Zusammenfassung
Während des letzten Video-Meetings für Webmaster beantwortete der Google-Mitarbeiter John Mueller eine Frage zur Erstellung von Inhalten für bestimmte Keywords. Konkret ging es um Fragestellungen, ob es besser ist, weniger, aber dafür mehr „stärkere“ Unterseiten zu erstellen, die für das Hauptkeyword optimiert sind, oder ob es besser ist, mehr Seiten für relevante Keywords zu erstellen.
Im Allgemeinen ging es bei der Frage um die Festlegung einer Content Strategie für die Haupt- und Zusatzschlagwörter. Bei der Frage ging es konkret um eine E-Commerce-Website.
Laut Mueller hängt der Umgang mit Inhalten von der Strategie des Unternehmens ab. Im Prinzip sind beide akzeptabel, aber wenn es weniger Seiten sind, sind sie immer noch ein bisschen stärker.
Auch der Wettbewerb auf dem Gebiet, in dem das Unternehmen tätig ist, spielt eine Rolle. Wenn es für bestimmte Suchanfragen ernstzunehmende Konkurrenten gibt, ist es besser, ein paar „sehr starke“ Seiten zu erstellen. Wenn die Konkurrenz nicht so groß ist, kann es mehr Seiten geben.
Wenn ein Unternehmen mit einer kleinen Anzahl von Unterseiten beginnt, ist es wichtig, dass diese von hoher Qualität und „stark“ sind, um in der gewählten Nische erfolgreich zu sein. Im Laufe der Zeit kann dann die Anzahl der Seiten erhöht werden, um mehr Themen in dieser Nische abzudecken.
Was das für die Praxis bedeutet
Genau hier wird es spannend: Nicht jede Website braucht sofort ein großes Content-Universum. Oft ist es klüger, erst die Seiten zu bauen, die wirklich tragen. Eine gut ausgearbeitete Kategorie- oder Leistungsseite kann mehr bewirken als fünf halbherzige Unterseiten, die am Ende nur nebeneinander stehen.
Wer sich fragt, wo er anfangen soll, kann sich an drei einfachen Punkten orientieren:
- Welche Suchanfragen sind geschäftlich am wichtigsten?
- Welche Themen lassen sich sinnvoll auf einer starken Seite bündeln?
- Wo lohnt sich später eine zusätzliche Unterseite, weil der Bedarf klar wächst?
Erst Substanz, dann Breite
Das ist im Grunde die Logik hinter Muellers Antwort. Eine Website muss nicht von Tag eins an alles abdecken. Wichtiger ist, dass die ersten Seiten sauber aufgebaut sind, die Suchintention treffen und intern gut verbunden werden. Genau dadurch erkennt Google, welche Inhalte Priorität haben.
| Ansatz | Vorteil | Wann sinnvoll? |
|---|---|---|
| Wenige starke Seiten | Klare Relevanz, mehr Tiefe | Bei hart umkämpften Keywords |
| Mehr einzelne Seiten | Breitere Abdeckung | Bei geringerer Konkurrenz oder vielen Themen |
Google kann man mitteilen, welche Inhalte wichtiger sind, indem man interne Verlinkung richtig anwendet.
Am Ende ist es also kein Entweder-oder. Entscheidend ist, dass die Struktur zur Konkurrenz, zum Angebot und zur eigenen Zielsetzung passt. Wer mit starken Seiten startet und später sinnvoll erweitert, baut meist nachhaltiger auf als mit einer schnellen Masse an Inhalten.