Qualitätsfaktor: wie Google definiert, was Seiten von niedriger Qualität sind

Veröffentlicht in: Suchmaschinenoptimierung, am: 20 Oktober 2017 | No Comments |
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Was sieht Google als eine Website von minderwertiger Qualität an und was nicht? Diese multifaktorielle Einordnung ist nicht immer gleich auszumachen – zu komplex sind die Qualitätskriterien und Algorithmen der Suchmaschine. Dieser Beitrag behandelt eben diese Websites die von niedriger Qualität sind, oder vielmehr als solche eingestuft werden. Als Webmaster erfahren Sie wichtige Dinge über Optimierungsschritte, die ergriffen werden sollten, wenn es wirklich einmal so ist, dass Seiten schlecht eingestuft werden.

Improved Quality

Improved Quality. (c) Bildquelle: flickr / Tim / CC BY 2.0

 

Wir haben bereits Experimente zur Entfernung von Seiten schlechter Qualität erwähnt, die Moz und SimilarWeb durchgeführt haben: sie entfernten minderwertige Unterseiten von ihren Websites und verzeichneten das Wachstum von Rankings in den organischen Suchergebnissen von Google.

Die Spreu vom Weizen trennen

Bisweilen galt unter Webmastern das Vorgehen, bei Sanktionen von Google, aber auch zu Verbesserung von Rankings, Seiten von minderwertiger Qualität zu entfernen oder zu entschärfen. Das führte zu einer Verbesserung der Positionen in den Suchergebnissen, die Taktik wurde von einer großen Anzahl von Spezialisten getestet. Die Schwierigkeit besteht darin, zu bestimmen, welche Seiten als minderwertig gelten und diese zuverlässig auszumachen. Gewissermaßen die Spreu vom Weizen zu trennen.

Was ist „Qualität“ aus Sicht von Google?

Also hat Google einige Vorstellungen davon, was qualitativ hochwertig und was minderwertige Inhalte sind. Einige der Kriterien sind offensichtlich und fast jeder kennt sie. Zur gleichen Zeit liegen andere nicht an der Oberfläche und sind faszinierender. Schauen wir uns diese noch genauer an.

  • Google möchte einzigartige Inhalte sehen
  • Google möchte sicherstellen, dass Inhalte einen eindeutigen Wert für die Benutzer darstellen, das heißt nicht lediglich Unique Content durch einzigartige Worte und Sätze, sondern Mehrwert im Vergleich zu anderen Angeboten zum gleichen Thema
  • Google möchte eine große Anzahl von natürlichen Links sehen, die auf die Seite verweisen. Sind diese Links stark und kommen von guten Linkegeberseiten, dann ist das immer noch aus Sicht der Suchmaschine ein Qualitätsmerkmal
  • Google möchte hochwertige Seiten sehen, die mit der Seite intern verknüpft sind
  • Google möchte, dass der Seitenbesucher eine Antwort auf seine Frage auf der Seite findet

Das ist übrigens ein nicht wirklich offensichtlicher Faktor. Zum Beispiel sucht der User nach einem bestimmten Thema, beispielsweise [SEO Qualitätsfaktoren]. Er gibt bei Google [SEO Qualitätsfaktoren] ein und Google stellt ihm sofort eine bestimmte Seite als Antwort zur Verfügung.

Der Benutzer klickt auf den Link, und bleibt auf der Seite, und kehrt dann zu Google und tritt in eine völlig andere Anfrage, besucht eine andere Website, und öffnet dann die Website des E-Mail Dienstes. Zu dem sagt Google, dass die Seite auf die Anfrage des Benutzers reagiert hat und die User Anfrage befriedigt wurde.

Wenn ein Internetuser eine Seite besucht, die von schlechter Qualität ist, dann doch schnell von der Seite abspringt und wieder zu den Suchergebnissen von Google zurückkehrt, dann kommt Google folglich zu dem Schluss, dass die Website die Anfrage des Nutzers nicht beantworten konnte. Kommt es häufig vor, dann ist in diesem Fall die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Suchergebnis nicht seiner Anfrage entsprechend ausgerichtet war. Dann kann die Seite als eine von niedriger Qualität eingestuft werden.

  • Seiten sollten schnell geladen werden, ohne lange Ladezeiten
  • Google erwartet ein intuitives und nutzerfreundliches Design der Website auf jedem Gerät unabhängig von seiner Größe
  • Google möchte fehlerfreie Inhalte sehen, die sauber verfasst sind. Dieser Punkt mag überraschend erscheinen, aber eine Reihe von Test belegen, dass Rechtschreib- und Grammatikfehler zu Sanktionierung führen können. Daraus folgend kann man sagen, dass Google das analysiert
  • Inhalte ohne Text müssen über eine Textalternative verfügen. Deshalb fördert Google die Verwendung des alt-Attributs bei Bildern und Description bei Videos
  • Google bevorzugt Inhalte, die leicht zu konsumieren und verstehen sind. Dieser Aspekt wird mit einer Reihe unterschiedlicher Dinge bewertet. Die Algorithmen sind durchaus in der Lage hier eine Bewertung vorzunehmen
  • Google bevorzugt ebenso Inhalte, in denen ein Erkenntnisgewinn für die Nutzer steckt. Das kann dadurch erreicht werden, dass Quellen angegeben aber auch weitere Themenrelevante Inhalte verlinkt werden

Das ist nicht die ganze Liste, aber diese Faktoren lassen Google über die Qualität eines Angebots entscheiden, aufgrund dessen sich das Ranking verbessert oder auch nicht.

Manuelle Überprüfung von Seiten

Man könnte Inhalte manuell auf Relevanz, Aktualität und weitere wichtige SEO-Metriken überprüfen

Manuelle Überprüfung der Website durchführen
 

Wie können SEO-Spezialisten Seiten von schlechter Qualität auf der Website identifizieren?

Es gibt zwar keine allgemeingültige Vorgehensweise, dennoch kann auf einige Aspekte hin überprüft werden. Dies kann uns schließlich helfen zu verstehen, was mit solchen Seiten gemacht werden kann (löschen, verbessern oder vielleicht sonst etwas?)

Um Seiten minderer Qualität auf der eigenen Website auszumachen, können Sie folgendermaßen vorgehen:
Im Allgemeinen sich nicht blind auf solche Indikatoren versteifen, wie:

  • eine „bloße“ Verweildauer auf der Webiste
  • eine „bloße“ Absprungrate
  • Seitenbesuche aus den organischen Suchergebnissen
  • Conversions

Warum nicht? Denn das sind auch Signale, die irreführend sein können.

Sind Besucher einer Website zu lange auf dieser Site, dann kann das unter anderem ein Zeichen dafür sein, dass man sich mit den Inhalten auseinandersetzen muss und man frustriert darüber sein könnte, die gesuchten Informationen nicht direkt zu finden. Ein Zeichen dafür, dass Inhalte schlecht aufgearbeitet sind.

In diesem Fall kann ein Nutzer zu den Suchergebnissen zurückkehren und auf ein anderes Angebot kommen, das seine Anfrage beantwortet. Ebenso kann es jedoch sein, dass man auf der Website mit Pop-up konfrontiert wird oder auf der Website übermäßig scrollen muss und die Website nicht sofort verlassen kann. In jedem Fall ist man mit dem Suchergebnis trotz hoher Verweildauer nicht zufrieden.

Die Absprungrate funktioniert in ähnlicher Weise. Eine hohe Absprungrate kann eine positive Sache sein, weil sie darauf hindeuten kann, dass Nutzer schnell finden, was sie suchen, dann das Angebot verlassen, und das den nächsten Schritt das Verlassen eben erforderlich macht. In diesen Fällen kann die Ausfallrate bei 80 bis 90 Prozent liegen, aber die Website hat das Gesuchte geliefert und wird von Google positiv bewertet.

Gleiches gilt für die Übergänge aus der organischen Suche. Beispielsweise kann eine qualitativ schlechte Seite dennoch aus anderen Gründen eine erhebliche Menge an organischem Traffic erhalten, aber der Inhalt seine Benutzer frustrieren. Analysiert man die Website statt einiger Tage, über Wochen und Monate, dann erhält man weitere Erkenntnisse darüber, wie und warum es zu diesem Traffic kommt. Die Seite bleibt jedoch von schlechter Qualität.

Conversions sind ein weiteres Beispiel. Beispielsweise werden Besucher auf der Seite nicht konvertiert. Dies kann als eine Gelegenheit dazu gesehen werden, die Sammlung von Cookies zu verweigern, ein Remarketing auszuführen oder Benutzer zum Abonnieren eines Newsletters einzuladen. Die Tatsache, dass nicht sofort konvertiert wird, kann jedoch nicht immer und präzise auf die Qualität der Seite bezogen werden.

Nerd

Nerd. (c) Bildquelle: flickr / Jeremy Brooks / CC BY 2.0

 

An welcher Stelle sollte man mit der Analyse denn beginnen?

Bei der Bewertung der Qualität der Seiten, orientieren Sie sich an der Kombination von Metriken.

Es kann eine Kombination von Involviertheitsmetriken sein, beispielsweise:

  • Gesamtzahl der Seitenzugriffe und
  • Anzahl externer und interner Seitenbesucher

Untersuchen Sie, wie viele Seiten während eines Besuchs durchgesehen werden. Wenn der Benutzer nach dem Seitenzugriff weitere Unterseiten besucht, ist dies ein gutes Zeichen. Wenn die durchschnittliche Anzahl besuchter Unterseiten sehr niedrig ist, ist dies schlechter. Dieser Indikator sollte jedoch nicht isoliert von anderen Metriken betrachtet werden. Diese Daten müssen in Verbindung mit solchen Indikatoren wie Verweildauer, Absprungrate, Gesamtanzahl interner und externer Seitenzugriffe analysiert werden.

Sie können mehrere Offsite-Metriken kombinieren. Zum Beispiel:

  • Externe Links
  • Anzahl der verweisenden Domain-Startseiten

Hier können solche Indikatoren wie die Glaubwürdigkeit einer Seite und die Anzahl der Reposts in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter und LinkedIn, betrachtet werden. Wenn Sie sehen, dass eine Seite eine große Anzahl von Reposts erhält, dann ist dies höchstwahrscheinlich eine qualitativ hochwertige Seite, auch wenn sie nicht an den Bedürfnissen des Nutzers orientiert ist.

Vom Märchen, dass Likes und Shares keinen Einfluss auf Rankings hätten

Suchmaschinen-Metriken. Sie können solche Indikatoren wie folgt analysieren:

  • Indexierung. Wenn die Sie die URL in die Suchleiste von Google eingeben, können Sie sehen, ob die Seite indexiert wurde
  • Sie können auch überprüfen, welche Seiten bei der Suche nach ihren eigenen Titles wie gut gefunden werden
  • In der Suchkonsole können Sie die Klickrate überprüfen
  • Duplicate Content und Kannibalisierung

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SEO Seitencheck

Zwei SEOs testen Seiten. (c) Bildquelle: flickr / Goh / CC BY 2.0

 

Führen Sie eine manuelle Überprüfung von Seiten durch

Führen Sie eine manuelle Überprüfung von Seiten durch. Überprüfen Sie Inhalte daraufhin, ob sie nicht veraltet sind oder noch eine Relevanz für Ihre Nutzer aufweisen. Entsprechen Inhalte noch den Standards des Unternehmens?

Verteilen Sie die Seiten auf die folgenden drei Gruppen:

Hohe Qualität

Hochwertige Inhalte, die Sie behalten wollen

Braucht Verbesserung

Diese Kategorie enthält die Seiten, die gut genug sind, um in den Suchmaschinen zu bleiben. Sie schaden Ihrer Marke nicht und verursachen offensichtlich keine Sanktionen für qualitativ minderwertige Inhalte. Allerdings erfüllen sie nicht Ihre Erwartungen. Dies bedeutet, dass Sie diesen Inhalt erneut veröffentlichen oder verbessern können.

Niedrige Qualität

Diese Seiten entsprechen nicht den oben beschriebenen Standards, aber sie sollten nicht sofort gelöscht werden. Testen Sie damit. Wählen Sie die schlechtesten Seiten aus, entfernen Sie sie von der Website, während Sie Kopien behalten und sehen, wie sich das auf die Indexierung auswirkt und ob neue Inhalte besser indexiert und alte besser gerankt werden.

Gute Beiträge sind es wert geteilt zu werden!
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