Zusammenfassung

Kürzlich kritisierte Edward Snowden, ein ehemaliger CIA-Beamter, Techniker und Verfechter des Datenschutzes, der dafür bekannt ist, dass er große IT-Unternehmen scharf angreift, die Google-Suche.

Es begann damit, dass Barry Schwartz von Search Engine Roundtable die Aufmerksamkeit auf einen Tweet von Snowden lenkte, in dem er sich negativ über die Internetsuche äußerte. In seinem Beitrag erwähnte Schwartz den Google-Mitarbeiter Danny Sullivan.

Sullivan entgegnete, dass sich Snowden höchstwahrscheinlich auf Such-Websites bezog, nicht auf Google.

Dann schaltete sich Snowden in die Diskussion ein. Er schrieb, dass er sich eigentlich auch auf Suchmaschinen bezog, von denen Google seiner Meinung nach „die schlechteste ist – ganz zu schweigen von den schlechten Ergebnissen“.

Im Einzelnen führte er die folgenden Punkte an:

  • die Suchmaschine ist für alle, die um ihre Privatsphäre besorgt sind, unzugänglich (Tor-Blockierung)
  • verwendet CAPTCHAs, die Skripteinsatz erfordern
  • verwendet Umleitungen für obligatorische, Skript-fordernde Cookies

Snowden riet außerdem allen, die Google nutzen, die folgenden Datenschutzpraktiken anzuwenden:

  • alle Skripte deaktivieren
  • über Tor (und dann ein stark geteiltes VPN) darauf zugreifen
  • sich nicht einloggen
  • kein Chrome einsetzen

Gerade dieser Punkt macht die Kritik greifbar: Wer heute möglichst wenig Spuren hinterlassen will, muss oft schon bei der Suche selbst anfangen. Und genau dort, so Snowden, werde es unnötig kompliziert. Für viele Nutzer ist das mehr als ein technisches Detail, denn die Suchmaschine ist für sie der erste Kontaktpunkt mit dem Netz.

Die Debatte zeigt damit auch ein grundsätzliches Spannungsfeld: Komfort gegen Kontrolle, Reichweite gegen Privatsphäre. Google ist für viele der schnellste Weg zum Ziel, aber eben nicht immer der angenehmste, wenn Datenschutz an erster Stelle steht. Snowden formuliert das zugespitzt, doch der Kern seiner Aussage ist leicht nachvollziehbar.

Snowdens KritikpunktPraktische Folge
Tor-BlockierungErschwert anonymes Suchen
CAPTCHAs mit SkriptenMehr Hürden für datensparsame Nutzung
Cookie-UmleitungenWeniger direkte Kontrolle über die Sitzung

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Schließlich erklärte er: „Die Tatsache, dass Google komplett unbenutzbar ist, stellt für mich kein Problem dar, da ich es umgehen kann, aber wer auch immer beschlossen hat, dass jede Google-Website durch Umleitung auf ein Cookie-Gateway, das Skripte benötigt, abgeschaltet werden sollte, hat das Internet unsicherer gemacht. Das lässt sich nicht mit Gesetzen oder Bot-Problemen rechtfertigen.“

Danny Sullivan antwortete, er werde die Beschwerde an die Mitarbeiter der Suchabteilung weiterleiten. Er stellte jedoch fest, dass Snowden mit den Suchergebnissen nicht zufrieden war, wie aus dem ursprünglichen Tweet hervorgeht, und bat ihn, Beispiele dafür zu nennen, was genau ihm nicht gefiel.

Am Ende bleibt vor allem ein Eindruck hängen: Die Diskussion ist nicht nur ein Streit über Suchergebnisse, sondern auch über die Frage, wie offen und nutzerfreundlich das Web noch ist. Genau dort wird aus einer scheinbar kleinen Beschwerde schnell eine größere Debatte über digitale Selbstbestimmung.

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