möchten, damit möchte man Missbrauch vermeiden. Wenn sie sagen würden, es funktionieren Backlinks von Facebook oder Twitter, dann würden das alle machen.

Hier muss man sagen, dass soziale Signale sich in besseren Nutzerverhalten-Metriken darstellen lassen (dazu später noch mehr), aber es Ihre Website nicht direkt nach vorne bringt.

Es funktionieren am besten Links von anderen themenrelevanten Websites. Wenn Sie Schuhe verkaufen, dann sollten das Links sein, die vielleicht von Modeblogs kommen oder von einem anderen Schuhproduzenten oder von Ihren Zulieferern, die auf die Seite gesetzt werden. Das ist aber ziemlich stark vereinfacht.

Was ist wichtig?

Content, Backlinks, Technik

Zur Technik kann man beispielsweise die Ladegeschwindigkeit anführen. Google und Yandex möchten als moderne Suchmaschinen, dass ihre Nutzer zufriedengestellt werden. Wenn sie jetzt eine Site aufrufen, möchte die Suchmaschine, dass der User, mit dem was er dort vorfindet, auch zufrieden ist. Dazu gehört auch, dass sie nicht lange warten müssen, bis sich eine Website komplett geladen hat. Das wäre dann die Ladegeschwindigkeit.

Man sollte auch deutlich verstehen, Google und Yandex beschäftigen natürlich die besten Ingenieure der Welt. Google war mehrere Jahre lang der beste oder einer der besten Arbeitgeber weltweit und dort arbeiten hervorragende Entwickler. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass Google weniger Menschen sind und vielmehr Maschinen, Algorithmen, Server, Rechner – Big Data.

Das heißt, eine Maschine geht hin, um eine bestimmte Website zu analysieren, zu untersuchen. Aber das sind Algorithmen und keine Menschen.

Was möchte ich damit sagen?

Sie müssen einer Suchmaschine schon zu verstehen geben, dass wenn man mit Begriffen rund um Zahnarztpraxis etc. ranken möchte, dass es auf der Seite tatsächlich auch darum geht. Sie sollten Begriffe, Synonyme rund um Zahnärzte auf der Website verwenden.

Da kann ich ein paar bekannte und sehr prominente Beispiele nennen:
Das erste Beispiel wäre Miele. Miele ist ein negatives Beispiel, das ist auch eine bekannte Geschichte in SEO-Kreisen.

Der Fall Miele

Miele hat sich, aus welchen internen Gründen auch immer, dazu entschlossen, was man als Waschmaschine kennt, grundsätzlich nur noch als Waschvollautomaten zu bezeichnen. Da haben sich Produktmanager sich etwas einfallen lassen, um sich vielleicht von einer profanen Waschmaschine abzuheben.

Waschmaschine

Waschmaschine. (c) Bildquelle: pixabay / moerschy / CC0

 

Ob das nach wie vor noch der Fall ist, kann ich nicht sagen, aber Texter in dieser Zeit hatte die Maßgabe grundsätzlich nur noch über Waschvollautomaten zu schreiben und nie über Waschmaschinen. So war das damals.

Was ist passiert?

Miele war unter den Suchbegriff „Waschmaschine“ nicht mehr zu finden, weil sie auf der eigenen Website das Wort Waschmaschine nicht mehr verwendet haben und als Vorgabe des Unternehmens auch die Texter, Werber und Contentersteller das nicht mehr durften – nur Waschvollautomaten. Man muss sich das mal vorstellen, da gibt man den Suchbegriff Waschmaschine ein und man findet jeden und alles, nur den Hersteller des bekanntesten und wohl qualitativ hochwertigsten Waschmaschinen nicht mehr – die Miele.

Das ist natürlich ein negatives Beispiel. Ich habe aber auch noch eins der bekannteren Negativbeispiele hinsichtlich SEO, das völlig falsch gelaufen ist – BMW.

BMW „ausgegoogelt“!

Wir sind im Jahre 2006 und dieses Unternehmen hat sich in dieser Zeit in SEO-Kreisen als Negativbeispiel hervorgetan. Man spricht davon, dass sich BMW „ausgegoogelt“ hat.

BMW

BMW. (c) Bildquelle: pixabay / Free-Photos / CC0

 

Was ist passiert?

BMW hat Keyword-Spamming betrieben. Sie haben schließlich dadurch nur erreicht, dass sie komplett aus den Google-Sucherergebnissen, egal was man eingegeben hat, komplett verschwunden sind. Ein Weltkonzern wie BMW!

Das Thema ist wirklich mit Vorsicht zu genießen, weil es auch dazu führen kann, wenn man hier zu eifrig an die Sache rangeht, dass man sich dabei selber ins Bein schießt.

Nutzerverhalten

Ich möchte einen weiteren und besonders wichtigen Rankingfaktor erwähnen. Das ist für Yandex besonders wichtig und die predigen das schon die ganze Zeit, schon wesentlich länger als Google das tut. Das große Thema ist das Nutzerverhalten.

Irgendwann war Yandex soweit, dass sie gesagt haben, das mit den Backlinks, die von den anderen Seiten auf die eigene Site führen kann nicht so weit her sein. Das kann man relativ einfach fälschen und somit beeinflussen. Und eine Suchmaschine wie Yandex kann relativ genau „natürliche“ von „unnatürlichen“ Backlinks unterscheiden.

Es besteht sowohl in Deutschland und Europa, als auch in Russland, eine Markt, wo Leute wie ich Backlinks kaufen und verkaufen können.

Das verstößt natürlich gegen die Richtlinien der Suchmaschinen, aber wir können dafür auch nicht haftbar gemacht werden. Was sie mit uns machen können, sie können unsere Websites aus dem Index rausschmeißen. Wenn man das aber vorsichtig macht, dann passiert das so gut wie nie.

Yandex war irgendwann soweit – und das war wirklich eine spektakuläre Ankündigung, sie sagten: „Wir berücksichtigen die Backlinks in Zukunft überhaupt nicht mehr“
Stattdessen hätte man andere Qualitäts- und Rankingfaktoren und die neue Nummer eins der Rankingfaktoren sollte in Zukunft das Nutzerverhalten werden.

Präferiert Yandex Russen?

Immer wieder kommt es zu Fragen hinsichtlich etwaiger Präferenzen der Suchmaschine Yandex beim Ranking. Werden hier russische Sites, ru.-Domains und russische Unternehmen im Ranking bevorzugt?
Nein, Ja, Jein! Russische Domains nicht unbedingt, russischsprachige Websites auf jeden Fall, anders würde es auch gar nicht funktionieren. Russische Server und auch das Hosting bei dortigen Anbietern, zählen schon zu den Rankingfaktoren, aber man muss auch sagen, dass es nicht wirklich wichtig ist.

Quality-Rater und die Yandex-Assessoren

Grundsätzlich muss man sagen, dass Google und Yandex auch Menschen beschäftigt und es nicht nur Algorithmen sind. Bei Google sind das die so genannten Quality-Rater, bei Yandex sind das die Yandex-Assessoren. Das sind tatsächlich Menschen, Gutachter, die bestimmte Aufgaben für Yandex oder Google erledigen.

Ich kann das deshalb so genau sagen, da meine Frau das für Google gemacht hat und mir das so ganz beiläufig auch ein paar Erkenntnisse eingespielt hat. Wie sie sehen, sollte man als SEO auch immer jemanden an der Schaltzentrale der größten Suchmaschine der Welt haben. Man möchte schließlich auf dem Laufenden bleiben!

Wie sieht das Ganze aus?
Sie bekommen einen Bildschirm in zwei Teile eingeteilt. Dann wird ein Quality-Rater darum gebeten eine Einschätzung abzugeben, welche Suchergebnisse auf welcher Seite besser sind. Sie können hingehen und müssen dann die Webseiten besuchen und können dann die Webseiten untersuchen. Das machen nicht nur die Algorithmen der Suchmaschine, das machen auch Menschen.

Soziale Signale

Soziale Signale sind hierbei auch wichtig und sollen berücksichtigt werden. Das hat auch damit zu tun, dass man heutzutage auch weniger in eigenen Blogs unterwegs ist, als vielmehr in den sozialen Netzwerken und auch Twitter. Deshalb versuchen die Suchmaschinen zu erkennen, ob soziale Signale auch von sozialen Netzwerken erfolgen.

Aus meiner Sicht wird das in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen.

Google berücksichtigt dieses Thema auch in seinen Algorithmen, aber nach meinen Erkenntnissen kann ich nur sagen, dass man seitens einer Suchmaschine nichts mit einer 100-prozentigen Sicherheit behaupten kann.

Wir hielten das schon immer für wichtig: SEO & SMM – Synergie im Doppelpack!

Das sind alles Erfahrungswerte oder die Werte, die man durch Testen gewinnt. Das erfolgt in der Weise, dass man sich die anderen Seiten ansieht und zu verstehen versucht, was sie so machen.
Bei Google gibt es auch Nutzerverhalten, aber bei Yandex ist das noch wesentlich ausgeprägter. Man versucht hier zu verstehen, ob ein User mit einer bestimmten Website zufrieden war.

Wie schaffen es eigentlich Suchmaschinen wie Google und Yandex zu verstehen, ob man eine Website besucht hat und diese Website den User zufriedengestellt hat? Sie haben tatsächlich mehrere Möglichkeiten das festzustellen.

Was Suchmaschinen so alles können

Es gibt bekannte Tools von Yandex und von Google, die auf fast jeder Website eingesetzt werden können. Diese Tools setze ich auch auf eigenen Seiten ein, das ist quasi Pflichtprogramm für Webseitenerstellung und für die Suchmaschinenoptimierung.

Google Analytics, das ist das größte und kostenlose Analysetool und dazu gibt es das russische Pendant Yandex Metrica. Diese kostenlosen Tools ermöglichen es einem Webseitenbetreiber oder einem Webmaster unterschiedliche Erkenntnisse zu gewinnen. Beispielsweise wie viele Besucher eine Website zu verzeichnen hat, aus welchen Städten oder Ländern kommen sie? Welche Sprachen sprechen Sie? Über welche Quellen kommen sie auf die Webseite?

Das setzt man natürlich sehr gerne auf Webseiten ein, weil dadurch tatsächlich sehr wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden können. Das ist zwar ein kostenloses Angebot der Suchmaschinen, aber wir bezahlen dafür wie so oft mit unseren Daten.

Die Suchmaschine zwingt uns quasi dazu, es zu benutzen, denn es ist ein allzu gutes und auch kostenlsoses Produkt, sowohl Google Analytics, als auch Yandex Metrica. Das ist der Grund dafür, dass diese Tools sehr häufig auf den Webseiten eingesetzt werden. Dadurch können Suchmaschinen wertvolle Erkenntnisse gewinnen, wie wir uns auf den Webseiten bewegen.

Beispiel Yandex Metrica:

Der Yandex Webvisor ist etwas, was von Google nicht angeboten wird, der aber genau anzeigt, was Besucher gerade auf einer Website gemacht haben, wie, wo und wie lange beispielweise der Cursor an einer bestimmten Stellen war und viele Aktionen vorgenommen wurden? Wo kam er her? Welchen Browser hat er benutzt? Aus welchem Land kam er? Ist er über die organische Suche gekommen? War er das erste Mal auf der Website?

Ich kann das alles als Webmaster sehen und die Suchmaschinen sehen das ohnehin. Anhand des Beispiels kann man viel ablesen. Wenn jemand etwas aufmerksam gelesen hat, dann kann man davon ausgehen, dass diese Site interessant ist. Diese Site bietet mit hoher Wahrscheinlichkeit Mehrwert. Möglicherweise verdient sie es in der Top 10 zu dem Thema bei Google präsentiert zu werden. Das ist eine stark vereinfachte Darstellung von dem wie Suchmaschinen das machen können.

Suchmaschinen wissen alles von uns!

Wenn sogar ich sehen und verstehen kann, als User, als Webmaster was man so auf der Website getan hat, dann wird man schon davon ausgehen können, dass die Suchmaschinen das noch viel besser verstehen und analysieren können und so gut wie alles wissen.

Yandex Metrica. Ein Screenshot
 

„Man muss deutlich verstehen, dass Suchmaschinen so gut wie alles von uns wissen!“

Weitere Metriken. Onpage-Faktoren im Nutzerverhalten

Das was so auf der Website abläuft, gehört zu den Onpage-Faktoren des Nutzerverhaltens. Außerdem können die Suchmaschinen die Wege auf der Website feststellen. Das kann man über organische Suchergebnisse, Werbung oder vielleicht über Bookmarks, soziale Netzwerke erkennen. Dort steigt man ein, hier steigt man aus.

Da können sich die Suchmaschinen ein Bild davon machen, ob die Seite bekannt, verbreitet ist, ob man sie kennt. Wenn man beispielsweise die Domain per Hand eingibt, kann das möglicherweise auch ein Hinweis darauf geben, ob die Website bekannt ist. Bei Focus, Bild, Stern, welt.de und vielen anderen sehr präsenten Sites ist das beispielsweise der Fall. Die Domains sind sehr bekannt und werden händisch eingegeben.

Rückkehrer, Verweildauer und die Absprungrate

Ein gutes Zeichen kann es beispielsweise sein, wenn Sitebesucher zu der Gruppe der so genannten Rückkehrer gezählt werden. Es kann sein, dass diese Person die Unterseite oder Startseite so interessant fand, dass sie wieder auf die Seite zurückgekehrt ist.

Dann gibt es da noch die so genannte Absprungrate und die Verweildauer. Das ist auch sehr wichtig das zu sehen und auch zu berücksichtigen. Es gilt nicht grundsätzlich, je länger, desto besser, aber es ist schon ein gutes Zeichen, wenn man länger auf der Website verbleibt.

Branchenspezifische Kennzahlen

Das ist natürlich von Branche zu Branche unterschiedlich. Man muss auch hier deutlich verstehen, wenn ich beispielsweise ein Magazin unterhalte, dann ist es schon ein schlechtes Zeichen, wenn die Verweildauer beim User kurz ausfällt. Wenn man meine Beiträge kurz anliest und dann die Seite sofort wieder verlässt, dann ist das eher ein nicht so gutes Zeichen und lässt eher den Rückschluss zu, dass der User das Interesse verloren hat.

Diese Kennzahlen kennt in der Regel auch die Suchmaschine.

Auf der anderen Seite, wenn ich mich für Wetter in Köln interessiere, dann werde ich eine Website aufsuchen, meine Informationen schnell erhalten, um dann die Site möglicherweise wieder recht zügig zu verlassen. Dann kann eine kurze Verweildauer keinesfalls als Qualitätsmerkmal gesehen werden.

Das kann sich sogar umkehren und eine längere Verweildauer auf einer Wetter-Site möglicherweise Rückschlüsse darauf zulassen kann, dass hier der User so lange dort verweilen musste, da er die Information nicht schnell genug auffinden konnte, was auch ganz schlecht ist.

Das wissen aber die Suchmaschinen ganz genau, wie die Verweildauer auf der Seite ist, immer in Abhängigkeit dazu, was eigentlich auf dieser Website angeboten wird.

Ofpage-Faktoren im Nutzerverhalten

Das waren die Onpage-Faktoren, die eine Suchmaschine genau erkennen kann, aber es existieren auch die Offpage-Faktoren.

Es kann beispielweise auch etwas negativ gewertet werden, wenn ich in den Suchergebnissen etwas gefunden habe, als Beispiel wieder unseren Zahnarzt aus Frankfurt am Main, dann darauf geklickt habe und zurückgekehrt bin, beispielweise 15 Sekunden später, zu den Suchergebnissen. Alles deutet jetzt daraufhin, dass ich die gesuchten Informationen nicht gefunden habe. Das könnte als schlechtes Zeichen von den Suchmaschinen gewertet werden.

Warum das alles relativ ist, lesen Sie in diesem Artikel

Wie verbessert man das Nutzerverhalten?

Am besten funktionieren so genannte visuelle Anker – Eyecatcher. Man ist heute durch eine hohe Anzahl an Websites und unterschiedlichen Angeboten schon überfordert. Es lohnt sich sicher sehr häufig eine außergewöhnlich schöne Website zu haben oder eine Website zu haben, wo Informationen einfach ungewöhnlich dargestellt werden.

Das zieht Aufmerksamkeit und wenn man an einer bestimmten Stelle stehen bleibt, können das die Suchmaschinen sehen. Hier ein Beispiel für eine ungewöhnliche Navigation:

Visuelle Anker für SEO und Nutzerverhalten

Eine ungewöhnliche Darstellungsform für die Navigation. So ein visuelles Element würde ich als Eyecatcher bezeichnen – ein visueller Anker. Es lohnt sich immer und es ist auch immer eine meiner Aufgaben, als Suchmaschinenoptimierer mit einer Webdesign-Agentur zu kommunizieren und auch so etwas zu erklären.

fahrrad.space Screenshot. Visuelle Anker. 15.04.2019. Quelle: https://fahrrad.space/
 

Lesen Sie auch: Qualitätsfaktor in der organischen Google-Suche

Konversionsziele definieren

Sowohl bei Yandex.Metrica, als bei Google.Analytics kann man so genannte Konversionsziele anlegen. Sie können richtig unterschiedlich sein.

In einem Onlineshop wird das der Kaufabschluss im Konversionstrichter sein. Auf einer anderen Site ist die Konversion eine Anmeldung zum Newsletter. In einem Onlinemagazin könnte das Konversionsziel auch das sein, dass Leser 50 Prozent eines Artikels gelesen haben, 75 oder 100 Prozent. Das wären drei mögliche Konversionsziele. Ich kann das beispielsweise bei Google Analytics anlegen. Für Design4u wären die vorstellbaren Konversionsziele wenn man beispielsweise die Kontaktunterseite besucht oder wenn man zum Beispiel ein Kontaktformular ausgefüllt hat.

Es lohnt sich immer für Zwecke der Suchmaschinenoptimierung mit einem erfahrenen UX-Designer zusammenzuarbeiten, der sich in Fragen Userexperience auskennt.
In meiner Karriere habe ich tatsächlich nicht so viele Designer kennengelernt, die das können, weil man das auch schlecht an einer Hochschule lernen kann. Das sind wiederum auch wieder einmal Erfahrungswerte.

Lesen Sie auch: Konversionsrate und SEO verbessern

Das kann ich sagen, da ich aus vorausgegangen Projekten mit UX-Designern, diese Erkenntnisse ziehen musste. Wir haben versucht mit UX-Designern bessere Websites zu machen, sowohl für Nutzer, als auch für die Suchmaschinen.

Eine Website, die in Sachen Konversion die besten Werte aufweist ist eine kommerzielle Website. Es ist ein Unternehmen, eine Versicherung und ein Tochterunternehmen der DEVK, eine Fahrradversicherung.

Konversionsoptimiert

Kein Logo, es geht direkt mit einem Rechner los, mit dem man direkt einen Beitrag ausrechnen kann. Fast 50 Prozent aller Seitenbesucher klicken auf „Beitrag berechnen“. So etwas habe ich in meiner ganzen Laufbahn noch bei keinem anderen Projekt gesehen.

freeyou.ag Screenshot. Konversionsziele. 15.04.2019. Quelle: https://www.freeyou.ag/bike/
 

Das bedeutet noch nicht, dass danach alle kaufen, aber fast die Hälfte alle Besucher klickt auf Beitrag berechnen. So etwas habe ich bis dahin noch nie gesehen. Mhr als 11 Prozent klicken dann auf „jetzt versichern“. Das wiederum bedeutet aber auch nicht, dass diese 11 Prozent tatsächlich auch die Versicherungsleistung buchen. Das wäre einfach undenkbar und mir auch nie begegnet. 0,5 bis 1,5 Prozent Konversion gelten hier im Allgemeinen schon als absoluter Spitzenwert bei Internetangeboten.

Diese Website ist wirklich sehr konversionsoptimiert. Ich habe diese Website technisch aufgebaut, das Design kam von einem UX-Designer aus Weißrussland.

Wir bieten: Konversionsoptimierung von Design4u

Die Zukunft

Es lohnt sich heute mehr denn je am Nutzerverhalten zu arbeiten. Ich sehe da eines der Themen in der Zukunft und das alte Thema der Backlinks wird meiner Meinung nach immer mehr abgelöst werden. Man sollte Content erstellen, qualitativ sehr hochwertige Inhalte in erster Linie. Das sind nicht nur Texte, sondern werden zunehmend mehr in den Bereich Fotos und Videos verlagert, die als Ziel haben den Nutzer zufriedenzustellen und auf die Nutzerfragen so umfänglich wie möglich eingehen.

Was funktioniert derzeit in Russland in Sachen Onlinemarketing?

Aus meiner Sicht funktioniert B2C nicht so gut. Es lässt sich schlecht etwas in einem Onlineshop in Russland verkaufen, wenn man das von Deutschland aus organisiert. Umso besser funktionieren B2B, Dienstleistungen und das Luxuswarensegment. Aus meiner Sicht schätze ich das so ein. Erfahrungswerte liefern mir dabei immer wieder sie Auftraggeber, für die ich regelmäßig die Marktchancen im Bereich Online in Russland sondiere oder SEO-Strategien plane und umsetze.

Einige Kunden von uns

Angefangen hat es mit Prof. Dr. Sommer, das ist ein renommierter Rechtsanwalt aus Köln und einer der wenigen Anwälte, die vor dem Europäischen Gerichtshof in Straßburg erfolgreich agieren und dort Mandanten vertreten. Das sind russische Mandanten, die sich vornehmlich in Menschenrechtsfragen verteidigen lassen.

Aviation Broker ist ein Frankfurter Unternehmen, das Privatjets vermittelt. Das hat auch ganz gut funktioniert. Wenn man einen Privatjet in Europa buchen möchte, haben das russische Kunden ganz häufig über dieses Frankfurter Unternehmen gemacht.

Einer meiner Auftraggeber war eine exklusive Zahnklinik in Nürnberg. Der dortige Chefarzt hat mir erzählt, dass der durchschnittliche Warenkorbwert bei Implantaten bei russischen Kunden zwischen 25.000 und 35.000 Euro liegt. Der Chefarzt hat mir gesagt, dass es vergleichbare Kliniken in Russland nur zwei Mal geben würde, beide in Moskau und auch teurer.

Das Witzige dabei, ich habe letztlich beide meiner Kunden zusammengebracht, den Privatjetvermittler und die Zahnklinik. Wenn einer aus Nowosibirsk nach Moskau fliegen möchte, um sich die Zähne machen zu lassen, dann fliegt er halt zwei Stunden weiter nach Nürnberg und lässt es dort machen. Am Ende waren alle zufrieden, der Patient mit seinem neuen Lächeln im Flugzeug, der Fluganbieter und der Chefarzt.

Ein interessanter Markt ist Russland auch für Logistikdienstleister. Weiterhin war einer meiner Kunden ein Unternehmen, das Edelstahlpools vermarktet, auch ein Onlinekasino und einen sehr namhaften Hersteller von Schreibgeräten, den sicher jedes Kind kennt. Zu meinen Kunden zählen oder zählten vielfach Maschinenbauer und Appartehersteller.

Bewusst muss ich aber auch am Ende meines Vortrages ein Negativbespiel setzen, um zu verdeutlichen, dass der russische Markt auch Risiken haben kann und auch Wirkweisen, die sich vom hiesigen doch sehr stark unterscheiden können und unlängst nicht jeder Branche einen vernünftigen Zugang ermöglicht.

Es ist ein Unternehmen, das einen Onlineshop in russischer Sprache gegründet haben. Sie haben sehr viel Geld investiert, um erst einmal auf einem anderen postsowjetischen Markt zu starten. Die Investitionen bewegten sich im hohen sechsstelligen Bereich, in Personal, Onlineshop, Kontakte zu Zulieferern, IT-Dienstleistungen und Waren. Sie haben das Ganze testweise auf dem ukrainischen Markt lanciert. Es floss sehr viel Geld dabei in Fernsehwerbung. Das war im Herbst 2013. Die Fernsehwerbung ist genau zwei Wochen vor der Bürgerbewegung Maidan abgelaufen und danach war Schluss. Danach hat keiner in die Ukraine geliefert.

„Russland birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Jeder Unternehmer nimmt eine eigene Risikoabwägung für sich vor. Meine Aufgabe liegt in der vollumfänglichen Unternehmensberatung und tatkräftiger Umsetzung diverser SEO- und Online Marketing Maßnahmen.

Es sind oft die kleinen, aber wichtigen Schritte, die man für einen gelungenen Markteintritt von Anfang an richtig machen sollte. Gut beraten sind Unternehmen, die bereits Kontakte oder Geschäftsbeziehungen nach und von Russland unterhalten oder auf eine gute Agentur zurückgreifen können. Meiner Erfahrung nach müssen alle Unternehmen sicherlich in irgendeiner Weise Lehrgeld bezahlen und sich vielleicht noch ein wenig mehr Zeit und Finanzpolster zulegen, um am russischen Markt Fuß zu fassen. Für einige Branchen kann der Weg aber auch einfacher gangbar sein.

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