Mail.ru Group hat Kartendienst MAPS.ME erworben und macht es kostenlos

Veröffentlicht in: Online Handel und E-Commerce, am: 28 Dezember 2014 | No Comments |

Mail.Ru Group baut seinen Kartendienst weiter aus. Der bisherige Dienst @ wird durch .ME ersetzt, das zu einer der aktuellsten Neuerwerbungen des Konzerns gehört. Genaue Einzelheiten oder Kaufsummen sind bisher nicht bekannt. Gutes zu vermelden gibt es für künftige Nutzer, denn der neue Kartendienst ist kostenfrei.

MAPS.ME ist eine Anwendung für die Offline-Navigation. Das Ganze basiert auf den Kartendaten, die über das Crowdsourcing-Projekt OpenStreetMap.org bereitgestellt werden. Die bisherige Version des Kartendienstes war in einer kostenpflichtigen Version über den App Store erhältlich. Mit den Funktionen einer Offline-Suche, Routenplanung und vielem mehr, haben seit der Einführung 2011 rund 7 Millionen User auf den Dienst zurückgegriffen. Mit dem aktuellen Kartendienst soll alles noch funktionaler und vor allem kostenfrei sein.

MAPS.ME Logo

MAPS.ME Logo

 

OpenStreetMap.org ist ein sogenanntes -Projekt, bei dem sich User, auch in Teilbereichen, an der Erstellung und vor allem Bearbeitung von Karten beteiligen können. So können Nutzer unabhängig voneinander Städte, Straßen und andere Punkte abbilden. Mittlerweile kann OpenStreetMap auf über 1,8 Millionen Editoren zurückgreifen, die sich an dem Kartenprojekt beteiligt haben.

Was kann MAPS.ME?

Die Anwendung verwendet einen Datenkompressionsalgorithmus, der es Reisenden erlaubt, Karten herunterzuladen und offline zu verwenden. Zusätzlich zu den eigentlichen geografischen Landmarken, können sogenannte Points of Interest (POI) aufgerufen werden, wie Geldautomaten, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr, die sich in der Umgebung befinden.

Wer sind die Macher von MAPS.ME?

Die Macher von MAPS.ME sind das belarussisch-schweizer Unternehmen MapsWithMe, das seit der Markteinführung des Vorläuferkartendienstes seit 2011 Kartenmaterial aus über 345 Geografischen Destinationen (Länder, Gebiete, Inseln) gesondert aufbereitet.

Nachdem die Mail.Ru Group bei MAPS.ME eingestiegen sind, hat sich in der Standortwahl einiges getan. Das einstige Büro in Zürich würde kurzerhand nach Moskau und Minsk verlagert. Einer der Mitbegründer Yury Melnichek ist mitgezogen.

MAPS.ME. Highly detailed

MAPS.ME. Highly detailed

 

Der westliche Markt ist interessant

MAPS.ME wiederum sollte der Mail.ru Group den Zugang zum westlichen Publikum geben. Insbesondere wird das der US-amerikanische Markt sein, der für das Unternehmen interessant ist. Seit 2013 ist die Mail.ru Group mit my.com auf dem Markt, die mit einem Kommunikationsdienst und Spielen den Markt bereichern möchten. MAPS.ME soll zu einem wichtigen Bestandteil von my.com werden und geplant ist, dass der Dienst in my.com vollkommen aufgeht.

Auf dem russischen Markt ist MAPS.ME nicht so erfolgreich, wie vielleicht wünschenswert wäre. Der PR-Direktor der Holding, Ksenia Chabanenko, sagte, dass der Anteil der russischen Nutzer bei lediglich 16 Prozent liege. Chabanenko bestätigte auch ihren Wechsel in die Vereinigten Staaten, wo sie sich bei my.com einbringen wird.

MAPS.ME für Android, iOS, Blackberry

MAPS.ME für Android, iOS, Blackberry

 

Maps.me ist kostenlos geworden. Die Anwendung behält alle Funktionen der Vollversion: detaillierte Offline-Karten, die Möglichkeit ein Route zu erstellen und jede beliebige Stelle in der Karte zu markieren. Die Anwendung ist für OS, Android und Blackberry Nutzer konzipiert.

16 Prozent der MAPS.ME-Nutzer kommen aus Russland, 13 Prozent aus den USA, aus Deutschland 7 Prozent, aus Italien und China je 4 Prozent.

UPDATE: kostenlose Version verdoppelt die Anzahl der Nutzer

Maps.me, ein Internetkartendienst läuft immer besser und die Akzeptanz lässt sich in Zahlen ausdrücken: 14 Millionen Nutzer nutzen den als kostenlose Version erhältlichen Kartendienst, wobei die Hälfte der Downloads durchgeführt wurde, nachdem Maps.me kostenlos wurde. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor.

Dabei ist längst nicht nur der russische Heimatmarkt, im Fokus des Unternehmens, das zeigen alleine schon die Nutzerzahlen, die weltweit erzielt werden. In Russland sind es 12 Prozent, gefolgt von den USA mit einem Anteil von 9 Prozent und Deutschland mit immerhin noch 6 Prozent. Die Funktion, bei der Karten heruntergeladen werden können, nutzten 11 Millionen User.

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