Zusammenfassung
Google hat bestätigt, dass die Länge der Such-Snippets reduziert wurde. Dies geschah etwa fünf Monate nach ihrer Erhöhung im Dezember. Der ehemalige Chefredakteur von Search Engine Land und jetzt ein Google-Mitarbeiter, Danny Sullivan, veröffentlichte eine Bestätigung auf Twitter:
Was heißt das für die tägliche Arbeit an einer Website? Vor allem: nicht in Hektik verfallen. Wer jetzt jede Meta-Description sofort auf eine starre Zeichenanzahl kürzt, reagiert eher auf ein bewegliches Ziel als auf eine feste Regel. Genau darin liegt der Punkt.
„Jetzt sind unsere Such-Snippets im Durchschnitt kürzer als in den letzten Wochen, allerdings etwas länger als vor der Umstellung, die wir im Dezember durchgeführt haben. Eine feststehende Länge für Snippets besteht nicht. Ihre Länge hängt davon ab, was unsere Systeme für am nützlichsten halten.“
Our search snippets are now shorter on average than in recent weeks, though slightly longer than before a change we made last December. There is no fixed length for snippets. Length varies based on what our systems deem to be most useful.
— Danny Sullivan (@dannysullivan) 14. Mai 2018
Nach dem Überwachungsinstrument SERP RankRanger, beträgt die durchschnittliche Länge der Suche auf dem Desktop jetzt über 160 Zeichen gegen etwa 300+ früher. Auf mobilen Geräten ist diese Zahl noch kleiner – etwa 130 Zeichen.
Für die Praxis bedeutet das vor allem eines: Snippets bleiben ein flexibler Bereich, kein festes Korsett. Google zieht sich die Informationen je nach Suchanfrage aus unterschiedlichen Quellen. Mal ist es die Meta-Description, mal ein Abschnitt direkt von der Seite. Wer Inhalte sauber strukturiert, gibt dem System mehr brauchbares Material an die Hand.
Lohnt es sich, die Meta-Descriptions sofort zu bearbeiten, um sie kürzer zu machen? Bei Google behauptet man, dass dies nicht notwendig sei, weil die meisten Descriptions dynamisch zusammengestellt werden und nicht immer von manuellen Meta-Descriptions stammen. Zum Beispiel hat eine aktuelle Studie von Yoast gezeigt, dass die Mehrheit der Snippets, die von Google angezeigt werden, von den Seiten aus dem Inhalt kommen, anstatt von Meta-Beschreibungen.
- Meta-Descriptions bleiben trotzdem sinnvoll, weil sie die Richtung vorgeben können.
- Klare Zwischenüberschriften helfen Google und Lesern gleichermaßen.
- Ein präziser erster Absatz ist oft stärker als eine künstlich gestutzte Kurzbeschreibung.
Zur gleichen Zeit, sagte Google-Mitarbeiter John Müller, dass sich – obwohl Snippets meistens dynamisch erzeugt werden – manuelle Arbeit mit den Meta-Beschreibungen für eine bessere Kontrolle über sie immer noch lohnt.
Was man daraus mitnehmen kann
Am Ende ist die wichtigste Lehre eher unspektakulär, aber nützlich: Inhalte sollten nicht nur für eine vermutete Zeichenlänge geschrieben werden. Besser ist es, den Kern einer Seite klar, verständlich und natürlich zu formulieren. Dann kann Google kürzen, erweitern oder umstellen, ohne dass die Aussage verloren geht.
| Bereich | Praktischer Effekt |
|---|---|
| Meta-Description | Hilft bei der Kontrolle, ist aber nicht immer die Quelle des Snippets. |
| Seiteninhalt | Wird häufig direkt für das Snippet herangezogen. |
| Struktur | Saubere Absätze und klare Überschriften erhöhen die Chance auf passende Auszüge. |
Wer seine Seiten also langfristig gut aufstellen will, sollte nicht auf eine fixe Snippet-Länge schielen, sondern auf Verständlichkeit. Das ist am Ende oft die robustere Strategie.