Starten Sie mit SEO schon in der Planungsphase! 9 vermeidbare SEO-Fehler bei der Webentwicklung

Veröffentlicht in: Suchmaschinenoptimierung, am: 13 Mai 2016 | No Comments |
Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+0Share on Tumblr0Share on Xing

Ohne gezielte Online Marketing und SEO Maßnahmen ist es heute kaum mehr möglich, sich in den Suchmaschinen Rankings nach vorne zu bringen. Möchten Sie vermeiden, dass sich Ihr hoffnungsfroher Internetauftritt in die Weiten des Internets verabschiedet, dann sollten Sie auf SEO setzen!

Wann? Auf keinen Fall zu spät, denn binden Sie einen SEO schon frühzeitig mit ein – am besten schon in der Konzeptions- und Planungsphase – lassen sich Kardinalfehler vermeiden! Hier sind die größten neun Fehler, die sich mit einfachen Mitteln vermeiden lassen!

Learning

Learning. Bildquelle: flickr / Rene Mayorga / CC BY 2.0

Die Herangehensweise ist immer ähnlich, zuerst plant man die Site, setzt sie um und wendet sich erst mit der fertigen Website an einen SEO. So ist das in 80 Prozent aller Fälle. Kein Programmierer, kein Webdesigner, kein Marketingverantwortlicher, der das von sich aus initiiert.

Schade, denn so haben sich mit Sicherheit, mal mehr oder weniger gravierende Fehler ins Projekt eingeschlichen. Die Site rankt schlecht und die Gründe liegen auf der Hand. Jedoch ist es um ein Vielfaches aufwändiger eine bereits erstellte Website aus SEO Sicht wieder so hinzu bekommen, dass sie auch in den Suchmaschinen zündet und auf allen gängigen Ausgabegeräten optimal dargestellt wird. Auch kann die Site in den Suchmaschinen bereits so einen Schaden genommen haben, dass sie gewissermaßen und aus der Sicht der Suchmaschinen schon „verbrannt“ ist.

Das sollten Sie als Auftraggeber über SEO und Suchmaschinenmarketing wissen!

Für Suchmaschinenoptimierer ist das keine begehrte Aufgabe, eine bereits fertige Website zu optimieren, weil es sehr mühselig ist und mit dem Renovieren eines alten Hauses verglichen werden kann. Alles sehr kleinteilig und mitunter langwieriger und kostenintensiver als der Bau eines neuen Hauses. In den meisten Fällen sieht die Kommunikation zwischen Webdesigner / Projektleiter / Programmierer und SEO folgendermaßen aus und es kommen Sätze wie:

„Wir können die Forderungen des SEO umsetzen, aber das wird nicht alles umzusetzen sein.“
„Setzen Sie Prioritäten! Worauf können wir verzichten?“

Oh nein!

Oh nein!. Bildquelle: flickr / bark / CC BY 2.0

9 SEO Fehler

In den meisten Fällen wird bei der Frage nach einem Verzicht oder einer Einsparung, der SEO genannt, der vielfach als Externer dem Unternehmen zuarbeitet. So schleichen sich langsam und auf den ersten Blick kaum merkliche Fehler ins Projekt „neue Website“. Hier sind sie aufgelistet:

1. Struktur der Site wird geplant, ohne den semantischen Kern zu berücksichtigen

Wenn Ihre Website sehr vom künftigen Traffic abhängig ist, dann ist es zwingend einen semantischen Kern schon frühzeitig zu definieren. In dieser Phase brauchen Sie nicht jedes Detail festzulegen. Im Einzelnen für Zielseiten, Unterkategorien und anderes.

Die Erhebung der Semantik in dieser frühen Phase hat den Zweck, dass die Struktur der Site bestimmt wird, die dann organisch wachsen kann. Dabei werden die wichtigsten Arten der Landing-Pages in die Struktur der Seitennavigation einbezogen.

Was droht, wenn das nicht erfolgt:
Tun Sie das nicht direkt, werden Sie zu Anfang der SEO-Maßnahmen feststellen, dass Navigation und die darin abgebildete Website-Struktur geändert werden muss, was nicht nur zeit- und arbeitsintensiv ist, sondern die Website auch designtechnisch beeinträchtigen kann.

Wie kann man das vermeiden?
Erstellen Sie eine Sammlung der grundlegendsten semantischen Begriffe, die sofort in die Struktur der Site einfließen. Das auch in das Pflichtenheft aufgenommen werden.

2. Es ist nicht möglich, alle Arten von Landing Pages zu optimieren

Eine solche Situation kann beispielsweise dann auftreten, wenn die Navigation in einem Online-Shop (halb)automatisch durch Filter umgesetzt wird. Kein Zweifel, dass das ist eine bequeme, nützliche und notwendige Funktionalität ist. Aber eine aus SEO-Sicht saubere Verwendung ohne Modifikation kann sich als schwierig gestalten.

Zu den Aufgaben eines Suchmaschinenoptimierers zählen die Erstellung von Landing Pages. Hier arbeitet man mit Metadaten, wie Titles und Descriptions Content, URL’s. Fast immer werden auch andere Bereiche (nicht nur Header) miteinbezogen.

Zielseiten müssen optimal indiziert und zugänglich sein. In der Praxis gibt es, insbesondere ohne SEO im Frühstadium, häufig Defizite bei diesen Seiten.

Was droht:
Wenn beispielsweise die wichtigen Landing Pages nicht optimal indiziert wurden, dann müssen die wichtigsten filter-generierten Unterseiten aufwendig „entautomatisiert bzw. manualisiert“ und dafür Anpassungen vorgenommen werden, die nicht einfach sind und zudem auch das Budget unnötigerweise belasten.

Wie kann man das vermeiden?
Im Pflichtenheft geben Sie alle Arten von Zielseiten an, die verwendet werden sollen. Geben Sie unbedingt an, auf welche Felder Sie per Hand unbedingt zugreifen möchten. Die wichtigsten LP-Typen können von einem SEO, anhand des semantischen Kerns festgelegt werden.

3. Landing Pages, die aus der Struktur und der Site-Navigation herausfallen

Eine Art von Problem, das häufig bei der Filter-Navigation entsteht, Struktur und Site Navigation betrifft und sich dadurch kennzeichnet, dass Landing Pages nicht in der Hauptnavigation der Website vorkommen. Der Seitenbesucher kann in diesem Fall diese Website nur über die Suchmaschine (oder interne Suche) erreichen. Aber dann, wenn sich der User durch die Website bewegt, werden von ihm nur Filter-Unterseiten besucht und Haupt-Landingpages verfehlt.

Was droht:
Die Seitenbesucher gehen seltener auf wichtige Unterseiten, was zur Folge schlechtere Nutzerverhaltensfaktoren hat, wichtige Unterseiten erhalten weniger Links und Shares. All dies behindert optimale Förderung wichtiger Unterseiten.

Jeder Klick wird analysiert – Was ist Nutzerverhalten?

Wie kann man das vermeiden?
Nutzer, die eine konkrete Suchanfrage stellen, wie beispielsweise ein bestimmtes Produkt oder „Marke + Produkt“ müssen auf die passende, dafür optimierte Unterseite weitergeleitet werden. Auch sollte die so geförderte Seite auch durch interne Links unterstützt werden. Wie genau dieses Ziel erreicht werden kann muss separat im Einzelfall entschieden werden. Deshalb, wenn ein solches Problem auftritt, ist Beratung durch den Optimierer zwingend erforderlich.

4. Müllseiten, die von der Indexierung nicht ausgeschlossen wurden

Bei einer Vielzahl von Artikeln, beispielsweise in Onlineshops, schleichen sich immer wieder Fehler ein, die darauf beruhen können, dass Artikel sich nur geringfügig voneinander unterscheiden, beispielsweise nur durch Farbe oder Größe. Das schafft Probleme in den Suchmaschinen, die sich aber durch frühzeitige Maßnahmen vermeiden lassen.

SWOT-Analyse mit Google Suchoperatoren durchführen und SEO-Potenziale eines Online Shops erkennen

Entwickler schließen diese Seiten aus einfach über die robots.txt, ohne wirklich zu analysieren, ob alle unnötigen Seiten tatsächlich ausgeschlossen sind. Außerdem ist dieses Verfahren an sich nicht optimal. Google sieht robots.txt nur als eine Empfehlung, welche nicht unbedingt berücksichtigt werden muss.

Manchmal kommt es jedoch zu schlimmeren Problemen, wie unten abgebildet.

Müllseiten im Google-Index

Müllseiten im Google-Index

Was drohen kann:
Ist eine Großzahl von Seiten so betroffen, kann das zu einer schlechten Indexierung anderer Bereiche führen, die die Gesamtbewertung und Qualität der Website abstufen und beeinträchtigen können.

Das kann man durch beispielsweise folgende Maßnahmen vermeiden:

  • CMS richtig abstimmen, dass solche Seiten nicht generiert werden
  • 301-Weiterleitungen
  • Die Verwendung von canonical-Tags
  • Die Schließung von unnötigen Seiten in robots.txt
  • Die Verwendung von Meta noindex

In Abhängigkeit des verwendeten CMS, kann das unterschiedlich ausfallen und sollte sich so unbedingt im Pflichtenheft widerspiegeln.

5. Fehler bei der Bildung von URL’s

Suchmaschinenfreundliche URL’s, eine geringe Verschachtelungstiefe, die durchdachte URL-Struktur – das alles sind Vorteile, auf die man bei der Suchmaschinenoptimierung nicht verzichten sollte. Fehler oder fehlende Feinheiten bei der Bildung von suchmaschinenfreundlichen URL’s sind meistens nicht ganz so kritisch und werden deshalb häufig von Entwicklern vernachlässigt.

Ein typisches Beispiel: in die URL-Struktur werden oft nutzlose Zwischenabschnitte gelegt, wie „shop/catalog/produkt-abc“. Die ersten beiden Abschnitte können in der URL kombiniert werden, oder man kann auf sie sogar verzichten, wenn sie nicht unbedingt gebraucht werden.

Was droht:
Es kann zu Problemen bei der Indizierung der Website kommen.

Wie kann man das vermeiden:
Nach dem Erfassen der Grund-Semantik, bestimmen Sie bereits die Grundstruktur der Website, was auch im Pflichtenheft manifestiert ist. Auch muss das Pflichtenheft Anforderungen an die suchmaschinenfreundliche URL’s beinhalten.

6. Fehlende oder falsche Einstellung beim automatischen Ausfüllen im Header und den Metadaten

Insbesondere bei größeren Projekten ist die manuelle Untersuchung und Einarbeitung aller Metadaten sehr arbeitsintensiv und es ist auch nicht immer möglich alles zu erfassen. Daher ist es notwendig, an das automatische Ausfüllen diverser Daten, wie beispielsweise Metadaten, zu denken.

Was droht:

  • Vervielfältigung von Titel und Metadaten innerhalb der Site, was zum Duplicate Content Problem führt
  • Eine große Anzahl von nicht informativen oder irrelevanten Titeln

Alles das kann zu einer qualitativ schlechteren Einstufung der Website in den Suchmaschinen führen, die über die Suchalgorithmen auch einen Rankingverlust besonders im Long-Tail Bereich erzeugen.

Wie kann man das vermeiden?
Es soll eine Möglichkeit realisiert werden, nicht nur Metadaten einzelner wichtiger Unterseiten aus den festen Mustern „herauszureißen“ und bearbeiten, sondern auch eine Möglichkeit, feine Muster für diverse Seiten-, Produkt- oder Kategorientypen anzulegen und anzuwenden. Das erhöht die Flexibilität und ermöglicht eine feine Einstellung von Unterseiten oder Kategorien auf Anfragen oder Anfragengruppen.

Anweisungen für die Einrichtung zur automatischen Füllung von Metadaten und Titel sollte auch im Pflichtenheft für die Entwicklung der Website enthalten sein.

Lesenswert: SEO Basics

7. Technische Elemente sind auf der Website unvollständig

Meinungen von einem Usability-Experten, eines Webdesigners und eines SEO über Designelemente und deren technische Umsetzung auf der Website sind sehr häufig nicht zu 100 Prozent identisch.

Was droht:

  • Folgekosten für die Websiteänderungen
  • Anpassungen technischer Art sind schwierig in die Site zu integrieren

Wie kann man das vermeiden?
Ein SEO sollte noch während der Entwurf-Entwicklung darüber schauen. Ein fertiges Template darf nicht ohne den Segen eines SEO endgültig angenommen werden.

8. Gleiche Unterkategorien oder Produkte sind unter unterschiedlichen URL’s erreichbar

Wenn es auf der Website möglich ist, Waren nach diversen Kriterien zu sortieren, kann es dazu führen, dass dieselben Waren unter unterschiedlichen URL’s zu finden sind. Das führt zu Duplicate Content.

Beispiel:

  • example.com/fernseher/samsung/zoll-40/
  • example.com/samsung/fernseher/zoll-40/

Was drohen kann:
Wird Duplicate Content abgebildet, was in schlecht gepflegten Onlineshops vorkommen kann, dann führt das zu Rankingverlusten, die sehr massiv sein können.

Wie kann man das vermeiden?
Das Problem lässt sich jedoch einfach vermeiden, wenn man Prioritäten wählt. Beispielsweise entweder Marke, oder Typ oder eine Eigenschaft. Danach soll sich die URL-Struktur richten. Das Verwenden von 301-Weiterleitungen hilft auch. Dem User wird das egal sein, ob bei seinem Artikel in der URL Marke oder Typ stehen.

Die Zuordnungen für Kategorien und URLs zur Vermeidung von Duplicate Content, finden sich im Pflichtenheft.

Angry

Angry! Bildquelle: flickr / Jake Miller / CC BY 2.0

9. Grundlegende technische Anforderungen werden nicht berücksichtigt

Die meisten CMS bieten grundlegende SEO-Einstellungen. Erfahrende Webentwickler machen sich diese Funktionen und anderes zunutze, um technische Fehler zu vermeiden oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Grobe Fehler kommen hier immer seltener vor.

Was drohen kann:
Abhängig von der Art des Fehlers kann das Problem unterschiedliche Auswirkungen haben. Dennoch sind gewisse Dinge, wie Probleme bei der Indexierung oder auch Ladezeiten einer Website, immer Faktoren, die vermeidbare Fehler darstellen.

Wie kann man das vermeiden?
Eine Website ist nur so gut, wie es auch Betreiber, Administratoren, SEOs, Webentwickler und Designer sind. SEO-Experten sollten frühzeitig und fortwährend im Projekt arbeiten. Im Idealfall ist das der Experte in Sachen Suchmaschinenoptimierung, aber auch in Webentwicklung, Design und verfügt über Expertenwissen in Sachen SMM. Die Disziplinen scheinen hier nicht mehr so getrennt voneinander gesehen zu werden.

Gute Beiträge sind es wert geteilt zu werden!
Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+0Share on Tumblr0Share on Xing

Hinterlasse als Erster einen Kommentar

Name*
Email*

Kommentar