Zusammenfassung
Neulich spendete Google eine große Geldsumme an FOSDEM, die jährliche Entwicklerkonferenz. Danach erschienen drei follow-Links auf Google auf der Sponsorenseite der Veranstaltung.
Die Links wurden jedoch nicht durch das nofollow-Attribut aus der Indizierung ausgeschlossen, wie es Google selbst bei Links zu Partner-Sites ausdrücklich empfiehlt.
Genau an dieser Stelle wird es heikel: Wer öffentlich Regeln für bezahlte oder gesponserte Verlinkungen aufstellt, steht bei der eigenen Praxis schnell unter Beobachtung. Und im SEO-Milieu wird so etwas natürlich nicht übersehen.
Another great opportunity for acquiring paid links: https://t.co/OVihr1hZkL
No risk of penalty. Google also buys sponsored links there.
CC: @rustybrick Via @aral #seo #linkbuilding— Tadeusz Szewczyk (Tad Chef) (@onreact_com) 2. Februar 2018
Zuvor verkündete das Unternehmen noch, dass die Platzierung von Links gegen Spenden auch als Linkkauf bewertet wird.
Eine ähnliche Situation gab es bereits im Jahr 2016. Damals hatte Let’s Encrypt auf der Sponsorenseite einen Link zur offiziellen Google Chrome-Site ohne das Attribut nofollow gesetzt. Infolgedessen hatte Google die Website von Chrome in den eigenen Suchergebnissen abgestuft!
Solche Fälle zeigen vor allem eines: Bei Linksignalen zählt nicht nur die Absicht, sondern auch die saubere technische Umsetzung. Wer Sponsoring, Partnerschaften oder Spenden sichtbar macht, sollte die Verlinkung deshalb immer mitdenken.
- gesponserte Links konsequent prüfen
- nofollow dort setzen, wo es vorgesehen ist
- die eigene Richtlinie auch intern ernst nehmen
Am Ende bleibt ein einfacher Befund: Regeln sind schnell formuliert, aber erst in der Praxis zeigen sie, wie belastbar sie wirklich sind.