Qualitätsfaktor in der organischen Google-Suche

Veröffentlicht in: Suchmaschinenoptimierung, am: 19 Oktober 2017 | 1 Comment |
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Stellen Sie sich für einen Moment vor, dass Google einen Qualitätsfaktor in der organischen Suche verwendet. Lassen Sie uns ebenso vorstellen, dass er dieselben Metriken dafür nutzt, wie für den Qualität Score in AdWords und zwar die Verweildauer, Bounce Rate und das grundsätzliche Nutzerverhalten des Seitenbesuchers.

Die Frage ist: Wie funktioniert dieser Indikator tatsächlich und wie kann man die Seiten dafür optimieren?

Qualität

Qualität. (c) Bildquelle: flickr / Shira Golding Evergreen / CC BY 2.0

 

Obwohl es keine Belege für seine Existenz gibt, ist die Qualität der Ergebnisse in der organischen Suche ein Konzept, das viele SEO-Experten seit einigen Jahren angedacht haben. Überlegungen dazu hat Rand Fishkin, Gründer von MOZ, angestellt. Im Folgenden werden wir Beispiele dafür aus der Praxis betrachten.

Wir berichten über die Nutzerverhaltensfaktoren übrigens bereits seit Ende 2013

Ausgangssituation

Zum Beispiel wir haben eine sehr einfache Website mit der Domain example.tld mit drei Bereichen: „Produkte“, „Blog“ und „Über uns“. Im Bereich „Produkte“ haben wir eine Unterseite „xyz.html“, die bei der Durchsicht bestimmter Metriken an Google Kennzahlen liefert.

Google verknüpft mit dieser Unterseite bestimmte Aktivitäten, die sie beobachtet, auf Grundlage der von uns bereits bekannten Browser-Daten, Klickraten und Suchdaten, sowie Statistiken über Besuche über die Suchergebnisse und Rückkehr zu den Suchergebnissen – das heißt, alle Daten über Suche, Klicks und Nutzerverhalten, die schon wiederholt erwähnt wurden.

Website Schema

Website Schema. (c) Bildquelle: flickr / Michael / CC BY 2.0

 

So kann Google folgende Metriken auswerten:

  • Anzahl der Rückkehrer zu den Suchergebnissen
  • die durchschnittliche Anzahl der durchgesehenen Seiten pro Besucher (wenn der Benutzer auf die Website geht und sich mehr als einen Unterseite ansieht)
  • die durchschnittliche Verweildauer
  • Anzahl direkter Zugriffe auf die Website über die direkte Browsereingabe
  • Such-Hits und Conversions in den Suchergebnissen
  • und vielleicht eine Reihe anderer Daten, wie Anzahl direkter Browsereingaben oder, ob nach dem Firmennamen gesucht wurde etc.

Vielleicht sind diese Faktoren auch von der Region und Art des verwendeten Geräts, sowie auch von der Personalisierung abhängig oder von all dem zusammen.

Aber unabhängig davon, welche Faktoren genau das sind, könnte man sich gut vorstellen, dass Google eine Vorstellung davon hat, wie die Seite in Suchergebnissen funktioniert.

(Fast) alles, was man über Nutzerverhalten Metriken wissen soll, findet man hier

SEO-Theorien

Mehrere SEO-Experte haben sich schon über die mögliche Existenz von dem Qualitätsfaktor geäußert.

Organischer Qualitätsfaktor. Quelle: de.123rf.com
 

Bestehende SEO-Theorien über einen organischen Qualitätsfaktor

Mehrere SEO-Fachleute haben sich schon über die mögliche Existenz von dem Qualitätsfaktor geäußert. Hier ist die Kurzfassung dieser Äußerungen:

1. Wahrscheinlich basiert er auf Daten über die Suchanfragen, Klicks, Nutzeraktivität, Seitenbesuche, etc. (Nutzerverhaltensfaktoren)
Man zweifelt keinesfalls daran, dass der Prozess der Bewertung von Seiten durch Google viel komplizierter ist, als wir ihn beschreiben. Übrigens widerspricht Google öffentlich ganz vielen Metriken.

Zum Beispiel sagt Google: „Wir berücksichtigen nicht die Zeit, die der Benutzer auf der Website verbracht hat. Das kann sich übrigens unterscheiden, denn manchmal ist eine geringe Verweildauer auf einer Website gut. (D.h., dass man schnell fündig wurde, Komm. Redaktion)“.

Großartig. Das heißt, dass Google es versteht, aber es wird ein moderneres und komplexeres Format für diese Daten verwendet, als die einfache Verweildauer, evtl. eine „Verweildauer mit Abstrichen“.

2. Man ist auch überzeugt davon, dass dieser Faktor auf drei verschiedenen Ebenen angewendet wird
Dies resultiert aus durchgeführten Experimenten, sowie auch dem, was seitens Google bekannt gegeben wurde.

Domain-Ebene
Wenn es innerhalb einer Domain viele Seiten von einer hohen Qualität gibt, dann kann Google andere Unterseiten dieser Domain auch bevorzugt betrachten.

Subdomain-Ebene
Man geht davon aus, dass Subdomains anderen Bewertungskriterien unterliegen, als das bei Hauptdomains der Fall ist. Verschiedene Subdomains können auch auf unterschiedliche Weise ausgewertet werden. Wenn die eine Seite über hochwertige Inhalte verfügt, aber eine andere nicht, dann kann Google nicht die gleichen Rankingsignale oder den Backlinksaft auf diese Subdomain übertragen.

Unterordner-Ebene
Das Gleiche gilt für Unterordner, wenn auch in geringerem Maße. Tatsächlich geschieht das in absteigender Reihenfolge.

3. Das Vorhandensein des Qualitätsfaktors bietet eine Reihe von Vorteilen:
Das Wichtigste: höhere Positionen in den Suchergebnissen, auch (vorerst) ohne andere Qualitätssignale. Auch wenn einer (frischen) Unterseite andere Qualitätssignale vorerst fehlen, sie sich aber im selben Bereich befindet, wie die anderen Unterseiten, die bereits den hohen Qualitätsfaktor genießen, wird Google die Position dieser Seite in den Suchergebnissen von Anfang an präferieren.

Angenommen, diese frische Unterseite würde sich im anderen Unterverzeichnis, einer anderen Domain oder Subdomain befinden, bekäme sie diesen Bonus von Google nicht.

Algorithmen

Algorithmen. (c) Bildquelle: flickr / Ben Watkin / CC BY 2.0

 

Drei Möglichkeiten zur Verbesserung des organischen Qualitätsfaktors:

Sie können nicht unbedingt daran festhalten und glauben, aber sicherlich haben Sie bemerkt, dass es bestimmte Qualitätsfaktoren gibt, die in diese Richtung tendieren. Im Folgenden sind drei Möglichkeiten aufgeführt, die zu einer Verbesserung des Qualitätsfaktors und folglich einer Website in den Suchergebnissen führen:

Lesen Sie auch: SWOT-Analyse mit Google-Operatoren. SEO-Potenziale richtig erkennen

1. Fügen Sie weitere funktionierende Seiten hinzu

Wenn Sie wissen, welche Art von Seiten eine höhere Priorität und bessere Suchpositionen bei Google erreichen, erhöhen Sie die Anzahl solcher Unterseiten.

2. Verbesserung der Qualität bereits vorhandener Seiten

Wenn Sie sehen, dass bestimmte Unterseiten schlechte Nutzerverhalten Faktoren aufweisen, verbessern Sie diese Unterseiten. Um dies zu tun, können Sie Inhalte, Navigation, Benutzerfreundlichkeit, Benutzererfahrung, Ladezeiten und beispielsweise die visuellen Elemente auf der Seite verbessern.

Alles, was den Besucher auf der Seite hält und seine Informationsbedürfnisse deckt. Nachdem Sie das alles verbessert haben, wirkt sich das positiv auf die Qualitätsindikatoren aus.

3. Seiten ohne Funktion entfernen

Um dies zu tun, können Sie verschiedene Methoden anwenden. Richten Sie eine Umleitung auf eine andere Seite ein, die für die spezifische Anfrage des Nutzers relevant sein könnte. Konfigurieren Sie 404-Fehlerseiten oder schließen Sie die Seite aus der Indexierung mit dem Noindex-Attribut, dem Roboter-Meta-Tag oder der robots.txt-Datei aus.

Die SEO-Verantwortliche bei MOZ, Britney Muller, gab an, dass sie Tausende von schlechten Seiten bei MOZ löschte und somit für die verbliebenen Unterseiten die Positionen, als auch den Traffic auf die Website deutlich steigern konnte. Über ähnliche Erfahrungen berichtete auch Roy Hinkis von SimilarWeb.

Also raten wir Ihnen, Ihre Indikatoren zu betrachten und ineffiziente Seiten zu finden. Als nächstes müssen Sie entscheiden, ob Sie diese Seiten verbessern können oder ob sie entfernt werden müssen. Auch sollten Sie über das Hinzufügen neuer Seiten mit einer hohen organischen Qualität / Punktzahl nachdenken.

Gute Beiträge sind es wert geteilt zu werden!
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