Mail.ru Bilanz 2013 - Gewinn-Plus von über 36 Prozent, trotz Stiefkind ICQ

Veröffentlicht in: Online Handel und E-Commerce, am: 1 März 2014 | 2 Comments |

Mail.ru Group. Auch wenn der Name vermuten lässt, dass es sich bei Mail.ru nur um einen Anbieter von E-Mail Accounts handelt, hat sich das Unternehmen unlängst zu einem Konzern gemausert, der national wie international agiert und der E-Mail Service zu einer von vielen unternehmenseigenen Dienstleistungen geworden ist.

Die Mail.ru Group hat ihre vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlicht und da ist, verglichen mit dem Vorjahresergebnis, ein Umsatzplus von 29,6 Prozent auf 27,404 Mrd. Rubel und ein Gewinnplus von 36,1 Prozent 11,447 Mrd. Rubel zu verzeichnen.

Mail.ru. Logo

Mail.ru. Logo

 

Werbung, virtuelle Güter und online Geschenke

Dabei ist die Partnerschaft zwischen Mail.ru und Yandex ebenfalls vielversprechend und ein Teil, der für das gute Geschäftsergebnis verantwortlich ist. Die Werbeeinnahmen konnten um 24,3 Prozent gesteigert werden.

Das Unternehmen unterhält zudem verschiedene Onlinespiele, die durchaus erfolgreich sind und über die ein Umsatz-Plus von 40,6 Prozent in dieser Sparte erzielt werden konnten. Für virtuelle Waren, virtuelle Geschenke und virtuelle Güter in Online Spielen zahlten 7,6 Millionen Nutzer.

Mehr über Mail.ru-Group erfahren:
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Neue Hoffnungsträger und die alte Strategie

My.com ist ein brandneues Angebot des russischen Unternehmens in den USA und ein Hoffnungsträger, in das viel Entwicklungskapital gesteckt wurde und für das mit steigenden Umsätzen gerechnet wird. Nach Aussage von CEO Dmitry Grishin, soll My.com jährlich um 22-24 Prozent wachsen.

Das Unternehmen plant die s.g. Communitainment Strategie (Communication + Entertainment) weiterhin zu verfolgen und werde alle die Vermögenwerte veräußern, die nicht mehr in diesen Rahmen passen, so Grishin. Verkauft wurden bereits die Anteile an uCoz und Subscribe .ru, weitere Geschäftsfelder folgen.

Nicht ohne Schönheitsfehler

Die Pressemitteilungen des Unternehmens lesen sich natürlich wie eine nicht enden wollende Erfolgsgeschichte. Bei genauerem Hinsehen, zeigen sich jedoch einige nicht unerhebliche Schönheitsfehler.

ICQ, Mail.ru-Agent

ICQ, Mail.ru-Agent. Quelle: Unternehmenswebsite

 

Große Sorgen um ICQ

Als erstes wäre da der Internet-Messenger ICQ zu nennen. Das einstige Vorzeigeprojekt des Unternehmens wird zunehmend uninteressanter für die User. Unlängst gibt es andere Anbieter, die zunehmend den Markt dominieren und noch stärker den Bereich der mobilen Anwendungen forcieren, als das ICQ in der Vergangenheit getan haben. Bestes Beispiel eines der Platzhirschen, wäre WhatsApp, die von Facebook geschluckt wurden und den Markt sicherlich auch in Zukunft dominieren werden.

Die Unternehmenszahlen bei ICQ sind mehr als ernüchternd, besorgniserregend wäre da schon ein passenderer Ausdruck. Jahr für Jahr nimmt die Zahl der aktiven User um rund 30 Prozent ab! 2013 beträgt die Nutzerzahl in Russland 6.7 Mio, weltweit 11 Mio. Wenn man sieht, dass noch im Jahre 2010 alleine in Russland 18,5 Millionen aktive Nutzer ICQ verwendet haben und weltweit 42 Millionen, dann sich die aktuellen Zahlen drastisch schlecht.

Mail.ru-Agent

Derzeit ist ICQ eine wahre Dynamikbremse beim erfolgsverwöhnten Mail.ru. Nicht weniger Sorgen bereitet dem russischen Unternehmen ein anderer Internet-Messenger „Mail.ru-Agent“. 2013 verzeichnet Mail.ru einen Besucherzahlen Rückgang von ca. 20% von 23.2 Mio. auf 18.8 Mio Nutzer.

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