Zusammenfassung

Google wird die Entscheidung der Europäischen Kommission bzgl. der Google Shopping Entscheidung nicht sang und klanglos hinnehmen und einfach so eingestehen, dass man seine marktbeherrschende Position ausnutzt. Zu viel steht auf dem Spiel, denn ein solcher Entscheid kann exemplarisch auch auf andere Länder bezogen werden und einen weltweiten Stein ins Rollen bringen. Das ist gefährlich.

Man stimmt also der Entscheidung nicht zu und plant die Berufung, so Google’s SVP und General Counsel Kent Walker, in einem offiziellen Blog von Google:

„Wenn Sie unter Verwendung von Google Shopping nach Produkten suchen, versuchen wir, Ihnen das zu geben, was Sie suchen. Unsere Fähigkeit, dieses gut zu machen bedeutet nicht, dass wir uns oder anderen den Vorzug dabei geben. Dies ist das Ergebnis harter Arbeit und Innovation, basierend auf dem Feedback von Nutzern. Angesichts dieser Tatsache, stimmen wir nicht mit den heute angekündigten Maßnahmen der Europäischen Kommission zu. Wir beraten die Entscheidung der Kommission im Detail, da wir erwägen in Berufung zu gehen. Wir freuen uns darauf, unser Geschäft weiterhin gut fortsetzen zu können.“

Was an der Entscheidung jetzt besonders heikel ist

Für Google geht es dabei nicht nur um eine einzelne Maßnahme, sondern um ein Signal an den gesamten Markt. Wenn eine Plattform dieser Größe in Europa reguliert wird, schauen Wettbewerber, Händler und Aufsichtsbehörden weltweit sehr genau hin. Genau deshalb dürfte die Berufung für Google mehr sein als reine Schadensbegrenzung.

Worum es im Kern geht

  • um die Frage, ob Google eigene Dienste bevorzugt
  • um die Bewertung von Marktmacht und Fairness im Wettbewerb
  • um mögliche Folgen für ähnliche Verfahren in anderen Ländern

Ob die Berufung am Ende Erfolg hat oder nicht, bleibt offen. Klar ist aber schon jetzt: Der Streit um Google Shopping ist kein kleines Randthema. Er berührt die Grundfrage, wie viel Einfluss große Plattformen auf Sichtbarkeit und Wettbewerb haben dürfen.

PunktBedeutung
Entscheidung der EUVorwurf der Bevorzugung eigener Angebote
Reaktion von GoogleAnkündigung der Prüfung und möglichen Berufung
AuswirkungSignalwirkung für weitere Märkte und Verfahren

Für Beobachter bleibt damit vor allem eine Frage spannend: Wie weit reicht die Regulierung großer Tech-Konzerne in Zukunft wirklich?

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