Zusammenfassung
Laut dem Monitoring-Tool SERP RankRanger entfallen aktuell mehr als 70% der Ergebnisse auf der ersten Seite der Suchergebnisse von Google.com auf HTTPS-Websites. Laut Mozcast beträgt diese Zahl 78%.
Im Allgemeinen zeigen RankRanger und Mozcast ähnliche Werte, aber sie sind nicht identisch, da sie verschiedene Gruppen von Suchbegriffe überwachen. Zum Vergleich: Im Juli 2017 lag der Anteil der HTTPS-Ressourcen in den Top 10 von Google.com bei etwa 50%.
Erinnern wir uns, dass Google einige Jahre aktiv den Übergang der Seiten zum geschützten Protokoll fördert. Alles Maßnahmen, die versuchen das Internet zu einem sichereren Platz für alle User zu machen.
Im Dezember 2015 begann Google standardmäßig mit der Indizierung der HTTPS-Version der Seite. Seitdem hat sich der Anteil von HTTPS-Seiten in der Top-Ten der Suchmaschine leicht, aber stetig erhöht.
Im Oktober 2016 wurde bekannt, dass ein kleiner Wertzuwachs im Google-Ranking immer noch alle HTTPS-Seiten erhält – auch wenn es Protokollfehler gibt.
Anfang Februar 2018 kündigte Google an, dass ab Juli 2018 der Chrome-Browser alle HTTP-Sites als unzuverlässig markieren wird (wir haben berichtet).
Was das für Website-Betreiber bedeutet
Die Entwicklung ist kein Zufall. Wer heute noch auf HTTP setzt, sendet nicht nur ein technisches Signal an den Browser, sondern auch ein Vertrauenssignal an die Nutzer. Und genau dieses Vertrauen wird im Alltag oft unterschätzt: Ein Schloss-Symbol in der Adresszeile wirkt unscheinbar, kann aber den Unterschied machen, wenn jemand ein Formular ausfüllt oder einen Kauf abschließen soll.
Für Betreiber von Websites heißt das vor allem: HTTPS ist längst kein „Nice-to-have“ mehr. Es gehört zur sauberen technischen Basis, genauso wie eine funktionierende Weiterleitung oder ein korrektes Zertifikat.
Worauf Sie praktisch achten sollten
- alle HTTP-URLs konsequent auf HTTPS weiterleiten
- interne Links, Canonicals und Sitemaps auf die sichere Version prüfen
- gemischte Inhalte vermeiden, damit der Browser keine Warnungen ausgibt
- das SSL-Zertifikat regelmäßig kontrollieren und rechtzeitig erneuern
Am Ende ist die Richtung klar: Google belohnt Sicherheit nicht als kurzfristigen Trick, sondern als Teil einer stabilen Web-Architektur. Wer das früh sauber umsetzt, erspart sich später oft unnötige Korrekturen.
| Entwicklung | Beobachtung |
|---|---|
| Juli 2017 | etwa 50% HTTPS-Anteil in den Top 10 |
| aktuell | mehr als 70%, bei Mozcast 78% |
| Folge | HTTPS wird zum klaren Standard |