Zusammenfassung

Trotz der Tatsache, dass Google HTTPS unterstützt, plant die Suchmaschine derzeit nicht, HTTP-Websites als „nicht sicher“ in den Suchergebnissen zu markieren. Dies wurde von Gary Illyes auf einer SEO-Veranstaltung mitgeteilt.

Wie bereits berichtet, arbeitet Google daran, das entsprechende Label für alle HTTP-Websites in Chrome hinzuzufügen. Der Name „nicht sicher“ wird in der Adressleiste des Browsers angezeigt. Das Unternehmen beabsichtigt jedoch nicht, diese Innovation auf die Suchergebnisse auszudehnen.

Google wendet bereits Labels für Suchergebnisse an, z. B. „mobil-freundlich“ und „AMP“. Daher wäre es logisch anzunehmen, dass die Suchmaschine beginnen kann, auch HTTP-Sites entsprechend zu markieren. Darüber hinaus ist es in Chrome getan. Trotzdem hat das Unternehmen solche Pläne nicht.

Dass Google Chrome in Zukunft alle HTTP-Sites als unsicher markiert, wurde im September 2016 bekannt. Im Januar 2017 begann der Browser, HTTP-Seiten mit Feldern zur Eingabe von Passwörtern und Kreditkartendaten entsprechend zu kennzeichnen.

Ab Oktober markiert Chrome auch HTTP-Seiten in den folgenden zwei Situationen als nicht sicher: wenn die Seite Dateneingabefelder enthält, und alle HTTP-Seiten, die im Inkognito-Modus besucht werden.

Letztendlich wird der Browser alle HTTP-Ressourcen als unzuverlässig bezeichnen und diese Warnungen deutlicher machen. Das langfristige Ziel von Google besteht darin, die Sicherheit des Internets zu erhöhen, indem alle Websites auf das HTTPS-Protokoll umgestellt werden.

Was das für Website-Betreiber bedeutet

Für Betreiber von Websites ist die Botschaft ziemlich klar: In den Suchergebnissen bleibt Google zurückhaltend, im Browser selbst wird der Druck aber spürbar größer. Wer noch auf HTTP setzt, muss damit rechnen, dass Besucher die Warnung direkt sehen, bevor sie überhaupt weiterklicken. Das ist kein Detail am Rand, sondern ein sichtbarer Vertrauensfaktor.

Gerade bei Formularen, Logins oder anderen Eingabefeldern kann das schnell unangenehm werden. Ein Nutzer fragt sich dann nicht lange, ob er weitermacht. Oft ist die Antwort schlicht: lieber nicht. Genau deshalb lohnt sich der Umstieg auf HTTPS nicht nur technisch, sondern auch ganz praktisch für die Wahrnehmung einer Seite.

Worauf Sie jetzt achten sollten

  • Prüfen Sie, ob Ihre komplette Website bereits über HTTPS erreichbar ist.
  • Kontrollieren Sie Weiterleitungen von HTTP auf HTTPS.
  • Stellen Sie sicher, dass interne Links und Ressourcen ebenfalls sauber umgestellt sind.
  • Testen Sie besonders Seiten mit Formularen, Login-Bereichen und Checkout-Prozessen.
BereichWarum wichtigTypischer Effekt
HTTP in ChromeWarnhinweis in der AdressleisteWeniger Vertrauen beim Besuch
HTTPS-UmstellungVerschlüsselte VerbindungMehr Sicherheit und bessere Nutzererfahrung
SuchergebnisseKeine zusätzliche Kennzeichnung geplantKeine direkte Markierung durch Google

Am Ende ist es ein schrittweiser Wandel, aber die Richtung ist eindeutig. Google macht HTTP nicht über Nacht unsichtbar, setzt aber immer stärkere Signale. Wer seine Website heute sauber auf HTTPS umstellt, erspart sich späteren Druck und wirkt für Besucher von Anfang an verlässlicher.

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