Fracking in der Ukraine geht weiter! Shell-Konkurrent Chevron plant die Förderung von Schiefergas auf zweitem Gasfeld

Shell hat es vorgemacht und fördert in der Ukraine bald Schiefergas mit der umstrittenen Fracking Methode. Alle Verträge für ein Abkommen mit der Ukraine sind bereits unter Dach und Fach.

Jetzt kommt neue Bewegung ins Spiel, denn auch einer der weltweit größten Ölkonzerne Chevron plant die Förderung auf einem zweiten Gasfeld in der Ukraine. Wie RBC Ukraine bekannt gab, gebe es seitens des Umweltministers Oleg Proskuryakov Bestrebungen in Kürze einen Vertrag mit Chevron abzuschließen.

Oleg Proskuryakov, der ukrainische Umweltminister

Oleg Proskuryakov, der ukrainische Umweltminister

 

„Zuerst müssen alle Formalitäten erledigt sein, damit der Vertrag unterschriftsreif wird. Für die Entwicklung des Projekt müssen alle Umweltrisiken dargelegt werden. Wenn das alles geschehen ist, könnte es vielleicht schon in diesen Jahr zu einem Abschluss kommen“

– so Proskuryakov.

Zuvor äußerte sich bereits ein für die Region Verantwortlicher des Unternehmens, Peter Clarke.

„Ich bin zuversichtlich, dass es schon bald zu einem Abkommen über die Schiefergasförderung kommen wird. Die Verhandlungen können nicht ewig dauern!“

– so Clarke.

Chevron in Olesko, Ukraine

Chevron gewann die Ausschreibung über die Erschießung von Schiefergas in Olesko, in der westlichen Ukraine. Im Vorfeld gestaltete sich das Projekt schwerer als gedacht, weil sich das „Olesko-Feld“ über zwei Hoheitsgebiete erstreckt. Zum einen ist das Lwiw (Lemberg), zu anderen die Iwano-Frankiwsk Region. In diesen zwei Regionen fand man sich zum einen mit einer harschen Kritik von Umweltaktivisten konfrontiert, als auch von massiver Kritik seitens lokaler Politiker. In letzter Konsequenz hat das Kabinett jedoch eine Einigung herbeiführen können.

Fraking Ukraine Scheifergasmengen

Fraking Ukraine Scheifergasmengen. Prognostizierte Fördermengen beim Schiefergas in Olesko und Yuzovsky Gasfeldern

 

Chevron in Litauen

Chevron, der zweitgrößter US-Energiekonzern ist, möchte sich auch die Vorkommen in Litauen sichern. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, unterzeichneten Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaitė und Jay Johnson von Chevron eine vorläufige Vereinbarung über die Förderung von Schiefergas in Litauen.

Teil von Chevrons Strategie ist sicherlich auch der Kauf von 50 Prozent Unternehmensanteile an der „Litauischen Gesellschaft für Öl und Gas“. Bei dem Ausschreibungsverfahren über die Erschließung von Schiefergas, reichte Chevron als einziger Bewerber ein Angebot ein.

Die Chevron Corporation ist das zweitgrößte Öl- und Gasunternehmen in den USA. Das Unternehmen hat sich auf die Gewinnung und Erschließung von Kohlenwasserstoffen, Raffinierung, Marketing und Transport von Rohstoffen spezialisiert und betreibt in den Vereinigen Staaten landesweit ein Netz von Tankstellen.

„Unser erster Schritt – eine Einschätzung des Gesamtpotenzials“, sagte Johnson, der kürzlich auch eine Repräsentanz für seinen Konzern in Litauen eröffnet hat.

Einige anliegende Gemeinden laufen bereits Sturm gegen die geplanten Vorhaben, weil sie massive Umweltschäden und Gefahr für Leib und Leben befürchten.
Besonderheit am Gasvorkommen in Litauen ist, dass es in nur 1 km Tiefe liegt und verglichen mit den Vorkommen in Polen leicht zu fördern ist. Polens Vorkommen befinden sich in rund 3 Kilometern Tiefe.

Fracking. Vor- und Nachteile für die Ukraine

Natürlich stellt jedes Rohstoffvorkommen im eigenen Land eine Energieunabhängigkeit dar. Bei den Schiefergasvorkommen der Ukraine ist das die zukünftige Unabhängigkeit von teuren Gaslieferungen aus Russland. Doch die etwaigen Vorteile auf der einen Seite bergen große Gefahren für die Umwelt.

Bei der Fracking-Methode zur Gasgewinnung wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in das Schiefergestein gepumpt. Experten warnen vor dieser Methode, da neben einer massiven Verschmutzung von Gewässern, man davon ausgeht, dass sich das Risiko von Erdbeben signifikant erhöht und diese Risiken noch nicht abzuschätzen sind.

Gegner dieser Fördermethode waren die ukrainischen Parteien „Die Freiheit“ und „Vaterland“, die auch im Parlament gehört wurden. Letztendlich überwogen wohl die wirtschaftlichen Erwägungen und die Unabhängigkeit vom russischen Gas die noch nicht abzusehenden Folgen einer solchen Förderung.

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