Zusammenfassung

Eine neue Koalition von Aktivistengruppen, angeführt von Yelp und TripAdvisor, kämpft mit Google um Chancengleichheit für alle Websites in den Suchergebnissen. Insbesondere lehnt die Gruppe die Anzeige von SERP-Wissenskarten im SERP bei subjektiven Suchanfragen ab.

Der Verein umfasst Organisationen wie Fight For The Future, Consumer Watchdog.org und andere. Die Initiative wird von Vizepräsident für öffentliche Politik von Yelp, Luther Lowe, angeführt.

Laut Lowe sammelte die Gruppe Zehntausende von Dollar, um zielgerichtete Anzeigen auf Facebook, Instagram und Twitter zu schalten, die Google-Mitarbeiter auffordern zu analysieren, wie Blöcke in der lokalen Suche das offene Internet schädigten.

Yelp startete 2014 eine Kampagne gegen Google namens „FocusOnTheUser.eu“. Dies wurde zur Unterstützung der Untersuchung der Europäischen Kommission ins Leben gerufen.

Die neue Initiative konzentriert sich mehr auf Google-Mitarbeitern, als auf Regulierungsbehörden und umfasst neue Partner wie DemandProgress und American Family Voices.

Im Allgemeinen besteht die Anforderung der Gruppe darin, sicherzustellen, dass die Google-Ergebnisse mit den Ergebnissen anderer Websites konkurrieren und dass die Suchmaschine die Quellen in den Knowledge-Network-Karten eindeutiger identifiziert.

Genau an diesem Punkt entzündet sich der Streit: Wenn Google in der Suche eigene Informationsblöcke stark in den Vordergrund rückt, bleibt für andere Anbieter oft nur wenig Sichtbarkeit übrig. Für Nutzer kann das bequem wirken, für die betroffenen Websites aber schnell wie ein schmaler Korridor statt eines offenen Marktplatzes.

Aktivisten hoffen, dass wenn Google-Mitarbeiter diese Probleme ansprechen und das Unternehmen einem drohenden Rückzug von Spezialisten ausgesetzt sein könnte, dann könnte es zu einem Redesign der lokalen SERPs führen.

Um qualitative Veränderungen zu erreichen, brauchen Experten eine aktive Anti-Monopol-Regulierung durch die US-Regierung oder Massenproteste von Google-Mitarbeitern, sagen Experten. Andernfalls werden aus solchen Kampagnen keine signifikanten Ergebnisse geliefert.

Am Ende bleibt die Frage, wie viel Einfluss öffentliche Kampagnen tatsächlich haben. Sie können Druck aufbauen und Debatten verschieben, aber ohne regulatorische Folgen oder klare interne Reaktionen verpufft vieles schnell. Für die Branche ist das trotzdem ein Signal: Die Diskussion um Fairness in den Suchergebnissen ist längst nicht abgeschlossen.

Wir erinnern daran, dass Yelp Anfang vor kurzem eine neue Antitrust-Beschwerde gegen Google in der Europäischen Kommission eingereicht hat.

Weitere Lokale Suche SEO-News