Zusammenfassung

Im Zuge des jüngsten Facebook-Ausfalls erinnerte Google-Mitarbeiter John Mueller in einer Reihe von Tweets daran, wie die Suchmaschine mit Websites umgeht, die für Nutzer vorübergehend nicht zugänglich sind.

Wie man weiß, waren die Facebook-Dienste am 4. Oktober sechs Stunden lang nicht zugänglich, was dem Unternehmen und seinen Partnern enorme finanzielle Verluste bescherte und den Alltag derjenigen Menschen beeinträchtigte, die Facebook, Messenger, WhatsApp und Instagram aktiv zur Kommunikation nutzen.

Was die Platzierung dieser Dienste in der Suche angeht, so hatte die 6-stündige Ausfallzeit langfristig keine negativen Auswirkungen auf ihre Positionen. Damit eine Seite aus dem Index fällt, muss sie mehrere Tage lang unzugänglich sein. Die Suchmaschine hat Verständnis dafür, dass es bei Websites zu solchen Störungen kommen kann, und gibt ihnen Zeit, diese Probleme zu beheben.

Genau das ist für viele Website-Betreiber die beruhigende Nachricht: Ein kurzer Ausfall ist ärgerlich, aber noch kein Drama für die Sichtbarkeit. Anders gesagt: Google reagiert nicht panisch, sondern beobachtet erst einmal, ob es sich um eine echte Störung oder nur um einen kurzen Hänger handelt.

Was in einer solchen Situation genau vor sich geht:

  1. Wenn Google aus Netzwerk- oder DNS-Gründen nicht auf eine Website zugreifen kann, wird dies als 5xx-Fehler behandelt.

„Netzwerk- und DNS-Fehler wirken sich negativ auf die Anzeige von URLs in den Google-Suchergebnissen aus. Der Bot von Google interpretiert Netzwerk-Timeouts, Verbindungsabbrüche und DNS-Fehler auf die gleiche Weise wie 5xx-Serverfehler. Bei Netzwerkfehlern verlangsamt sich das Crawling allmählich, da ein Netzwerkfehler ein Zeichen dafür ist, dass der Server die Last nicht bewältigen kann“, heißt es in der Hilfe zu diesem Thema.

  1. Die URLs bleiben indexiert, die Website wird weiterhin an denselben Positionen geführt. Nach Angaben von Google wird es kurzfristig keine Änderungen geben. Dies sei jedoch ein vorübergehender Zustand, so Mueller.
  2. Wenn der Fehler dauerhaft wird (länger als 1-2 Tage andauert), beginnt Google, diese URLs aus dem Index zu entfernen. Es dauert also einige Tage, bis Seiten aus dem Index fallen.
  3. Auch hier hat es keine direkte Auswirkung auf das Ranking. Google stuft eine solche Website nicht als minderwertig ein. Wenn diese URLs jedoch nicht indexiert sind, können sie auch nicht ranken. Es kann daher der Eindruck entstehen, dass die Suchmaschine ihre Einstellung gegenüber der Website geändert hat.
  4. Wenn die Website wieder zugänglich ist, werden Seiten, die aus dem Index entfernt wurden, in der Regel sofort nach der erneuten Überprüfung wieder in den Index aufgenommen.
  5. Die Crawl-Geschwindigkeit erhöht sich auch, wenn Google sieht, dass der Server mit der Last fertig wird.

Für die Praxis heißt das vor allem: Ruhe bewahren, Ursache beheben und die Erreichbarkeit stabilisieren. Wer regelmäßig technische Ausfälle hat, sollte nicht nur den Server prüfen, sondern auch DNS, Weiterleitungen und die allgemeine Antwortzeit im Blick behalten. Denn je sauberer die Website wieder erreichbar ist, desto schneller normalisiert sich auch das Crawling.

SituationReaktion von Google
Kurzzeitiger AusfallKeine unmittelbaren Index- oder Ranking-Verluste
Mehrere Tage nicht erreichbarURLs können aus dem Index entfernt werden
Website wieder onlineRe-Indexierung nach erneuter Prüfung

Unterm Strich zeigt der Fall: Vorübergehende Störungen sind für Google kein Grund, eine Website vorschnell abzuwerten. Entscheidend ist, wie lange das Problem anhält und ob die Seite danach wieder zuverlässig erreichbar ist. Für Betreiber ist das eine klare Erinnerung daran, technische Ausfälle nicht zu unterschätzen, aber auch nicht größer zu machen, als sie sind.

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