Zusammenfassung
Google führte das neue Format AMP Stories ein, das im Rahmen des AMP-Projekts eingebunden ist. Jetzt können Publisher Publikationen erstellen, die aus mehreren Screens bestehen und mit Bildern oder Videos versehen sind.
AMP-Stories werden auf Basis der technischen Infrastruktur von AMP erstellt. Dadurch können Publisher Techniken wie das Prerendering von Seiten, das Optimieren von Videos und das Caching verwenden, um die Bereitstellung von Inhalten für den Endnutzer zu optimieren.
Genau darin liegt der Reiz des Formats: Inhalte sollen nicht nur gut aussehen, sondern sich auch schnell und reibungslos öffnen. Wer schon einmal auf dem Smartphone auf eine träge Seite gewartet hat, weiß, wie schnell Aufmerksamkeit verloren geht. AMP Stories setzen deshalb auf ein visuelles, leicht konsumierbares Format, das sich eher wie eine kleine Erzählung anfühlt als wie ein klassischer Artikel.
„Manche Geschichten werden am besten durch Text erzählt, andere durch Bilder und Videos. Auf Mobilgeräten sehen Benutzer viele Artikel, sind aber nur mit wenigen in eine Interaktion involviert. Mithilfe von Bildern, Videos und Grafiken können Publisher die Aufmerksamkeit der Nutzer gewinnen und ihre Beteiligung durch eindrucksvolle und leicht konsumierbare visuelle Informationen unterstützen“, heißt es auf dem Blog von Google Developers.
Der Launch von AMP Stories soll die Produktion solcher Stories aus technischer Sicht so einfach wie möglich machen. Das neue Format enthält einen vordefinierten Satz flexibler Vorlagen, standardisierte UI-Einstellungen sowie Komponenten für das Teilen und Hinzufügen von Share Buttons.
Für Publisher ist das vor allem praktisch, weil sich damit ein klarer Rahmen ergibt: weniger Basteln an der Technik, mehr Fokus auf die Geschichte selbst. Gerade bei kurzen, visuell starken Inhalten kann das ein echter Vorteil sein.
Was AMP Stories für Publisher bedeutet
- schnellere Auslieferung durch AMP-Infrastruktur
- visuelle Story-Formate für mobile Nutzer
- standardisierte Bausteine für eine einfachere Produktion
- mehr Möglichkeiten für Bilder, Videos und grafische Elemente
Bei der Suche nach Google AMP-History werden derzeit die Funktionen in Form eines Scroll-Karussells dargestellt. Ab heute stehen AMP Stories allen Interessierten in der Preview-Version für Entwickler zur Verfügung. Bei der Entwicklung von AMP Stories beteiligten sich Herausgeber wie CNN, Conde Nast, Hearst, Mashable, Meredith, Mic, The Washington Post und Vox Media.
Ob sich das Format langfristig durchsetzt, wird sich zeigen. Klar ist aber schon jetzt: Google versucht, mobile Inhalte stärker in Richtung Storytelling zu bewegen. Und das passt zu einem Nutzungsverhalten, das immer stärker von schnellen, visuellen Formaten geprägt ist.
| Aspekt | Nutzen |
|---|---|
| Prerendering | schnellerer Seitenaufbau |
| Caching | effizientere Auslieferung von Inhalten |
| Vorlagen | einfachere Produktion von Stories |
| Share-Elemente | leichteres Teilen der Inhalte |