Zusammenfassung

In einem der jüngsten Video-Calls für Webmaster beantwortete der Google-Mitarbeiter John Mueller eine Frage darüber, wie die Suchmaschine feststellt, ob ein Artikel ein Gastbeitrag ist.

Ihm zufolge verwendet Google dazu viele Indikatoren, nicht nur Ankertext.

In den Fokus des Interesses geriet auch eine Frage besonders: Wenn Google nicht weiß, ob es sich um einen bezahlten Beitrag handelt oder nicht, wie es dann entscheidet, ob es einen Link verwendet oder nicht? Mueller antwortete darauf in gewohnter Manier, dass Links in Gastbeiträgen mit einem nofollow-Attribut geschlossen werden sollten, genauso, wie es auch bei Anzeigen.

„Was ich damit meine, ist, dass es sich um einen Gastbeitrag handelt und unsere Richtlinien für solche Veröffentlichungen besagen, dass die Links darin mit nofollow geschlossen werden sollten. Wenn Sie diese Gastbeiträge schreiben, um den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens zu erhöhen, ist daran nichts auszusetzen. Sie müssen nur darauf achten, dass in den Links nofollow verwendet wird. Sie machen auf sich aufmerksam, Sie sprechen über Ihre Arbeit, Sie ermutigen die Nutzer, Ihre Seite zu besuchen. Es ist im Wesentlichen Werbung für Ihr Unternehmen. Aus unserer Sicht sollten Sie also nofollow verwenden.“

Mueller fuhr fort, direkt auf die Definition von Gastbeiträgen einzugehen:

„Was die Definition von Gastbeiträgen angeht, ist es ziemlich schwierig, weil wir viele verschiedene Signale verwenden, um herauszufinden, was ein Gastbeitrag sein könnte und wie wir ihn behandeln müssen. Aber es ist definitiv nicht so, dass es alleine der Linktext ist, der es problematisch macht.“

Was das für die Praxis bedeutet

Für Betreiber von Blogs und Websites ist das vor allem eine Erinnerung daran, dass Google nicht nur auf einzelne Formulierungen schaut. Ein Beitrag kann sauber geschrieben sein und trotzdem als Gastbeitrag eingeordnet werden, wenn das Gesamtbild dazu passt. Genau deshalb lohnt es sich, bei Kooperationen und externen Beiträgen sorgfältig zu arbeiten.

Darauf sollten Sie besonders achten

  • Links in Gastbeiträgen möglichst mit nofollow kennzeichnen.
  • Transparenz bei bezahlten oder werblichen Inhalten sicherstellen.
  • Den Beitrag nicht nur über den Linktext, sondern im Gesamtkontext bewerten.

Am Ende ist die Botschaft ziemlich klar: Ein einzelnes Signal entscheidet selten allein. Wer Gastbeiträge veröffentlicht, sollte sie deshalb nicht wie einen Trick behandeln, sondern wie das, was sie oft sind: eine sichtbare Form der Eigenwerbung mit klaren Regeln. Das ist weniger spektakulär, aber deutlich näher an der Realität.

Weitere Backlinks SEO-News