Zusammenfassung
Javed Karim, einer der Mitbegründer von YouTube, hat die Entscheidung von YouTube kritisiert, die Dislike-Anzahl unter allen Videos zu verstecken. Er äußerte sich zu diesem Thema in der Beschreibung des ersten auf YouTube veröffentlichten Video (welches er veröffentlicht hat)
Karim wies darauf hin, dass YouTube die Abschaffung des Dislikings zwar als positive Veränderung anpreist, Matt Kowals Körpersprache bei der Bekanntgabe der Nachricht aber darauf schließen lässt, dass er die Entscheidung nicht wirklich unterstützt.
Karim ist sich sicher, dass Kowal nicht der einzige ist, der von diesem Schritt nicht begeistert ist. Viele andere YouTube-Mitarbeiter und -Nutzer sehen das auch so.
Warum macht YouTube das?
Warum also hat sich das Unternehmen zu diesem Schritt entschlossen? Karim zufolge ist es unwahrscheinlich, dass der wahre Grund dafür bekannt wird. Stattdessen zitiert der Dienst eher verschiedene Studien, die dem gesunden Menschenverstand eines jeden YouTubers widersprechen.
Er fügte hinzu, dass die Fähigkeit, schlechte Inhalte einfach und schnell zu identifizieren, eine wichtige Eigenschaft für eine Plattform mit UGC-Inhalten (usergenerierter Content) ist. Warum? Nicht alle nutzergenerierten Inhalte sind gut, und das ist auch gut so. Es gibt jedoch auch einige wirklich gute Inhalte, die es wert sind, gesehen zu werden.
Gerade darin liegt der Punkt, den viele Nutzer sofort verstehen: Ein sichtbarer Dislike-Zähler ist nicht nur ein Stimmungsbarometer, sondern auch ein praktischer Hinweis. Wer ein Tutorial, eine Produktvorstellung oder ein erklärendes Video anklickt, möchte oft schnell einschätzen, ob sich die Zeit lohnt. Ohne diese kleine Orientierungshilfe wird das etwas mühsamer.
- Für Zuschauer wird die Einschätzung von Inhalten unübersichtlicher.
- Für Creator kann Feedback weniger transparent werden.
- Für die Plattform selbst geht ein Stück Selbstregulierung verloren.
„Das Verfahren funktionierte bis dato und basierte auf dem Urteilsvermögen der Nutzer. Der Prozess wird unterbunden, wenn er durch die Plattform behindert wird. Dann kommt die Plattform unweigerlich zum Stillstand. Will YouTube ein Ort werden, an dem alles mittelmäßig ist? Nichts kann großartig sein, wenn im Vergleich dazu nichts als schlecht gekennzeichnet werden kann“, so Karim abschließend.
Schlechte Entscheidung
Er ist davon überzeugt, dass die Abschaffung des Zählers für Dislikes eine schlechte Entscheidung für YouTube ist, sowohl für die Nutzer als auch für die Video Ersteller.
Am Ende bleibt genau diese Frage hängen: Wie viel Kontrolle sollte eine Plattform übernehmen, bevor sie den Nutzern ein wichtiges Signal nimmt? YouTube wird die Debatte darüber wohl nicht so schnell los. Und vielleicht ist das auch gut so, denn gerade bei großen Plattformen zeigt sich oft erst im Alltag, ob eine Änderung wirklich hilft oder nur gut klingt.
| Aspekt | Wirkung der Dislike-Anzeige |
|---|---|
| Orientierung für Zuschauer | Schnelle Einschätzung der Videoqualität |
| Feedback für Creator | Direkteres Signal für Kritik und Akzeptanz |
| Plattform-Logik | Mehr Transparenz im Umgang mit Inhalten |