Zusammenfassung

Facebook hat angekündigt, dass Nutzerkonten auf Facebook und Instagram nicht mehr miteinander verknüpfen werden, es sei denn, sie wurden im Accounts Center verknüpft. Diese Konten werden nun bei der Erstellung von Anzeigenprognosen und der Messung der Kampagnenleistung als separate Einheiten (Nutzer) behandelt.

Für Werbetreibende klingt das zunächst nach einer kleinen technischen Anpassung. In der Praxis kann sie aber Einfluss darauf haben, wie Zielgruppen eingeschätzt und Ergebnisse eingeordnet werden. Wer also mit Prognosen arbeitet, sollte die Zahlen in den kommenden Wochen etwas genauer im Blick behalten.

Bisher zählte das Unternehmen einen Nutzer mit mehreren Konten zu Werbezwecken als eine Person, wenn diese Konten über die Facebook- und Instagram miteinander verknüpft waren und Facebook davon ausging, dass diese Konten zu ein und derselben Person gehörten. Wenn ein Nutzer zum Beispiel dieselbe E-Mail-Adresse sowohl auf Facebook, als auch auf Instagram verwendet oder beide Plattformen von demselben Gerät aus besucht, werden diese Konten bei der Interaktion mit Anzeigen als eine Person gezählt.

Facebook hat davor gewarnt, dass Werbetreibende im Zuge der Einführung des Updates die Auswirkungen auf Vorhersagen in der Kampagnenplanung, sowie auf einzelne Metriken in Leistungsberichten sehen könnten. Insbesondere wird erwartet, dass die Prognosen für ungefähre Zielgruppen steigen werden. In Bezug auf die Reichweite dürften sich bei den meisten Kampagnen keine nennenswerten Änderungen ergeben.

Was das für die tägliche Arbeit bedeutet

Gerade bei der Planung von Kampagnen lohnt sich jetzt ein kurzer Realitätscheck: Stimmen die bisherigen Annahmen noch, wenn Facebook und Instagram nicht mehr automatisch als eine gemeinsame Nutzerbasis behandelt werden? Nicht jede Kennzahl kippt dadurch, aber manche Prognose wirkt plötzlich etwas großzügiger als zuvor.

  • Prognosen können sich sichtbar verändern.
  • Einzelne Leistungsmetriken sollten nicht isoliert bewertet werden.
  • Vergleiche mit älteren Berichten brauchen etwas Kontext.

Am Ende geht es weniger um große Umbrüche als um saubere Einordnung. Wer die Entwicklung kennt, liest die Zahlen ruhiger und trifft bessere Entscheidungen.

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