Zusammenfassung

Anfang dieses Monats sagte Google-Mitarbeiter John Müller, dass die Co-existenz mehrerer Websites auf der gleichen IP kein Problem darstellen. Es kann jedoch zu einem Problem werden, wenn diese Ressourcen sehr ähnliche Inhalte aufweisen.

Dieses Thema wurde während eines der letzten Videoanrufe für Webmaster angesprochen. Einer der Teilnehmer berichtete über den Rückgang des Traffics auf mehreren Websites mit derselben IP-Adresse. Diese Websites haben neben dem allgemeinen IP auch sehr ähnliche Inhalte und Strukturen.

Müller erklärte, dass aus Sicht von Google das Vorhandensein mehrerer Websites unter derselben IP-Adresse kein Problem darstellt. „So funktioniert das Internet normalerweise“, sagte er.

Ein viel größeres Problem sind ähnliche Inhalte, da Google solche Ressourcen als Doorways betrachten kann – insbesondere wenn sie Nutzer zu den gleichen Produkten führen.

In der Praxis ist das ein wichtiger Unterschied: Die IP-Adresse ist meist nur die technische Hülle, der eigentliche Knackpunkt liegt im Inhalt. Wer mehrere Seiten betreibt, sollte also nicht zuerst an Serverdetails schrauben, sondern an der inhaltlichen Abgrenzung. Sonst wirkt alles schnell wie ein doppelter Boden, und genau das mag Google bekanntlich nicht.

In diesen Fällen kann Google Folgendes tun:

  • 1) Entscheidung treffen, dass nur der Inhalt einer dieser Seiten gezeigt werden soll
  • 2) Wenn Google diese Seiten als Doorways betrachtet, können sie alle aus den Suchergebnissen rausfliegen

Hilfreich ist deshalb eine einfache Prüffrage: Würde ein Nutzer auf jeder dieser Seiten wirklich etwas Eigenständiges finden? Wenn die Antwort eher zögerlich ausfällt, lohnt sich eine Überarbeitung. Unterschiedliche Texte, klare Schwerpunkte und eine saubere Seitenstruktur machen oft mehr aus als jede technische Feinjustierung.

Letztendlich hat Müller empfohlen, dass der Webmaster sich darauf konzentriert, den Inhalt dieser Seiten einzigartiger zu machen, anstatt sich zu sorgen, dass alle dieselbe IP haben.

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