Zusammenfassung

Semrush hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, mit der die wichtigsten Merkmale viraler Inhalte auf TikTok ermittelt wurden.

Die Experten des Unternehmens analysierten 300 beliebteste Videos, um gemeinsame Elemente zu identifizieren, darunter auch Hashtags und Schlüsselwörter

Beliebte Genres

Die beliebtesten Genres der viralen Videos waren Humor, Tanz, Tiere, Mode und Outdoor-Videos.

  • Die meistgesehenen Videos sind Tanzvideos (11,8 Millionen Views)
  • Videos im Freien und mit den Haustieren erhalten die meisten „Likes“ (1,1 Millionen)
  • Videos im Freien erhalten die meisten Repostings
  • Videos mit Haustieren (9.900) und lustige Videos (9.000) erhalten die meisten Kommentare

Das ist kein Zufall: Gerade Inhalte, die ohne lange Erklärung sofort funktionieren, haben auf TikTok oft einen kleinen Vorsprung. Ein Tanz, ein kurzer Gag oder ein Tiermoment braucht kaum Kontext – und genau das macht solche Clips so leicht teilbar.

Emotionen

58% der Videos zielten darauf ab, bei den Nutzern positive Emotionen hervorzurufen – sie sollten sich glücklich fühlen. Glück ist die häufigste Emotion, die durch virale Videos auf TikTok hervorgerufen wird. 24% der Videos sollten die Betrachter überraschen.

Für die Praxis heißt das: Wer Aufmerksamkeit will, sollte nicht nur „laut“ sein, sondern einen klaren emotionalen Auslöser setzen. Ein kurzer Überraschungsmoment oder ein ehrlicher, positiver Abschluss kann oft mehr bewirken als ein überladener Aufbau.

Ansprache

In 37% der Videos waren die ersten drei Sekunden dem Monolog einer Person gewidmet. In 51% der Videos sprach der Autor in die Kamera und in 33% der Videos sprach der Autor mit einer anderen Person.

Audio

Mehr als die Hälfte (56%) der viralen Videos verwenden Musik als Hintergrundsoundtrack, während 44% andere Geräusche verwenden. Unter den Musikgenres auf TikTok führt Popmusik (25,2 %).

Auch hier zeigt sich ein Muster: Der Ton trägt die Stimmung, aber er darf den Inhalt nicht erschlagen. Musik funktioniert besonders dann gut, wenn sie das Tempo stützt und nicht gegen das Bild arbeitet.

Einfluss von Keywords

Um die Popularität der Videos zu steigern, versuchten einige Nutzer, Schlüsselwörter wie „FYP“ (For You Page), „trending“ und „viral“ in ihren Bildunterschriften und Hashtags zu verwenden. Diese Ausdrücke und ihre Varianten wurden in 38% der Videos verwendet.

Im Vergleich zu anderen Videos mit anderen Schlüsselwörtern waren jedoch alle Engagement-Raten (mit Ausnahme von Reposts) für diese Phrasen niedriger. Es ist daher ratsam, Schlüsselwörter zu verwenden, die auf eine bestimmte Zielgruppe abzielen. Dies ist eine bessere Strategie als die Verwendung einer breiteren Terminologie.

Am Ende bleibt die wichtigste Erkenntnis ziemlich bodenständig: Nicht das lauteste Schlagwort gewinnt, sondern der passendste Inhalt. Wer seine Zielgruppe kennt, kann präziser formulieren, klarer schneiden und die ersten Sekunden besser nutzen. Genau dort entscheidet sich oft, ob jemand weiterscrollt oder dranbleibt.

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