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Matt Cutts Prognosen für die nahe Zukunft

Veröffentlicht in: Suchmaschinenoptimierung, am: 26 Mai 2013 | 10 Comments |

Matt Cutts, der Leiter der Anti-Spam-Abteilung bei , sprach über das, was Webmaster und Suchmaschinenoptimierer in den nächsten Monaten erwartet – und die Internetcommunity horcht der Stimme Googles und versucht zwischen den Zeilen zu lesen.

Denn jeder weiß, dass Updates und Veränderungen in Googles Algorithmen immer eine massive Auswirkung auf internetaffine Geschäftszweige haben und über Wohl und Leid eines Onlinegeschäfts entscheiden können.

Matt Cutts

Matt Cutts

 

1. Penguin 2.0

Penguin erhält eine Update. Am 22.05 erhielt Penguin den Zusatz „2.0“ und den Beinamen „next generation“, also Penguin 2.0 next generation. Der neue Algorithmus wird, viel mehr als bisher, Unterseiten mit in die Bewertung von Websites einbeziehen. Ansonsten hat Google gekaufte Backlinks abgewertet und Linknetzwerke abgestraft.

Mehr dazu im separaten Beitrag»

2. Kampf gegen bezahlte Links von (Trusted) News Sites

Anfang des Jahres hat Google bereits eine Warnung ausgesprochen, und zwar gegen diejenigen Websites, die in Google News gelistet werden aber Werbeartikel mit den darin enthaltenen Werbebacklinks veröffentlichen.

Werbung an sich ist nicht falsch, betont Cutts, solange dadurch kein Einfluss auf genommen wird. Google hat also vor, in absehbarer Zukunft schärfere Maßnahmen gegen Trusted und News Sites zu ergreifen, die gegen verstoßen.

Google empfiehlt solchen Seiten nachdrücklich, den Nicht-News Content zu entfernen(!) oder über robots.txt unzugänglich zu machen.

Damit setzt die Suchmaschine seinen Kampf für die Reinheit der Suchergebnisse fort und erinnert, dass die Contentqualität wichtiger ist, als kurzfristiger Gewinn. Viele Punkte bleiben jedoch unklar. Zum Beispiel wie Google erkennen wird, welche hochwertigen Inhalte und Publikationen hochwertig sind und welche als Werbung anzusehen sind.

Auf eine besonders scharfe Kritik stoßen Cutts Thesen wie bereits gewöhnlich in Russland. Tja, die russischen Webmaster haben es gut, Google in Russland ist kein Monopolist und daran wird es in jeder Diskussion erinnert.

Die harmlosesten Aussagen, die von den russischen Kollegen bezüglich der von Cutts angesprochenen Werbeartikel zu lesen sind:

„.. die meisten Medien betreiben häufig Reposting und zwar beziehen sie sich dabei auf die Quelle in Form von einem Backlink. Will Google sie alle eliminieren?
Oder
.. wir werden von einem Unternehmen in Bezug auf die Contentreinheit und Contentqualität angemahnt, das in seinen SERPs manchmal sieben von zehn Plätzen mit Werbung belegt. Was soll das?
.. was sind denn keine Black Hat ? – AdWords!“

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3. Mehr Aufmerksamkeit für die traditionell spammy Bereiche

Googles Spam Team wird in Zukunft noch mehr Augenmerk auf Websites legen, die häufig Spammy SEO Methoden anwenden bzw. zur Black Hat SEO Werkzeugkiste greifen. Dabei wird noch mehr auf die stark umkämpften Branchen (wie Finanzen, Sex, Glücksspiele, Immobilienbranche) geachtet sowie auf die Websites, von denen eine Spamgefahr ausgeht.

4. Gekaufte Links

Keine spricht darüber, alle tun es. Zum einen werden Backlinks zum Kauf angeboten, zum anderen besteht eine große Nachfrage nach guten Backlinks. Google will in Zukunft noch stärker diesen Bereich untersuchen und den Wert der aus verschiedenen Quellen erworbenen bezahlten Links zurückseten. Es gibt Spekulationen darüber, dass Google seinen Kampf gegen Linkbörsen fortsetzt.

5. Ausgefeilte Backlinksanalyse

Laut Matt Cutts, arbeitet Google derzeit an Techniken, die eine tiefer gehende Analyse der Backlinks und Ihrer Zusammenhänge ermöglichen. (Werden Linknetzwerke demnächst stärker ins Visier genommen?)

6. Infizierte und gehackte Websites

Der gesamte Bereich der gehackten Websites und Spybots beschäftigt Suchmaschinenexperten und IT-Sicherheitsleute. Schon jetzt ist Google Vorreiter auf diesem Gebiet und erkennt Malware besser als andere Suchmaschinen.

Ständig arbeitet Google daran, Technologien zu entwickeln, die es ermöglichen diese Art von Websites besser auszumachen. In naher Zukunft soll Google über ein neues Feature verfügen, das diese Seiten noch besser erkennt.

Weiterhin plant Google in Zukunft noch besser mit Webmastern zusammenzuarbeiten und beispielsweise Infos zu schicken, dass bestimmte Sites Malware enthalten. Die letzten Angriffswellen auf Joomla und WordPress zeigen auf, dass das Problem sehr aktuell ist. Zur Erinnerung: heutzutage läuft die Kommunikation zwischen Google und einem Webseitenbetreiber über . Es bleibt jedoch unklar, ob Google in diesem Bereich kardinal etwas verändern wird.

Mehr dazu im separaten Beitrag >>

7. Vorteile für Authority Websites

Google verspricht, um die Position von Websites, die maßgebliche in einer bestimmten Branche oder einem bestimmten Thema sind, zu verbessern.
Google kündigt an, Autoritätsgrößen besser in den Suchergebnissen darzustellen.

8. Panda

Eine einzige eindeutig positive Nachricht.

Matt Cutts hat mitgeteilt, dass einige Seiten, die vom betroffen sind, in der Tat Grenzfälle sind. Google sucht nach Möglichkeiten diesen Missstand zu auszuräumen, durch u.A. zusätzliche Gewichtungskriterien. In der Praxis würde das dann so aussehen, dass die Auswirkungen abgemildert wären, wenn man Inhaltliches berücksichtigt.

Dass mehr Content auf einer Seite zu einem besseren Ranking führt, ist vielen Seitenbetreibern klar und es wird fleißig Content über Content in Websites eingepflegt. Das führt dazu, dass sich das Netz sozusagen immer weiter aufbläht und mit vielfach inhaltlosen Content anfüllt. Hier will Google ebenfalls andere Maßstäbe ansetzen. Fakt ist, dass es Branchen gibt, die mit ihrer Webpräsenz einfach wenig Content benötigen, aus der Natur der Sache heraus. Diese Seiten werden bis dato schlechter bewertet, da contentarm.

9. Links von der gleichen Domäne in den SERPs

Die Anzahl der Links aus der gleichen Domäne auf der ersten Seite (TopTen) der Suchergebnisse wird in diesem Jahr reduziert werden. Laut Matt Cutts, will Google die Suchergebnisse auf der ersten Seite vielfältiger machen. Auf der zweiten Ergebnisseite wird man häufiger die Ergebnisse von der selben Domain zu sehen bekommen.

10. Benachrichtigungen über Webmaster Tools

Insgesamt plant Google einen besseren Austausch und Zusammenarbeit mit den Webmastern. Laut Matt Cutts wird derzeit an hilfreichen Features bei Google Webmaster Tools gearbeitet, und zwar möchte Google mehr Beispiele in den Messages und Benachrichtigungen bringen (was eigentlich längst überfällig ist, anstatt von blöden Mails die ausschließlich mit Links zu den FAQ-Themen gefüllt sind)

Fazit

Alles in Allem muss man sagen, dass es sich so leben lässt. Besonders nett wäre es, wenn Google Punkte 6, 8 und 10 schnellstens realisieren würde. Ansonsten bleibt alles mehr oder weniger beim Alten, die Suchmaschinenoptimierung wird eindeutig zu der Königsdisziplin im gesamten Online Marketing Bereich und verlangt immer stärker nach Langfristigkeit und Nachhaltigkeit bei allen zu durchführenden Maßnahmen.

Gute Beiträge sind es wert geteilt zu werden!

10 Kommentare zum Beitrag : Matt Cutts Prognosen für die nahe Zukunft

  1. Gesine Freitag sagt:

    Wie kommt jemand zu dem Ergebnis, dass SEO demnächst wohl die Königsdisziplin im Onlinemarketing ist? SEO ist ein wichtiger Teil des Ganzen – unbestritten – aber auch nicht mehr. Das Zusammenspiel von SEOs, denen, die in der Lage sind guten Content zu produzieren (also die Redakteure) und den Werbern (von denen Google massiv profitiert) ist der Schlüssel. SEO als Königsdisziplin zu sehen und damit über die anderen zu stellen, ist der erste Schritt in die falsche Richtung.

  2. Hallo Gesine,
    vielen Dank für deine Meinung!

    SEO als Königsdisziplin im Onlinemarketing betrachten wir weil:
    1. Jeder Bär nach seiner Höhle brummt 😉
    2. SEO häufig das günstige Mittel für hochwertige Besucher ist
    3. SEO transparenter und messbarer ist, als viele andere Marketing Maßnahmen
    4. Nur wenige Methoden komplexer und effizienter sind

    https://www.design4u.org/suchmaschinenoptimierung/mit-welchen-beteiligten-kommuniziert-ein-seo-moglicherweise-diplomarbeit-seo-strategien-kapitel-4-6-1/

    Eine Online Redaktion, die den guten Content produzieren kann, betrachtet man normalerweise als einen festen Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Ein Zusammenspiel von Textern und SEOs bringt tatsächlich die besten Ergebnisse. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass SEO die Königsdisziplin ist und bleibt 😉

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