Zusammenfassung
Google hat seine Werbeprodukte neu organisiert und drei neue Marken eingeführt.
Laut Sridhama Ravaswamy, Vice President of Commerce, wird sich die Funktionalität der Dienste praktisch nicht ändern. Der Zweck des Rebrandings ist es zu zeigen, in welche Richtung die Produkte sich entwickelt haben.
Für viele Werbetreibende ist das vor allem erst einmal eine Umstellung im Namen, nicht im Alltag. Wer bisher mit AdWords oder DoubleClick gearbeitet hat, muss sich also nicht auf ein komplett neues System einstellen. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, denn die neue Struktur macht deutlicher, wofür die einzelnen Angebote gedacht sind.
Die drei neuen Marken im Überblick
Google Ads
Google Ads ist die Marke, die AdWords jetzt ablösen wird. Die neue Plattform wird dazu beitragen, Anzeigen für Menschen zu schalten, die nach etwas suchen, Videos auf YouTube ansehen, neue Orte auf Google Maps erkunden, Apps auf Google Play finden usw.
Speziell für kleine Unternehmen sind neue Arten von Werbekampagnen möglich, die auf maschinellem Lernen basieren. Werbetreibende können damit Anzeigen in nur wenigen Minuten erstellen. Dadurch können sie sich auf wichtigere geschäftliche Fragen konzentrieren.
Google Marketing Plattform
Jetzt gibt es DoubleClick und Google Analytics 360 unter der einheitlichen Marke Google Marketing Plattform. Laut Google wird der Einsatz von Analysetechnologien und Werbung auf einer einzigen Plattform Werbetreibenden dabei helfen, den Verbraucher besser zu verstehen und bessere Ergebnisse zu erzielen. Die neue Plattform hilft Nutzern, Werbung zu planen, zu kaufen, zu messen und zu optimieren, ohne zwischen Tools wechseln zu müssen.
Google Ad Manager
Unter einer einzigen Marke gibt es nun DoubleClick for Publishers und DoubleClick Ad Exchange. Werbetreibende, die zuvor programmatische Anzeigen und GDN-Anzeigen gekauft haben, werden jetzt als "Autorisierte Käufer" (Authorized Buyers) aufgeführt.
Was das in der Praxis bedeutet
- Die bekannten Funktionen bleiben im Kern erhalten.
- Die neuen Namen sollen die Produktwelt klarer ordnen.
- Für Teams mit mehreren Tools kann die Bündelung den Arbeitsalltag übersichtlicher machen.
Am Ende ist das Rebranding also weniger ein Bruch als ein Signal: Google zieht die Linien zwischen Werbung, Analyse und Ausspielung sauberer nach. Für Nutzer ist das nicht spektakulär, aber durchaus hilfreich. Denn wenn ein Produktname sofort verrät, wofür ein Dienst gedacht ist, spart das im Alltag eben doch Zeit.