Zusammenfassung
Der Microblogging-Dienst Twitter hat seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2021 vorgelegt. Der Aktienkurs des Unternehmens stieg im nachbörslichen Handel aufgrund des Berichts um 4 Prozent.
Der Quartalsumsatz von Twitter stieg im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent auf 1,284 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten mit einem Umsatz von 1,285 Mrd. US-Dollar gerechnet. Der Gewinn lag bei 18 Cent pro Aktie.
Die monetarisierbaren täglichen Besucherzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 211 Millionen.
Das Unternehmen zahlte im dritten Quartal 766 Millionen US-Dollar, um einen Rechtsstreit beizulegen, bei dem es um die Täuschung von Anlegern über das Besucherzahlenwachstum ging. Infolgedessen wurde im letzten Quartal ein Verlust verzeichnet. Der Betriebsverlust belief sich auf 743 Mio. USD, verglichen mit einem Betriebsgewinn von 56 Mio. US-Dollar im Vorjahr.
Die Werbeeinnahmen des Unternehmens stiegen um 41 Prozent auf 1,14 Mrd. US-Dollar, während das Engagement mit Werbung im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent zunahm. Twitter verkündete außerdem, dass die neuen Datenschutzregeln in iOS 14 einen geringeren Einfluss auf die Einnahmen des Unternehmens hatten als erwartet. Der Markt reagierte mit einem Anstieg des Aktienkurses.
Ein Blick auf die wichtigsten Treiber
Gerade bei Twitter zeigt sich, wie eng Wachstum, Werbung und Nutzeraktivität zusammenhängen. Wenn mehr Menschen die Plattform regelmäßig nutzen und Anzeigen stärker wahrgenommen werden, schlägt sich das schnell in den Zahlen nieder. Gleichzeitig bleibt das Geschäft anfällig für Sondereffekte, wie der Vergleich mit dem Vorjahr deutlich macht.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
- Umsatz und Werbeeinnahmen legten deutlich zu.
- Die täglichen monetarisierbaren Besucherzahlen wuchsen weiter.
- Ein hoher Vergleichsverlust belastete das Quartal spürbar.
- Die iOS-14-Änderungen wirkten sich weniger stark aus als zunächst befürchtet.
Für Anleger bleibt damit vor allem spannend, ob Twitter das Wachstum stabil halten kann, ohne dass einzelne Einmaleffekte das Bild verzerren. Genau an diesem Punkt entscheidet sich oft, ob ein Quartalsbericht nur gut aussieht oder auch wirklich Substanz hat.