Zusammenfassung
Vor Kurzem empfahl der Qualitätsbeauftragte von Google, John Müller, auf Twitter, dass neue Websites sofort auf der Basis von HTTPS erstellt werden sollten.
„Wenn Sie eine neue Website erstellen, verwenden Sie einfach sofort HTTPS. Dies ist keine Voraussetzung, aber es ist ein Signal, und es ist von Anfang an einfacher, als es später auf https umzustellen“
, so Müller.
If you're setting up a new website, just use HTTPS. It's not required, but it's a signal, and it's easier to do it from the start than to add it later.
— John ☆.o(≧▽≦)o.☆ (@JohnMu) 13. Februar 2018
Im Allgemeinen ist das Umstellen einer Website von HTTP zu HTTPS eine machbare Aufgabe, und Google hat alle erforderlichen Informationen bereitgestellt, um es unter SEO-Aspekten richtig zu machen. In der Phase der Erstellung einer Site ist die Implementierung eines sicheren Protokolls jedoch einfacher als später. Darüber hinaus werden Probleme vermieden, die bei der zukünftigen Migration von HTTP zu HTTPS auftreten können.
Genau darin liegt der praktische Punkt: Wer heute neu startet, spart sich später oft unnötige Umwege. Zertifikate, Weiterleitungen, gemischte Inhalte oder alte interne Verlinkungen können bei einer nachträglichen Umstellung schnell zur Geduldsprobe werden. Mit HTTPS von Anfang an bleibt die technische Basis sauberer und der Start wirkt weniger wie ein Provisorium.
Warum HTTPS heute fast zum Standard gehört
Google fördert seit einigen Jahren aktiv den Übergang von Websites zum gesicherten Protokoll, um das Internet zu einem sicheren Platz für alle Benutzer zu machen.
Im Alltag ist das längst mehr als nur ein technisches Detail. Besucher achten auf Sicherheitssignale, Browser reagieren deutlicher auf unsichere Verbindungen, und auch für die Suchmaschine ist HTTPS ein klares Signal. Es geht also nicht nur um Ranking, sondern auch um Vertrauen.
- HTTPS schützt die Übertragung zwischen Browser und Server.
- Es schafft Vertrauen bei Nutzern, gerade bei Formularen oder Logins.
- Es reduziert spätere Risiken bei Relaunches oder Migrationen.
Ein Blick auf die Entwicklung
| Zeitraum | Google-Maßnahme | Praktische Wirkung |
|---|---|---|
| Dezember 2015 | HTTPS-Version wird standardmäßig indexiert | Die sichere Variante rückt in den Fokus |
| Oktober 2016 | HTTPS bleibt auch mit kleineren Fehlern ein Ranking-Signal | Der Umstieg wird weiter begünstigt |
| Juli 2018 | Chrome markiert HTTP-Seiten als nicht vertrauenswürdig | Unsichere Seiten werden sichtbarer problematisch |
All diese Bemühungen waren nicht umsonst: Der Anteil der HTTPS-Seiten in den Google-Suchergebnissen ist stetig gestiegen. Laut RankRanger entfallen derzeit mehr als 70% der Ergebnisse in den Top 10 bei Google auf sichere Websites, laut Mozcast sind es sogar 78%.
Für neue Projekte ist die Richtung damit ziemlich klar. Wer direkt mit HTTPS startet, baut nicht nur moderner, sondern auch ruhiger. Und genau das ist am Ende oft der angenehmste Weg: weniger Nacharbeit, weniger Reibung, mehr Klarheit von Beginn an.