Zusammenfassung
Die Europäische Kommission bereitet eine neue Kartellstrafe gegen Google vor. Dieses Mal geht es um Google AdSense. Man rechnet damit, dass die Regulierungsbehörde ihre Entscheidung über die Höhe der Geldbuße in den kommenden Wochen bekanntgeben wird.
Die Kommission behauptet, dass Googles Verträge gegen Kartellgesetze verstoßen, weil es anderen Partner verbieten würde andere Werbenetzwerke zu verwenden. Genau an diesem Punkt wird der Fall heikel: Wenn ein Anbieter den Zugang zum Markt zu stark lenkt, bleibt für andere kaum noch Luft zum Atmen.
In welcher Höhe die Geldstrafe sich bewegen wird, ist noch nicht bekannt. Es wird jedoch angenommen, dass dieser Betrag sich im Euro Millionen-, wenn nicht sogar Milliardenbereich bewegen könnte.
Für Google wäre das nicht nur finanziell unangenehm, sondern auch ein weiteres Signal aus Brüssel. Die Frage ist längst nicht mehr nur, ob ein Verstoß vorliegt, sondern wie streng die Kommission digitale Marktmacht künftig bewertet.
Ein Vertreter von Google lehnte es ab, sich zu äußern. Früher sagte das Unternehmen, dass es einen starken Wettbewerb auf dem Werbemarkt gab. Auch der Pressedienst der Europäischen Kommission reagierte nicht auf die Bitte um Stellungnahme.
Die Vorwürfe gegen Google AdSense wurden im Juli 2016 gegen das Unternehmen erhoben.