Zusammenfassung

Google empfiehlt, künftig nicht mehr den Antwortcode 403 zu verwenden und wenn dies doch erfolgt ist, ist es besser, ihn durch 404 zu ersetzen. Diese Empfehlung wurde von John Müller ausgegeben.

Warum ist das überhaupt ein Thema? Weil Suchmaschinen bei der Einordnung von Seiten sehr genau hinschauen, aber nicht jede technische Feinheit gleich interpretieren. Für Betreiber von Websites mit nutzergenerierten Inhalten kann das schnell relevant werden, etwa wenn einzelne Beiträge entfernt werden sollen.

„SEO’s, korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege. Die Website wird wegen UGC (user-generated Content, Anm. Redaktion) sanktioniert. Der Inhaber der Website stellt für diese Seiten den Server-Antwortcode 403 statt 404. Wird Google es akzeptieren und betroffene Seiten aus dem Index entfernen?“ – fragte ein Twitter-Nutzer.

Müller kommentierte die Frage, indem er folgendes beantwortete:

„403 ist ein bisschen seltsam, aber schlechte Seiten werden schon den Index verlassen. Ich würde stattdessen 404 verwenden. Warum es kompliziert machen, wenn eine gute Lösung so einfach ist.“

Praktisch heißt das: Wer Inhalte wirklich aus dem Index bekommen möchte, fährt mit einem sauberen 404-Status meist klarer. Der Code 403 signalisiert zwar ebenfalls eine Sperre, ist für diesen Zweck aber weniger eindeutig. Genau diese kleine Unschärfe kann im Alltag unnötig Arbeit machen.

  • 404 verwenden, wenn eine Seite dauerhaft entfernt wurde.
  • 403 nur dann einsetzen, wenn der Zugriff bewusst verweigert werden soll.
  • Weiterleitungen zur Startseite vermeiden, wenn die Seite eigentlich verschwinden soll.
StatuscodeTypische BedeutungEmpfehlung für den Index
403Zugriff verbotenKann funktionieren, ist aber weniger klar
404Nicht gefundenSauberer Weg für entfernte Inhalte

Wir erinnern daran, dass Google die Websites für den 404-Fehler nicht im Ranking abstuft, sondern den Inhalt solcher Seiten lediglich nicht crawlt. Die Umleitung aller Seiten zur Hauptseite wird als Soft-404 behandelt. Wer also aufräumt, sollte es möglichst eindeutig tun.

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