Zusammenfassung

Auf der Konferenz „State of Search“ in Dallas bestätigte Gary Illyes, dass 301 und 302 Redirects den Page Rank vollständig weiterleiten.

Lange Zeit war das ein und unter Webmastern gab es zweigeteilte Meinungen. Einige bestehen darauf, dass es aus Gründen der Übertragung des Page Ranks besser sein eine 301 Umleitung zu verwenden, andere wiederum sprachen sich für 302 Umleitungen aus.

Gary Illyes sagte folgendes:

„Wir haben selbst an dem Tag, an dem Tag, an dem Matt Cutts ein Video zu diesem Thema machte – getestet und festgestellt, dass 301 Weiterleitungen den Page Rank nicht oder nicht vollständig übertragen haben. Gleichzeitig haben wir mehrere Änderungen am Indizierungssystem vorgenommen, in denen Page Rank berechnet wird, und ich weiß, dass es behoben wurde. 301 und 302 Weiterleitungen übertragen den gesamten Page Rank auf die Seite, für die die Weiterleitung konfiguriert ist. Andere Signale sollen auch folgen.“

Illyess Antwort zeigt auch, dass einige dieser Videos, die von Matt Cattle aufgezeichnet wurden, nicht mehr relevant sind.

Für die Praxis heißt das vor allem: Die alte Angst vor „falscher“ Weiterleitung ist heute meist übertrieben. Wichtiger ist, dass die Umleitung sauber eingerichtet ist und der Nutzer ohne Umwege dort landet, wo er landen soll. Genau an dieser Stelle entscheidet oft nicht die Theorie, sondern die saubere Umsetzung im Alltag.

Gerade in der professionellen Suchmaschinenoptimierung in Köln zeigt sich das immer wieder: Eine Weiterleitung ist selten nur ein technisches Detail, sondern Teil einer größeren Struktur. Wer sauber plant, spart sich später unnötige Korrekturen und hält die Seite nachvollziehbar.

Was bedeutet das für die Wahl zwischen 301 und 302?

Danach fragte Jennifer Slagg von TheSEMPost, Gary Illyes eine sehr präzise Frage. „Also, was ist besser, 301 oder 302 Weiterleitungen?“

Illyes: „Sie leiten beide gleichermaßen den Page Rank weiter.“

  • 301 wird meist verwendet, wenn eine Weiterleitung dauerhaft gedacht ist.
  • 302 passt eher zu einer vorübergehenden Umleitung.
  • Für die Weitergabe von Signalen macht Google laut Illyes heute keinen entscheidenden Unterschied mehr.

Am Ende bleibt also weniger die Frage nach dem Ranking-Effekt, sondern eher die nach dem Einsatzzweck. Wer eine URL dauerhaft ersetzt, nimmt weiterhin die 301. Wer nur kurzfristig umleitet, greift zur 302. So bleibt die Struktur verständlich – für Suchmaschinen und für Menschen.

Worauf es in der Umsetzung ankommt

SituationPassende WeiterleitungPraktischer Gedanke
Dauerhafte neue URL301Die alte Adresse wird ersetzt.
Temporäre Umleitung302Die ursprüngliche URL bleibt vorerst relevant.
Unklare PlanungErst klären, dann umleitenSaubere Struktur ist wichtiger als Bauchgefühl.

Wer Weiterleitungen so betrachtet, arbeitet nicht gegen Suchmaschinen, sondern mit ihnen. Und genau das macht am Ende oft den Unterschied zwischen einer holprigen und einer stimmigen Website.

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