Der Ukraine-Effekt. Auf der Suche nach Gas – Fracking in der Ukraine - Seite 4

Veröffentlicht in: Politik und Geschehnisse Ukraine, am: 16 März 2013 | 3 Comments |

Der -Effekt

Jahrelang führte die Ukraine ein Schattendasein, eingefasst vom großen Bruder . Auch international oder auf europäischer Ebene hatte die Ukraine wenig Bedeutung. Jetzt scheint sich die Situation zu ändern. In der Ukraine sind riesige Schiefergasvorkommen entdeckt worden, die Begehrlichkeiten seitens der großen Energie- und Ölkonzerne wecken.

Wen wundert es da schon, dass und bereits ihre Claims in der Ukraine abgesteckt haben, um zu fördern. Shell wird das in der Region tun und zwar unter maßgeblicher Förderung von Präsident und auch der niederländischen Politik.

Aber Janukowytsch wäre nicht Janukowytsch und die „Familie“ wäre nicht „Familie“ wenn man den Abbau alleine Shell überlassen würde. Vielmehr hat man sich auf einen 50-50-Deal geeinigt. Im Einzelnen sieht das so aus, dass Shell 50 Prozent der Vorkommen fördern darf und in der Projektverantwortung ist, einer ukrainischen Gesellschaft die anderen 50 Prozent vorbehalten sind.

Wenn man Parallelen zu ähnlich gearteten und politisch initiierten Abkommen zieht, wäre es durchaus interessant zu sehen, wer am Ende auf ukrainischer Seite Anteile am Unternehmen hält. Es wäre sicher nicht das erste Mal, dass Politiker und die Wirtschaft Händchen halten und einige wenige als Profiteure hervorgehen. Die Verträge sind jedenfalls schon geschlossen.

Ähnlich sieht es beim zweitgrößten Öl- und Gaskonzern der USA aus, Chevron. Hier steckt der Konzern mitten in den Verhandlungen über den Schiefergasabbau in einem zweiten Gasfeld, in einem anderen Teil der Ukraine, der sich über zwei Hoheitsgebiete erstreckt und bei dem es im Vorfeld der Verhandlungen bereits zu massiven Protesten seitens von Umweltschützern und Regionalpolitikern gekommen war.

Diese wurden jedoch relativ schnell davon überzeugt, besser zu Kooperieren und die Einigung steht jetzt kurz bevor. Auch laufen die Verhandlungen zwischen der Chevron Corporation und Litauen. Sollte es hier auch zum Vertragsabschluss kommen, hätte sich Chevron zwei riesige Vorkommen gesichert.

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