Peinguin auf Russisch. Die erste Welle des Yandex-Algorithmus "Minusinsk" zeigt Auswirkungen

Veröffentlicht in: SEO Russland, am: 24 Juni 2015 | 1 Comment |

Seit 15. Mai schon ist ein Algorithmus bei der russischen Suchmaschine Nummer 1 aktiv, der eigens zur Bekämpfung von SEO-Links ins Leben gerufen wurde. Nach Berichten von Yandex sind in der ersten Welle alleine 488 Websites, vornehmlich im Raum Moskau, vom Update betroffen. Russische SEO’s und Webexperten haben von einer nachfolgenden Welle Ende Mai berichtet, die aber weitaus weniger Auswirkungen hatte.

Yandex "Minusinsk"

„Minusinsk“

 

In einem Interview hatte ein Sprecher der Suchmaschine bereits mitgeteilt, dass von dem Algorithmus die Webseitenbetreiber betroffen seien, die in ihrer Branche über die meisten SEO-Links verfügen würden. Sieht alles ein bisschen so aus, als wolle man hier mal exemplarisch die Großen schnappen, um in der jeweiligen Branche andere wiederum abzuschrecken.

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Erste Beobachtungen und Auswertungen über Minusinsk sind bereits nach diesen wenigen Wochen des Updates bereits erhoben.

Anfangsdaten

Die Vorgehensweise war immer die selbe: Suche nach den abgestraften Websites -> Datenerhebung -> Datenanalyse -> logische Schlussfolgerungen. Analysiert wurden 388 Websites, die mehr oder weniger vom „Minusinsk“ betroffen wurden.

Datensammlung

Um eine Vielzahl von Daten zu erhalten, wurden externe Dienste wie Majestic, Ahrefs zur Hilfe genommen. Erhobene Daten wurden danach manuell einzeln analysiert.

Ergebnisse der Studie

Trotz der Tatsache, dass Yandex angekündigt hat, dass alle Regionen und Branchen vom Update betroffen sein würden, wirkte sich der Algorithmus zunächst überwiegend auf die Region aus.

Neben den in der Region Moskau ansässigen Websites, die von Minusinsk betroffen waren, wurden acht ukrainische Websites abgestraft, drei weißrussische und zwei aus Kasachstan.

Verteilung der Domain-Zonen

Von allen betroffenen Seiten, sind etwa 80% im Yandex.Catalog eingetragen. Beliebteste Kategorien sind „Business“, „Haus & Garten“, „Hightech“.

In der Hauptsache fielen kommerzielle Sites unter den Filter, weil Sie auf dem Gebiet Linkkauf grundsätzlich am aktivsten agieren. Für die nächste Welle des Minusinsk wird erwartet, dass weiterhin vorauswiegend kommerzielle Websites abgestraft werden.

Bei der Analyse hat sich gezeigt, dass die meisten unter den Filter gefallenen Sites eine Domainpopularität von über 500 haben.

Betroffen waren sehr namhafte Internetunternehmen in Russland, wie holodilnik.ru mit Umsatz von über 260 Mio US-Dollar (Platz 14 in der Liste der größten Online-Händler Russlands) und andere, darunter viele beliebte Online-Shops.

22 SEO-Agenturen wurden außerdem von Maßnahmen betroffen.

Fallstudie: Raus aus dem Pinguin. Erkannt und behoben

Der Yandex Algorithmus gleicht in seiner Wirkweise sehr dem Google Penguin-Update. Bei Minusinsk ist die Reichweite nicht das, was Yandex angekündigt hat, aber dadurch, dass Yandex sich exemplarisch die 488 Größten der Branchen vorgenommen hat, dürfte die Szene entsprechend aufgeschreckt sein. Weitere Maßnahmen folgen garantiert.

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1 Kommentar zum Beitrag : Peinguin auf Russisch. Die erste Welle des Yandex-Algorithmus „Minusinsk“ zeigt Auswirkungen

  1. Pierre sagt:

    Das zeigt doch aber ganz klar, dass Yandex dann Backlinks weiterhin im Algo bewertet, sonst wäre diese Abstrafung einfach sinnfrei. Genauso wird auch Google Backlinks immer in die Gewichtung mit einfließen lassen (müssen), weil sie immer noch einer der besten Indikatoren für die Bewertung einer Webseite bzw. Relevanz einer Webseite zu einem Thema sind.

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