Zusammenfassung

Bei einem kürzlich abgehaltenen Meeting für Webmaster warnte der Google-Mitarbeiter John Müller, dass die Verwendung des des Refresh Meta-Tags dazu führen kann, dass der falsche Inhalt indexiert wird.

Dies kann passieren, weil Google dieses Meta-Tag als Weiterleitung verarbeitet. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Seite, die der Nutzer letztendlich erreicht, indexiert werden sollte.

Websitebesitzer können in mehreren Situationen auf Probleme mit dem Aktualisieren des Meta-Tags stoßen. Zum Beispiel, wenn der Online-Shop dieses Element verwendet, um den Käufer von der Produktseite auf die Bezahlseite umzuleiten. In diesem Fall wird die Zahlungsseite indiziert, nicht die Unterseite von Produkt.

Müller äußerte sich zu diesem Thema, nachdem einer der Teilnehmer folgende Frage gestellt hatte:

„Einige Websites verwenden das Refresh Meta-Tag, um den Nutzer innerhalb von 5 Sekunden von der aktuellen Inhaltsseite auf die Zahlungsseite umzuleiten. Beeinflusst das ihre Einstufung in diesem Fall? Ich sehe, dass ihre Seiten indexiert sind, aber die Benutzer sehen ihren Inhalt nicht. Was sind die Empfehlungen von Google in dieser Situation?“

Laut Müller ist diese Praxis nicht nur vom Standpunkt der Benutzererfahrung schlecht. Das Problem ist auch, dass Google eine Seite wahrnimmt, die nach der Aktualisierung geladen wird, wie die, die Sie indizieren möchten.

Warum das in der Praxis heikel wird

Genau hier liegt der Knackpunkt: Was für Besucher wie ein kleiner technischer Umweg aussieht, kann für Suchmaschinen schnell wie ein Signal zur Weiterleitung wirken. Und dann landet nicht die eigentliche Einstiegsseite im Index, sondern die Zielseite dahinter. Das ist besonders dann ungünstig, wenn beide Seiten unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Wann Sie genauer hinschauen sollten

  • wenn Produktseiten automatisch auf Checkout- oder Zahlungsseiten springen
  • wenn Inhalte nur kurz sichtbar sind und sofort weiterleiten
  • wenn die indexierte URL nicht dem entspricht, was Nutzer tatsächlich zuerst sehen

Was die Zufriedenheit der Benutzer anbelangt, ist es besser, sie durch die Site navigieren zu lassen, als Redirects zu verwenden. Zuvor stellte John Müller fest, dass Google die Verwendung des Refresh Meta-Tags zum Umleiten von Benutzern auf andere Seiten zulässt, die Verwendung dieser Methode jedoch nicht empfiehlt.

Praktische Konsequenz für Websitebetreiber

Wer solche Weiterleitungen einsetzt, sollte sich also nicht nur fragen, ob sie technisch funktionieren. Entscheidend ist auch, ob sie die gewünschte Seite sichtbar machen und sauber einordnen. Gerade im E-Commerce kann das sonst schnell zu einem kleinen, aber ärgerlichen Missverständnis zwischen Nutzerführung und Indexierung werden.

SituationMögliche Folge
Refresh Meta-Tag auf ProduktseiteGoogle indexiert eher die Zielseite
Weiterleitung nach wenigen SekundenDie ursprüngliche Seite verliert an Bedeutung
Klare Navigation ohne UmleitungBessere Kontrolle über Inhalt und Indexierung

Am Ende ist die Empfehlung recht schlicht: Wenn eine Seite wirklich für Nutzer und Suchmaschinen relevant sein soll, sollte sie auch als solche erreichbar bleiben. Alles andere wirkt oft nur auf den ersten Blick bequem.

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