Zusammenfassung

Twitter hat beschlossen, die Unterstützung für AMP einzustellen. Dies ist in der Hilfedokumentation der Plattform angegeben.

In dem Artikel über AMP wurde darauf hingewiesen, dass die Unterstützung für dieses Format im vierten Quartal 2021 vollständig eingestellt wird.

Wenn ein mobiler Nutzer bisher auf einen Link zu einer Website geklickt hat, wurde er von Twitter auf die AMP-Version der Seite umgeleitet, sofern diese verfügbar war. Jetzt sehen die Nutzer die normale Version der Seite und nicht mehr die beschleunigte Version.

Für viele Publisher ist das mehr als nur eine technische Randnotiz. AMP war lange ein kleiner Umweg, der vor allem auf Mobilgeräten Tempo versprochen hat. Fällt dieser Umweg weg, rückt wieder die eigentliche Seite in den Mittelpunkt – mit all ihren Stärken, aber eben auch mit ihren Schwächen.

Erste negative Stimmen wurden laut, die sich über den Rückgang des AMP-Traffics beschwerten, nachdem Google die Anforderung zur Verwendung dieses Formats für die Anzeige von Inhalten im Top-News-Block aufgehoben hatte. Die Tatsache, dass Twitter daran arbeitet die Unterstützung für beschleunigte mobile Seiten zu deaktivieren, hat die Aufmerksamkeit von Branchenexperten auf sich gezogen.

  • weniger Sonderbehandlung für AMP-Seiten
  • mehr Fokus auf die reguläre mobile Website
  • ein weiterer Hinweis darauf, dass sich der Stellenwert von AMP verändert

Für Betreiber von Nachrichten- und Content-Seiten bedeutet das vor allem: prüfen, wie gut die normale mobile Version wirklich funktioniert. Ladezeit, Lesbarkeit und saubere Navigation werden dadurch noch wichtiger.

Einigen Website-Betreibern ist aufgefallen, dass Twitter seit etwa Mitte Oktober nicht mehr auf die AMP-Version umleitet. Es gibt jedoch noch keine offizielle Dokumentation, aus der hervorgeht, dass die Unterstützung für dieses Format eingestellt wurde.

AspektFrüherJetzt
Weiterleitungoft auf AMPauf die normale Seite
Mobile Darstellungbeschleunigte VersionStandard-Version
Relevanz von AMPhochspürbar geringer

Ob das Format damit endgültig an Bedeutung verliert, wird sich erst mit den nächsten offiziellen Hinweisen zeigen. Klar ist aber schon jetzt: Wer auf mobile Reichweite setzt, sollte nicht mehr allein auf AMP bauen.

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