Linkbuilding Strategien – nichts ist mehr, wie es war

Veröffentlicht in: Suchmaschinenoptimierung, am: 25 Februar 2017 | No Comments |
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Suchtechnologien haben in den letzten Jahren Quantensprünge gemacht. Kaum war ein neues Suchmaschinenupdate raus und eine ganze SEO Branche halbwegs auf die neuen Anforderungen der Suchmaschinenoptimierung eingestellt, konnte schon das nächste Update und der Algorithmenwechsel bei den Suchmaschinen folgen. Nichts war und ist mehr so, wie wir es gewohnt waren… 2013-2014 kann aber als Wendepunkt für die ganze Branche bezeichnet werden. Spätestens ab dann gilt: entweder ganz anders mit der Backlinkmasse arbeiten oder es kommt das faktische Aus für Ihre Projekte.

Change!

Change! (c) Bildquelle: flickr / Gian / CC BY 2.0

 

Backlinks – geht noch was?

Spätestens nach der Ankündigung der russischen Suchmaschine Yandex ganz auf Backlinks als Rankingfaktor zu verzichten, die anfänglich noch als Ammenmärchen abgetan wurde und nach dem Google-Update „Penguin“, mussten Linkbuilder aus ihrer Komfortzone. Der Großeinkauf von Links wurde wirkungslos. Linkbörsen, Linkverkauf- und Tausch sind tot. Wenn man bedenkt, dass in einigen Bereichen und Branchen die Budgets für den Linkkauf vier- oder fünfstellige Zahlen monatlich erreicht hatten, war das schon ein großer Eingriff in die Szene.

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Genau durch die Anzahl der Links wurde die Logik der Suchergebnisse bestimmt und zu einem gewissen Grad wurde die Situation von den Suchmaschinen selbst hervorgerufen und gepflegt. Die Algorithmen waren so, dass wenn viele Seiten auf eine Seite mit einem bestimmten Ankertext verlinkt haben, das bedeutet, dass diese Seite eben mit diesem Ankertext verbunden war.

Die Situation heute ist die, dass schlechte Links einer Website massiv schaden, besonders in der hohen Anzahl, wobei gute Qualitätslinks einer Seite weiterhin nützen. Die Qualität eines Links ist nach wie vor ein wichtiges Kriterium.

Was in der Vergangenheit vielfach Links waren, die sich im Tausender-, Zehntausender oder gar Hundertausenderbereich abgespielt haben und für eine Suchmaschinenförderung nützlich waren, bewegt sich heute eher im Bereich einiger Dutzender von Qualitätslinks.

Backlinkaufbau. Vorgehensweise

Unter den heutigen Gegebenheiten stellt sich immer wieder die Frage, wie ein Linkaufbau erfolgen sollte, in welchem Tempo und Umfang, damit die Suchmaschinen das nicht als Linksexplosion werten und eine Website im Ranking abwerten? Wie könnte dabei die optimale Linkgeschwindigkeit beim Linkaufbau aussehen?

Es existieren vier wichtigste Kennzahlen, auf die Suchmaschinen vermutlich achten: die Linkanzahl, die Qualität der Spenderseiten, die Vielfältigkeit der Backlinkmasse und das Tempo des Entstehens neuer Backlinks. Gibt es zuverlässige Methoden für ihre Messung und Auswertung?

Grundsätzlich gilt:

  • Den Linkaufbau nicht überreizen. Langsamer und organischer Linkaufbau sind heute gefordert.
  • Die Geschwindigkeit beim Linkaufbau eher langsamer ausrichten.
  • Besser als sehr viele Ramschlinks von mäßiger Qualität, sind wenige hochwertige Backlinks, die thematisch passen sollten. Linkkauf über Linkbörsen sollte für einen seriösen SEO, der lang- oder mittelfristig Erfolg haben möchte, kein Thema mehr sein.

Beispiel

Betrachten wir ein Beispiel. Ihr Konkurrent kann Tausende oder sogar Zehntausende von Links haben. Aber Sie können ihn mit nur zwei, drei Dutzend Backlinks überholen. Und wir wissen, wovon wir sprechen – diesen Trick haben wir viele Male in den letzten paar Jahren angewendet.

Unterm Strich ist es so, dass Ihre Website höher eingestuft wird, wenn Sie über zwei, drei Dutzende externer Links von höherer Qualität verfügt und wenn sie nach und nach über einen definierten Zeitraum platziert wurden. Mit anderen Worten bevorzugen Suchmaschinen starke, natürliche Links.

Organisches Linkbuilding zeigt nur langsam Wirkung. Suchmaschinen sind sich dessen bewusst, so ist für sie das Erscheinen von Tausenden von neuen Backlinks pro Tag, eine Woche oder sogar einen Monat sehr suspekt.

Die Frage „wie viele Links generiert werden sollten“, dass dies nicht als eine Art schädliche „Linkexplosion“ bewertet wird? Die Antwort ist einfach: Google ist dank Big Data in der Lage, große Datenmengen zu verarbeiten. Es rechnet eine Art Durchschnittswert in Ihrem Bereich aus.

Wenn die Seiten Ihrer Konkurrenten durchschnittlich 2-3 Links pro Woche erhalten, was kann dann eine Steigerung von Backlinks um 100-150 Links pro Woche bedeuten? Sicherlich nichts Gutes.

Wie wählt man eine optimale Geschwindigkeit für den Linkaufbau aus? Stellen Sie sich vor, dass Sie Backlinks für eine Seite bekommen möchten, zum Beispiel für den Suchbegriff „Zahnarzt Köln“. Sie verstehen, dass die wertvollsten Links in Bezug auf Suchmaschinen die Links sind, die von Seiten kommen, die in der Top-100 für diesen Begriff ranken. Also, um einen natürlichen hochwertigen Link zu erhalten, müssen Sie Hunderte von Websites finden und mit ihren Besitzern in Kontakt treten, um sie in irgendeiner Weise dafür zu interessieren, auf Ihr Projekt zu verweisen. Es ist nicht eine Frage von einem Tag oder einer Woche, nicht wahr? Suchmaschinen „wissen“ das auch.

Langsam und stetig gewinnt das Rennen

Langsam und stetig gewinnt das Rennen. (c) Bildquelle: flickr / Melusina Parkin / CC BY 2.0

 

Zusammenfassung lautet die Antwort auf die Frage nach den Bewertungskriterien für die Arbeit mit den externen Links folgendermaßen:

  • – Langsam und stetig gewinnt das Rennen, also immer an die optimale Geschwindigkeit des Linkaufbaus denken.
  • – Qualität statt Quantität.
  • – Besser als Hunderte Backlinks automatisiert kaufen, lieber Geld in qualitativ hochwertige Inhalte stecken. Man wird auf Ihre Website freiwillig verlinken.

Über Link-Anchors (Linktexte)

Die Grundlagen über Anker haben sich in der letzten Zeit geändert. Bis zum Google Update Penguin haben SEO’s versucht den Anchor-Text mit Schlüsselwörtern zu versehen und Keywords inflationär einzusetzen. Heute greift diese Vorgehensweise jedoch nicht mehr.

Keywords im Linktext? Denkt nicht extra daran. 10-20% solcher Backlinks reichen. Andere sollte man mit natürlichen Linktexten versehen und das wären Brand oder Marke, sowie auch Worte wie „hier“, „dort“, „unter www…“ etc.

Erstellt man gute Inhalte – bekommt man auch viele Links mit natürlichen Linktexten. Das sollte auch das Ziel sein. Man sollte auch das Nennen eines Domain-Namen (www.design4u.org) im Linktext nicht vergessen, denn das ist auch natürlich.

Über Gastbeiträge

Gastbeiträge zählen zu einer sehr effektiven Art und Weise, die richtig ausgeführt, gute Ergebnisse zeigt. Über diese Art der Veröffentlichungen kommt in der Regel guter Content auf die Websites, was auch wichtig ist. Gastbeiträge müssen moderiert und gepflegt werden und man weiß wie viel Arbeit das in Anspruch nimmt, aber am Ende stehen externe Links von guter Qualität.

Gastbeiträge in Form von interessanten Blogs sind gleichermaßen beim Leser, als auch bei den Bloggern ein beliebtes Kommunikationsmittel, das auch für das eigene Projekt förderlich und interessant sein kann. Links von verlässlichen Quellen sind förderlich für die eigene Site.

Die optimale Anzahl von Links

Es gibt keine optimale Anzahl von Links. In der Regel wird man versuchen die Links von möglichst unterschiedlichen Webseiten zu erhalten, um eine Diversität zu gewährleisten. Je glaubwürdiger eine Quelle ist, desto wertvoller der Link für die eigene Website.

Der Wert der Verbindungen zu sozialen Plattformen

Anders als vielfach und seitens der Suchmaschinen behauptet wird, haben Links und Shares auf sozialen Netzwerken durchaus einen Einfluss auf das Ranking in den Suchmaschinen. Wie wichtig aber Links von Facebook, Twitter, LinkedIn, YouTube sind, kann man nicht genau sagen. Die Frage ist in welchem Umfang sie von den Suchmaschinen berücksichtigt werden.

Wir haben ein Muster erkannt, das auch für Sie von Interesse sein dürfte. Suchpositionen Ihrer Website werden immer besser und kommen zumindest für die Long-Tail Suchbegriffe sogar in die Top-Ten, wenn sie eine große Anzahl von Likes und Tweets innerhalb weniger Stunden erhalten. Dann fallen sie nach und nach wieder, bleiben aber nicht auf dem Mindestniveau stehen sondern höher.

Offensichtlich existiert eine Art „News-Signal“ für Google, und wenn ein News eine Menge Shares und Likes, aber auch eine große Anzahl von Seitenbesuchern aus sozialen Netzwerken erhält, wird das Material als „heiße News“ bewertet und rankt dadurch häufig direkt vorne.

Haben Sie bemerkt, dass sehr häufig in den natürlichen Suchmaschinen-Ergebnissen zu den Websites, die von Monat zu Monat auf den ersten Plätzen zu einer bestimmten Suchanfrage liegen, Anfänger hinzukommen, der vor kurzem eine News veröffentlicht haben, die semantisch nahe des Suchbegriffs ist? Das ist das, was ein News-Signal ist.

Das heißt, dass ein Thema extra für bestimmte Suchbegriffe gewählt und beleuchtet werden kann, damit die Website darunter besser rankt. Sobald die News im Zeitverlauf weniger relevant werden, verliert die Website einiges an Suchpositionen, bleibt aber oft besser in den Suchergebnissen, als vor der News-Veröffentlichung.

So lohnt es sich, so viele Links von sozialen Netzwerken zu den internen Unterseiten zu erhalten, wie es nur geht.

SEO & SMM – Synergie im Doppelpack!

Die häufigsten Fehler und Mythen

Die häufigsten Fehler, die Webmastern bei der täglichen Arbeit mit Links passieren können und Fallstricke. Einer der klassischen Fehler, die nach wie vor immer noch häufig gemacht werden, ist der, dass man Links übernimmt ohne auf die Bedeutung und Qualität zu achten. Viele Keywords im Anchortext erweisen sich als kontraproduktiv. Der Wert eines solchen Links geht auf null.

Man braucht gute Inhalte, die echte soziale Signale und Seitenbesucher bringen. In diesem Fall wird der Wert eines Links oft erhöht, auch wenn der am Ende des Artikels steht und im Linktext „hier“, „Quelle“ oder „Website“ hat.

Zukunft vom Linkaufbau

Zukunft vom Linkaufbau (c) Bildquelle: flickr / Arthur John Picton / CC BY 2.0

 

Über die Zukunft von Linkbuilding

Wie wird in Zukunft das Linkbuilding aussehen? Diese Frage konkret zu beantworten, gleicht einem unseriösen Unterfangen. Was man sagen kann ist, dass es eine zunehmende Ausrichtung hin zu den sozialen Netzwerken geben wird, die sich heute schon deutlich abzeichnet.

User sehen die Kommentarfunktion immer noch als verlässliche Quelle an. Links, die aus Blogs kommen, eignen sich ebenfalls zum Linkaufbau, wenngleich nicht eine gesamte Strategie dort aufbauen sollte.

Für die nächsten drei bis fünf Jahre geht man davon aus, dass sich die Algorithmen der Suchmaschinen auf die sozialen Netzwerke weiter ausrichten werden und stärker mit einbeziehen. Das führt aber dazu, dass Suchmaschinen stärker auf die eigentlichen Quellen (Profile, Fanpages) achten, von welchen diese Links kommen.

Sie werden Links von einem bekannten und trusted Profil zu schätzen wissen. Also kaufen Sie keine 5.000 Tweets von gefakten Twitter-Accounts.

22 Tipps für mehr Traffic im komplizierten Nischen-Geschäft!

Und jetzt der wichtigste Tipp. Um heute die Qualität und Quantität der eingehenden Links zu erhöhen, die in Bezug auf Suchmaschinen seriös sind, gibt es nur einen Weg – durch die Qualität der Inhalte auf der Website zu erhöhen. Wert, Einzigartigkeit und Relevanz Ihrer Inhalte – ist ein Schlüssel zum erfolgreichen Backlinkaufbau.

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