Zusammenfassung

Während des letzten Videoanrufs für Webmaster sprach der Google-Mitarbeiter John Müller darüber, wie die Suchmaschine von neuen Synonymen erfährt.

Laut Müller macht Google das automatisch. Die Suchmaschine hat keine Synonymdatenbank, die sie bei der Verarbeitung von Benutzeranfragen verwenden könnte.

Das klingt erst einmal unspektakulär, ist aber für die Suche ziemlich wichtig: Google lernt also nicht über eine feste Liste, sondern über Muster, Häufigkeiten und Zusammenhänge. Ein Begriff taucht plötzlich oft in einem bestimmten Themenfeld auf, und mit der Zeit ordnet das System ihn besser ein. Genau dieser schrittweise Lernprozess macht die Suche flexibel.

„Im Allgemeinen versuchen wir zu verstehen, wann die Phrasen synonym sind, und wir tun es automatisch. Das heißt, es bedeutet nicht, dass jemand Worte verwendet, die er in verschiedenen Sprachen kennt, und beispielsweise angibt, dass dieses Wort entspricht dem hier oder hat eine ähnliche Bedeutung. Unsere Systeme verstehen und erkennen das selbstständig im Laufe der Zeit.“

Weiterhin erklärte er, wie Google Synonyme erkennt:

„Manchmal merkt man, dass ein neues Schlüsselwort auftaucht, das wirklich populär geworden ist und von allen innerhalb eines bestimmten Themas verwendet wird. Zunächst behandelt Google es als ein einziges Wort, aber im Laufe der Zeit beginnt man zu erkennen, dass es einem anderen Wort oder Thema zugeordnet ist. Wir haben keine Datenbank von Synonymen. Diesen Prozess durch Aktualisieren der Datenbank zu erzwingen, ist unmöglich.“

Für die Praxis heißt das: Wer Inhalte schreibt, sollte nicht nur auf einzelne Begriffe schauen, sondern auf das ganze Themenumfeld. Welche Formulierungen verwenden Nutzer wirklich? Welche Begriffe tauchen zusammen auf? Genau dort erkennt Google oft die Verbindung.

BeobachtungWas Google daraus macht
Neuer Begriff wird häufig genutztEr wird zunächst als eigenständig behandelt
Begriff erscheint in einem klaren ThemenkontextGoogle ordnet ihn schrittweise einem Thema zu
Mehrere Formulierungen meinen dasselbeDie Suchmaschine erkennt mögliche Synonyme automatisch
  • Synonyme werden nicht manuell eingepflegt.
  • Google lernt aus der Nutzung und aus dem Kontext.
  • Neue Begriffe brauchen Zeit, bis sie sauber eingeordnet sind.

Zur Erinnerung: 15% aller Anfragen, die Google täglich erhält, sind der Suchmaschine nicht bekannt.

Gerade deshalb ist es sinnvoll, Inhalte so zu schreiben, dass sie ein Thema natürlich umkreisen. Nicht mit künstlicher Wortwiederholung, sondern mit klaren Begriffen, echten Zusammenhängen und einer Sprache, die Menschen tatsächlich verwenden. Am Ende ist genau das oft der beste Weg, damit Google versteht, worum es wirklich geht.

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