Zusammenfassung

Der Nettogewinn von Facebook im vergangenen Jahr stieg um 56 Prozent. Im Vergleich zu 2016 lag der Gewinn von 15,9 Milliarden US-Dollar deutlich über dem des vorangegangen Geschäftsjahres.

Nach Angaben im Geschäftsbericht der veröffentlicht wurde, wachsen alle Kennzahlen des Unternehmens stetig: der Gesamtumsatz von Facebook wuchs um 47% und überstieg 40,6 Milliarden US-Dollar. Dabei generiert Facebook den Löwenanteil des Umsatzes durch Werbung – 2016 waren das 39,9 Milliarden US-Dollar, was einen Wachstum um 49% bedeutet.

Die Anzahl der täglich aktiven Nutzer des sozialen Netzwerks betrug im Dezember 2017 1,4 Milliarden Menschen, 14 Prozent mehr als im Jahr 2016.

Für ein Unternehmen dieser Größe sind solche Zahlen mehr als nur eine gute Nachricht. Sie zeigen vor allem, wie stark Facebook damals noch vom Werbegeschäft getragen wurde. Genau darin lag aber auch die Abhängigkeit: Wenn sich die Art und Weise verändert, wie Inhalte im Feed priorisiert werden, verschiebt sich schnell das ganze Gleichgewicht.

Analysten weisen jedoch darauf hin, dass diese positiven Ergebnisse die eines „alten Facebook“ seien, denn ab Januar 2018 wird Facebook grundlegend umgebaut. Demnach soll Facebook privater werden und private Meldungen über denen von kommerziellen Anbietern oder Verlagen in der Timeline anzeigen. Man rechnet hier mit finanziellen Einbußen.

Der Gründer des sozialen Netzwerks argumentiert, dass, obwohl die bevorstehenden Änderungen die Verweildauer verkürzen können, die Leute auf Facebook verbringen, sie aber insgesamt wertvoller machen.

Nach den Ergebnissen von 2017, belegte Facebook den fünften Platz im globalen Ranking der wertvollsten Marken „Global 500“ von Brand Finance. Der Wert der Marke Facebook für das Jahr stieg auf 89,6 Milliarden Dollar.

Unterm Strich bleibt damit ein widersprüchliches Bild: starke Zahlen, hohe Reichweite und zugleich ein Unternehmen im Umbruch. Genau das macht Facebook in dieser Phase so spannend zu beobachten.

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