Zusammenfassung
Am 19. Oktober 2021 hat Google seinen Leitfaden für Quality Rater aktualisiert. Dies wird auf dem offiziellen Blog des Unternehmens berichtet, bleibt aber in allem weiterem unkonkret. Das genaue Datum ist in dem Dokument selbst angegeben. Die letzte Aktualisierung erfolgte vor einem Jahr, am 14. Oktober 2020
Nach Angaben von Google ging es bei der jüngsten Aktualisierung vor allem darum, einzelne Formulierungen klarer auszuarbeiten und die Informationen besser zu strukturieren. Die Gesamtzahl der Seiten des Dokuments wurde von 175 auf 172 reduziert.
Was neu ist:
- Die Definition der YMYL-Unterkategorie „Gruppen von Personen“ wurde erweitert. Google hat weitere Beispiele für YMYL-Inhalte für diesen Abschnitt hinzugefügt
- Aktualisierte Leitlinien für die Untersuchung der Reputation von Websites und Inhaltserstellern
- Umstrukturierung und Aktualisierung des Abschnitts „Niedrigste Seitenqualität“, einschließlich Beispiele
- Definition des Begriffs „anstößiger Inhalt“ (Upsetting-Offensive) vereinfacht
- Kleinere Änderungen im gesamten Dokument, wie Aktualisierung einiger Screenshots, URLs, Formulierungen und Beispiele. Entfernung veralteter Beispiele. Korrektur von Tippfehlern
Für die Praxis ist das vor allem deshalb interessant, weil Google an den Stellen nachschärft, an denen Bewertung besonders heikel ist: bei Vertrauen, Relevanz und der Einordnung sensibler Inhalte. Wer Inhalte für Menschen schreibt, sollte diese Signale nicht als Randnotiz sehen. Gerade bei YMYL-Themen kann schon eine unklare Formulierung den Unterschied machen.
| Bereich | Änderung | Warum es zählt |
|---|---|---|
| YMYL | Mehr Beispiele und klarere Definition | Bessere Einordnung sensibler Inhalte |
| Reputation | Leitlinien präzisiert | Stärkerer Fokus auf Vertrauenssignale |
| Niedrigste Qualität | Abschnitt umgebaut | Hilft bei der Bewertung problematischer Seiten |
Insgesamt hat Google mehr als 1.000 Änderungen an dem Dokument vorgenommen, aber die größten Aktualisierungen betreffen den Abschnitt mit den Inhalten niedrigster Qualität und die Inhalte, die sich auf Personengruppen beziehen. Genau dort lohnt sich ein genauer Blick, wenn man verstehen will, wohin sich die Qualitätsmaßstäbe entwickeln.