Zusammenfassung
Der beliebte US-amerikanische Finanzdienstleister NerdWallet betrachtet die Google-Suche nun offiziell als einen Faktor, der seine „Geschäftstätigkeit, Leistung und finanzielle Gesundheit“ beeinträchtigen könnte. Dies geht aus einem Antrag auf Börsengang (Formular S-1) hervor, der bei der US-Börsenaufsichtsbehörde eingereicht wurde.
„Wir sind auf Suchmaschinen, insbesondere Google, angewiesen, um Besucher auf unsere Websites zu leiten und neue Nutzer für unsere Plattform zu gewinnen. Wenn sich die Algorithmen, Methoden und/oder Richtlinien von Suchmaschinen ändern oder in einer Weise angewandt werden, die wir nicht erwarten oder wenn unsere Seitenposition aus anderen Gründen sinkt, könnten der Traffic auf unserer Plattform, das Nutzerwachstum oder das Engagement zurückgehen und jeder dieser Punkte könnte unserem Geschäft, unserer Finanzlage und unseren Betriebsergebnissen schaden“, heißt es in dem Antrag.
Das Unternehmen sagte auch, dass es 2017 von Google-Sanktionen betroffen war, was zu einem vorübergehenden Rückgang der Suchpositionen und einem geringeren Traffic auf der Website führte. Genau solche Erfahrungen prägen oft den Blick auf die eigene Abhängigkeit: Solange alles läuft, wirkt die organische Suche wie ein verlässlicher Motor. Wenn sie aber ins Stocken gerät, wird schnell sichtbar, wie eng Reichweite, Leads und Umsatz miteinander verknüpft sind.
Warum das so eine Bedeutung erlangt
Die Aussagen von NerdWallet zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, den Traffic zu diversifizieren und sich nicht auf einen einzigen Kanal wie die organische Suche zu verlassen – unabhängig von der Größe des Unternehmens. Andernfalls können rückläufige Positionen zu großen Problemen für ein Unternehmen führen.
Praktisch heißt das: Wer nur auf Google setzt, baut sein Fundament auf einen einzigen Pfeiler. Das kann eine Weile gutgehen, aber eben nicht unbegrenzt. Sinnvoller ist es, mehrere Quellen parallel aufzubauen und regelmäßig zu prüfen, welche Kanäle wirklich tragen.
Worauf Unternehmen achten sollten
- organische Suche nicht als einzige verlässliche Quelle betrachten
- zusätzliche Kanäle wie Newsletter, Direktzugriffe oder Social Media mitdenken
- Veränderungen bei Rankings und Traffic früh beobachten
- Abhängigkeiten in der eigenen Marketingstrategie offen benennen
| Risiko | mögliche Folge |
|---|---|
| Ranking-Verlust | weniger Sichtbarkeit und weniger Besucher |
| Algorithmus-Änderung | schwankender Traffic und unsichere Planung |
| einseitige Kanalabhängigkeit | höhere Anfälligkeit für Umsatzrückgänge |
Niemand ist davor gefeit, weshalb Branchenexperten empfehlen, mehrere Quellen für den Traffic auf einer Website zu erschließen, anstatt nur mit einer zu arbeiten. Gerade in einem Umfeld, das sich so schnell verändert wie die Suche, ist diese Vorsicht keine Kür, sondern ein ziemlich vernünftiger Teil der Strategie.