Zusammenfassung

Global Forum für die Bekämpfung der Online-Terrorismus (GIFCT), dem Google, Facebook, Microsoft, Youtube und Twitter angehören, hat die Absicht angekündigt, dieses Jahr einen speziellen Algorithmus zu implementieren, der gefährliche Inhalte entfernen lässt, bevor sie überall veröffentlicht werden.

Zu diesem Zweck wurden bereits 88.000 Hashes von Terroristenaufzeichnungen in die spezielle Datenbank in mehr als 12 Sprachen der Welt aufgenommen.

Ein Hash ist eine Art digitaler Schnappschuss von Informationen, eine codierte Zeichenkette, in der ein großer Datensatz verschlüsselt ist. GIFCT erstellt eine gemeinsame Datenbank, in der alle interessierten Unternehmen ihre eigenen gefährlichen Inhaltsdatensätze hinzufügen können. In den letzten Monaten wurden etwa 4.734.000 Datensätze dieser Datenbank hinzugefügt.

Jetzt ist der Algorithmus für die automatische Blockierung von Inhalten vor der Veröffentlichung im Beta-Test, der bis Ende Herbst abgeschlossen sein soll.

Die Organisation GIFCT hat versprochen, auch kleinen Unternehmen zu helfen, die ihre Dienste vor der terroristischen Inhalten schützen wollen. Dafür haben sich bereits mehr als 70 Unternehmen beworben, die Terrorberichte in ihren Diensten und auf Websites vermeiden und löschen möchten. Es wird angenommen, dass terroristische Inhalte bis Ende 2018 bis zu 100.000 Hashes erreichen werden.

Was das in der Praxis bedeutet

Für Plattformen ist das mehr als nur ein technisches Update. Wer Inhalte in großem Umfang prüft, kennt das Problem: Zwischen Upload und Sichtbarkeit bleibt oft nur ein winziges Zeitfenster. Genau dort soll der neue Ansatz ansetzen. Statt erst nachträglich zu reagieren, wird der Abgleich mit bekannten Mustern vorgezogen.

  • Inhalte können schneller erkannt und gestoppt werden.
  • Plattformen erhalten eine gemeinsame technische Grundlage.
  • Auch kleinere Anbieter sollen von der Infrastruktur profitieren.

Das Globale Internetforum zur Bekämpfung des Terrorismus wurde im Juni 2017 eingerichtet. Zu den Hauptzielen des Forums gehören die Technologie bei der Erkennung von Terroristen verwendeten Materialien zu verbessern und bessere Mittel im Kampf gegen Extremismus und Hass zu entwickeln.

Ein Ansatz mit klarer Richtung

Gerade bei sensiblen Inhalten ist Geschwindigkeit wichtig, aber nicht alles. Entscheidend bleibt, dass Systeme zuverlässig arbeiten und im Alltag handhabbar sind. Wenn der Beta-Test wie geplant abgeschlossen wird, dürfte sich zeigen, wie gut sich der Algorithmus in unterschiedliche Plattformen und Arbeitsabläufe einfügt.

BereichStand
Hashes in der Datenbank88.000
Sprachenmehr als 12
Unternehmen im Programmmehr als 70
Datensätze insgesamtetwa 4.734.000

Am Ende bleibt die zentrale Frage: Wie viel Schutz lässt sich automatisieren, ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben? Genau an dieser Stelle wird sich zeigen, wie tragfähig das Vorhaben wirklich ist.

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