Zusammenfassung
Während des letzten Videotreffens für Webmaster hat John Müller bestätigt, dass Grammatik nicht auf das Ranking von Websites bei der Suche beeinträchtigt. Im zufolge ist es unwahrscheinlich, dass Google über Algorithmen verfügt, die Websites auf grammatikalische Fehler hin überprüft.
Zuvor hat es über Matt Cutts bereits eine Aussage gegeben, dass Rechtschreibung und Grammatik keine Faktoren im Ranking spielen. John Müller hat das jetzt erneut bestätigt.
Die Frage an Müller war: „Beeinflusst Grammatik SEO?“
Antwort:
„Kaum. Es hängt mehr davon ab, wie es aus Sicht der Nutzer wahrgenommen wird. Wenn Sie eine Bank-Website sind und eine schlechte Sprache kultivieren, dann geht das meist mit einem Vertrauensverlust einher. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Das ist insbesondere bei Inhalten der Fall, die von Benutzern generiert werden. Sie könnten ihre Fehler korrigieren. Vielleicht könntest Du es tun, aber es ist nicht ratsam.
Ich weiß nicht, ob wir Algorithmen haben, die Grammatik genau analysieren und die Seiten für Fehler im Ranking senken. Ich weiß es nicht. Es ist möglich, aber unwahrscheinlich. Wir können bessere Wege finden, um Inhalte geringer Qualität zu finden, als die Grammatik zu überprüfen. Dies liegt daran, solche Dinge wie Grammatik und deren Variationen in den jeweiligen Landessprachen nur sehr schwierig zu beurteilen sind. Wir können also nicht die Grammatik von Seiten in Schweizerdeutsch überprüfen.“
Was das für die Praxis bedeutet
Für die Suchmaschinenoptimierung ist das eine wichtige Einordnung: Nicht jeder sprachliche Fehler wird zum Problem. Entscheidend ist eher, ob ein Text insgesamt sauber, glaubwürdig und für Leser gut verständlich wirkt. Ein kleiner Tippfehler ist selten dramatisch. Wenn ein Beitrag aber holprig, unklar oder nachlässig formuliert ist, kann das Vertrauen leiden.
Gerade bei sensiblen Themen wie Finanzen, Gesundheit oder Recht lohnt sich deshalb ein genauer Blick. Dort zählt nicht nur der Inhalt, sondern auch die Sorgfalt, mit der er präsentiert wird. Wer Inhalte veröffentlicht, sollte also weniger auf „perfekte Grammatik für Google“ schielen, sondern auf Lesbarkeit und Qualität achten.
Darauf kommt es eher an
- klare und verständliche Formulierungen
- eine saubere Struktur mit sinnvollen Absätzen
- korrekte Fachbegriffe und konsistente Schreibweise
- ein Ton, der Vertrauen schafft
Am Ende ist es oft wie bei einem Ladenlokal: Nicht die kleinste Unebenheit im Boden entscheidet, sondern der Gesamteindruck. Genau so lesen Nutzer auch Inhalte im Web. Und Google orientiert sich am Ende ebenfalls stark daran, wie hilfreich eine Seite wirkt.