Zusammenfassung

LinkedIn hat den „Service Marketplace“ eingeführt, eine neue Plattform, auf der Freiberufler ihre Dienste anbieten und Unternehmen Spezialisten für verschiedene Aufgaben finden können. Die neue Plattform soll mit Diensten wie Fiverr und Upwork konkurrieren.

Der Servicemarktplatz ist bereits auf der Liste der „sonstigen Produkte“ von LinkedIn erschienen.

Der Beta-Start des Service-Marktplatzes fand im Februar 2021 in den USA statt. Die Plattform hat derzeit mehr als 2 Millionen Nutzer. Der neue Dienst ist noch nicht gebührenpflichtig, aber das kann sich mit der Zeit ändern. Derzeit sind 250 Stellenkategorien auf dem Marktplatz verfügbar. Es ist geplant, diese Zahl in Zukunft auf 500 zu erhöhen.

Für Freiberufler ist das vor allem deshalb spannend, weil LinkedIn hier nicht einfach nur Kontakte sammelt, sondern konkrete Anfragen und Leistungen zusammenführt. Wer also ohnehin schon ein gepflegtes Profil hat, bekommt eine zusätzliche Bühne, auf der die eigene Arbeit sichtbarer werden kann. Für Unternehmen wiederum kann das die Suche nach passenden Spezialisten etwas direkter machen als über klassische Stellenanzeigen.

Andere Innovationen

Neben der Einführung der Freelance-Plattform hat LinkedIn auch eine Reihe neuer Suchfilter in die Schnittstelle des sozialen Netzwerks für die Stellensuche aufgenommen (Büroarbeit, hybride Arbeitsform, Remote).

Die Nutzer können auch ihre bevorzugte Arbeitsweise in ihrem Profil angeben, so dass Arbeitgeber und Personalverantwortliche diese Informationen sehen können. Darüber hinaus können die Nutzer jetzt die Impfanforderungen der Unternehmen bei der Prüfung von Stellenangeboten überprüfen (sofern der Arbeitgeber diese Informationen angegeben hat).

Was das in der Praxis bedeutet

  • Freiberufler können ihre Leistungen gezielter präsentieren.
  • Unternehmen finden schneller passende Experten für einzelne Aufgaben.
  • Die neuen Filter erleichtern die Suche nach passenden Arbeitsmodellen.
  • Profile werden dadurch stärker zu einem aktiven Werkzeug im Recruiting.

Ob sich der Marktplatz langfristig gegen etablierte Anbieter durchsetzt, wird sich zeigen. Klar ist aber schon jetzt: LinkedIn erweitert seine Rolle deutlich und bewegt sich ein Stück weiter in Richtung Plattform für konkrete Zusammenarbeit – nicht nur für Netzwerken und Stellenanzeigen.