Zusammenfassung
Auf der Konferenz SMX East bekräftigte Gary Illyes einmal mehr, wie wünschenswert es sei, dass die Suchmaschine kein Markup und keine „structured data“ mehr benötigen würde, um das Internet zu verstehen.
Damit meinte er, dass Google derzeit darauf angewiesen ist, dass Webmaster und Publisher ihre Inhalte mit Hilfe semantischer Markups markieren. Wahrscheinlich hat Google am Anfang schon versucht, auf Markup zu verzichten. Mit der Zeit, als es zum Standard wurde, wurde jedoch auch klar, dass ein strukturiertes Internet leichter zu verstehen ist. Jetzt ist Google intelligent genug, um zu sehen, wann Markups von Spammern verwendet werden, um Suchergebnisse zu manipulieren.
Für Betreiber von Websites ist das eine interessante Entwicklung. Denn Markup bleibt zwar wichtig, aber es ist längst nicht mehr der einzige Weg, Inhalte sauber einzuordnen. Wer Texte klar aufbaut, Überschriften sinnvoll setzt und Zusammenhänge verständlich macht, hilft Suchmaschinen bereits auf einer ganz grundlegenden Ebene. Genau darin liegt der eigentliche Punkt: Nicht jedes Signal muss technisch aufwendig sein, wenn der Inhalt selbst schon eindeutig spricht.
- saubere Struktur statt überladener Auszeichnung
- inhaltliche Klarheit vor reinem Schema-Einsatz
- weniger Manipulation, mehr Verständlichkeit
In den kommenden Jahren ist es eher unwahrscheinlich, dass Google Micro-Markup aufgeben kann. Aber früher oder später wird es passieren, wenn künstliche Intelligenz besser in der Lage sein wird, kontextuale Zusammenhänge besser zu verstehen. Bis dahin bleibt strukturierte Auszeichnung ein nützliches Werkzeug – nur eben nicht das einzige, auf das man sich verlassen sollte.