Zusammenfassung
Hangouts mit Google sind für Webmaster eine der Möglichkeiten, mehr Informationen über die Suchmaschine und Anpassungen zu erfahren. In diesem Fall sprach John Mueller über die indirekten (Non-Ranking) Vorteile, die eine höhere Ladegeschwindigkeit einer Website erzeugt.
Ein Teilnehmer fragte Mueller, welche Metriken Google hier verwendet und wie beispielsweise die Ladezeit berechnet und bewertet wird.
Mueller antwortete, dass die Suchmaschine derzeit eine Einteilung präferiert, die eine Unterteilung in sehr langsame Seiten und welche mit normaler Ladegeschwindigkeit abbildet. Webmaster, die sich mit Millisekunden in der Ladezeitenoptimierung befassen, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Höchstwahrscheinlich sind ihre Seiten ohnehin nicht langsam.
Mueller wies daraufhin, dass, obwohl die Erhöhung der Ladezeiten keinen signifikanten Einfluss auf das Ranking hat (falls es sich in einem normalen Bereich bewegt), die Verbesserung dieses Indikators eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt, die mit der Nutzererfahrung zusammenhängen. Infolgedessen ändert sich das Nutzerverhalten und die Nutzererfahrungen, die damit in Zusammenhang stehen und auch wie viele Seiten sie weiterhin aufsuchen. Das sind alles Faktoren, die sich auch im Traffic niederschlagen.
Warum sich schnellere Seiten trotzdem lohnen
Genau hier liegt der eigentliche Punkt: Eine gute Ladezeit ist oft kein direkter Ranking-Hebel, aber sie wirkt im Hintergrund an mehreren Stellen gleichzeitig. Besucher springen seltener ab, Inhalte werden eher gelesen und der Weg bis zur nächsten Aktion fühlt sich einfach runder an. Das ist kein großes Geheimnis, eher solide Praxis.
Viele E-Commerce-Sites führten Studien durch, bei denen sich signifikante Vorteile bestätigten, selbst wenn es sich dabei nur um hundert Millisekunden handelt. Obwohl User diese Veränderung kaum wahrnehmen können, haben sie dennoch messbare Auswirkungen auf die Konversionsrate.
- weniger Abbrüche beim Seitenaufruf
- mehr gelesene Inhalte pro Besuch
- bessere Chancen auf Klicks, Anfragen oder Käufe
Einordnung für die Praxis
Wer also an der Ladegeschwindigkeit arbeitet, optimiert nicht nur für eine technische Kennzahl. Es geht auch um das Gefühl, das eine Website hinterlässt: wirkt sie leicht, direkt und verlässlich – oder eher zäh und unruhig? Genau diese feinen Unterschiede machen im Alltag oft den Ausschlag.
| Bereich | Wirkung |
|---|---|
| Ranking | Im normalen Bereich laut Mueller kein großer Hebel |
| Nutzererfahrung | Spürbar besser bei schnelleren Seiten |
| Traffic & Conversion | Indirekt positiv durch besseres Verhalten der Besucher |
„Wenn die Ladezeiten in Ordnung sind, sieht es Google als nicht notwendig an, Veränderungen herbeizuführen. Aber dennoch können Sie die Ladezeiten-Geschwindigkeit als Metrik verwenden, was dazu beiträgt, die Site zu verbessern“, so Mueller.
Unterm Strich bleibt damit eine recht klare Botschaft: Nicht jede Optimierung muss sofort auf das Ranking zielen. Manchmal ist der größere Gewinn viel näher an der Oberfläche – bei den Menschen, die die Seite tatsächlich nutzen.