Zusammenfassung

Google hat seinen Algorithmus erfolgreich aufgerüstet und verbesserte die Qualität der Suchergebnisse für multiregionale Websites. Dies berichtete der SEO-Spezialist von IBM Patrick Stox, der positive Veränderungen bei einer Reihe von Projekten bemerkte.

Er glaubt, dass die Verbesserung der Genauigkeit der Anzeige regionaler Versionen der Seiten eine Folge der unbemerkten Aktualisierung des Suchalgorithmus von Google im letzten Jahr ist.

Im Oktober 2017 kündigte Google die Aktualisierung seiner lokalen Dienste in der Google App für iOS sowie Desktop-Suche und Google Maps an.

Im Google-Firmenblog wurde klar gesagt: „Mit diesem Update können Sie sicherstellen, dass Sie die relevantesten Ergebnisse basierend auf dem Nutzerstandort erhalten.“

Patrick Stox argumentiert, dass diese scheinbar unbedeutende Veränderung tatsächlich einen großen Einfluss auf Websites hatte, die auf verschiedenen Märkten tätig sind.

Vor dem Oktober-Update wurden Seiten mit doppeltem oder teilweise dupliziertem Inhalt im Google-Index unter einer URL zusammengefasst, und die Suche wurde nur in der kanonischen Version angezeigt. Oft war dies die falsche Sprachversion der Seite, die Nutzern aus einem anderen Land gezeigt wurde. Jetzt versucht Google, die relevanteste Version der Seite anzuzeigen, und zwar die, die aufgrund des hreflang-Attributs den am besten zu den Nutzern passenden auswählen.

Google-Experten, insbesondere John Müller, haben bereits mehrfach erwähnt, dass Google in der Lage ist, verschiedene Sprachen zu ermitteln, auch wenn auf der Seite kein Sprachmarker vorhanden ist:

„Wenn es eine andere Sprache ist, kann Google dies normalerweise ohne hreflang verstehen. Die meisten Anfragen sind eindeutig in einer Sprache verfasst, sodass wir Nutzer zu dieser Version der Seite senden können.“

Dennoch gab es viele Beispiele für Verwechslungen mit den unterschiedlichen Sprachversionen. Jetzt, nach dem Update, berücksichtigt Google trotz vollständiger und unvollständiger Einstellungen das hreflang-Attribut und zeigt dem Nutzer die korrekte Version der Seite an.

Was das für multiregionale Websites praktisch bedeutet

Für Betreiber internationaler Websites ist das mehr als nur ein technisches Detail. Wenn Nutzer in Frankreich plötzlich die deutsche Version einer Seite sehen, ist der Weg zum Absprung kurz. Genau hier setzt die Verbesserung an: Google scheint regional passende Inhalte sauberer zuzuordnen und weniger auf eine starre kanonische Zuordnung zu setzen.

Wer mit mehreren Sprach- oder Länderversionen arbeitet, sollte deshalb vor allem auf drei Dinge achten:

  • saubere hreflang-Implementierung mit eindeutigen Sprach- und Ländercodes
  • konsistente interne Verlinkung zwischen den regionalen Varianten
  • eindeutige Signale in Navigation, Sprache und Seitentiteln

Gerade bei größeren Projekten lohnt sich ein genauer Blick in die Search Console und auf die tatsächlichen Ausspielungen in den Zielmärkten. Denn am Ende zählt nicht, was theoretisch korrekt eingerichtet ist, sondern was Google und Nutzer tatsächlich sehen.

Ein kurzer Praxisblick

Stellen Sie sich einen Shop mit deutschsprachiger, französischer und englischer Version vor. Früher konnte es passieren, dass eine Suchanfrage aus Belgien auf der falschen Sprachseite landete, obwohl die passende Version vorhanden war. Mit der verbesserten regionalen Zuordnung sinkt dieses Risiko deutlich. Das ist kein spektakulärer Umbau, aber einer, der im Alltag spürbar Wirkung zeigt.

SignalWirkung auf GooglePraktischer Nutzen
hreflangHilft bei der Zuordnung regionaler VersionenBessere Ausspielung passender Seiten
Sprache der InhalteErleichtert die SpracherkennungWeniger Fehlzuordnungen
kanonische URLVerhindert unnötige DuplikateSauberere Indexierung

Unterm Strich zeigt sich: Kleine Anpassungen im Suchalgorithmus können für internationale Websites große Folgen haben. Wer seine regionalen Versionen sauber pflegt, profitiert jetzt noch stärker davon, dass Google die passende Seite nicht nur findet, sondern auch eher richtig ausliefert.

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