Zusammenfassung
Google hat eine neue Version seines Website-Audit-Tools Lighthouse, v9.0, vorgestellt. Es wurde zusammen mit dem aktualisierten PageSpeed Insights-Tool veröffentlicht. In dieser Version hat Google die Lighthouse-API aktualisiert, Unterstützung für User Flows hinzugefügt, den Bericht aktualisiert, neue Barrierefreiheitselemente hinzugefügt und mehr.
Auf Lighthouse 9.0 kann über die Kommandozeile in Chrome Canary oder über die neue PageSpeed Insights-Schnittstelle zugegriffen werden. Die neue Version von Lighthouse wird im stabilen Chrome nach der Veröffentlichung von Chrome 89 verfügbar sein.
API-Änderungen
Google hat mehrere Änderungen an der Lighthouse-API vorgenommen. Für Entwickler und Teams, die regelmäßig automatisierte Audits ausführen, ist das vor allem deshalb relevant, weil sich Auswertungen dadurch besser in bestehende Workflows einbinden lassen. Kleine Anpassungen an der API können im Alltag schnell große Wirkung haben.
Unterstützung von User Flows
Lighthouse 9.0 unterstützt jetzt eine neue API, die eine Analyse des Benutzerflusses durch Modellierung von Link-Klicks, Scrolling und zusätzlichen Seitenladungen ermöglicht, anstatt die Leistung jeder einzelnen Seite zu analysieren. Bisher konnte man die Leistung nur zur Ladezeit messen.
„Das bedeutet, dass die Leistung während des Ladens der Seite und während der Seiteninteraktion gemessen werden kann“, erklärt Google.
Gerade das ist spannend: Nicht nur der erste Eindruck zählt, sondern auch das, was danach passiert. Wer eine Website betreibt, kennt das aus der Praxis. Eine Seite kann schnell laden und sich trotzdem zäh anfühlen, sobald Nutzerinnen und Nutzer klicken, scrollen oder Inhalte nachladen.
Lighthouse-Bericht
Google hat auch den Lighthouse-Bericht aktualisiert, um die Lesbarkeit zu verbessern und die Datenquellen klarer darzustellen.
Ein abschließender Screenshot der Seite wird oben im Bericht eingebettet, so dass man auf einen Blick sehen können, ob die getestete Seite korrekt geladen wurde und das erwartete Format aufweist. Die Entwickler haben auch die zusammenfassenden Informationen am Ende des Berichts aktualisiert, so dass die Fachleute besser verstehen können, wie der Bericht erstellt wurde.
| Bereich | Was sich ändert | Nutzen |
|---|---|---|
| API | Aktualisierte Schnittstellen | Bessere Einbindung in Tools und Workflows |
| User Flows | Analyse von Klicks, Scrollen und Folgeladevorgängen | Mehr Nähe zur echten Nutzung |
| Bericht | Überarbeitete Darstellung und Screenshot | Schnelleres Erfassen der Ergebnisse |
Für die tägliche Arbeit heißt das vor allem: Ergebnisse lassen sich schneller einordnen, und die Analyse rückt näher an das reale Verhalten der Besucher heran. Genau dort liegt oft der Unterschied zwischen einem guten und einem wirklich hilfreichen Audit.