Zusammenfassung

In einem kürzlich abgehaltenen Video-Meeting mit Webmastern hat John Mueller von Google enthüllt, dass gelegentlich einige Websites in einer Art „algorithmischer Vorhölle“ oder schwarzem Loch stecken bleiben können, weil Google die Aktualisierung des einen oder anderen Algorithmus eingestellt hat. Er wies darauf hin, dass einige Websites aus diesem Grund seit mehreren Jahren nicht mehr in der Lage sind, sich zu erholen oder ihre Positionen in den SERPs zu verbessern.

Laut Mueller befinden sich Websites deshalb in einem so seltsamen Zwischenzustand, weil ein Suchalgorithmus, der eine Website geprüft und für völlig unbrauchbar befunden hat, aus welchen Gründen auch immer, sehr lange Zeit nicht aktualisiert wird. Manchmal zieht sich das über Jahre hin.

Für Website-Betreiber ist das natürlich frustrierend. Man arbeitet an Inhalten, Technik und Nutzererlebnis, und trotzdem bewegt sich in den Rankings kaum etwas. Genau deshalb ist Muellers Hinweis wichtig: Nicht jede ausbleibende Verbesserung ist automatisch ein Zeichen dafür, dass die eigene Arbeit wirkungslos war.

Glücklicherweise sind solche Fälle, in denen Websites einfach auf niedrigen Positionen stecken bleiben, extrem selten. Wenn dies plötzlich geschieht, rät Mueller, den Support zu kontaktieren:

„Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Website scheitert und sich auf diese Weise aufhängt, ist sehr gering. Wenn Sie aber Ihr Bestes geben, an der Website arbeiten, alles richtig machen und es trotzdem nicht klappt, dann kontaktieren Sie uns bitte. Wir werden prüfen, ob die Ursache ein Fehler auf unserer Seite ist.“

Praktisch heißt das: sauber weiterarbeiten, Veränderungen dokumentieren und nicht vorschnell an der falschen Stelle drehen. Gerade bei größeren Relaunches oder tiefen technischen Eingriffen kann es sinnvoll sein, die Entwicklung über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Manchmal braucht es eben nicht den nächsten großen Hebel, sondern schlicht eine klare Diagnose.

  • Inhalte regelmäßig prüfen und aktualisieren
  • Technische Fehler und Indexierungsprobleme ausschließen
  • Veränderungen in Rankings über mehrere Wochen beobachten
  • Bei ungewöhnlich langen Stillständen den Google-Support ansprechen

Am Ende bleibt vor allem eine Botschaft hängen: Nicht jede Sackgasse ist selbst verschuldet. Aber wer strukturiert arbeitet und Auffälligkeiten sauber einordnet, hat die besten Chancen, echte Probleme von einem seltenen Algorithmus-Fehler zu unterscheiden.

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