Interview mit CEO des russischen Zahlungssystems "Rapida"

Veröffentlicht in: Online Handel und E-Commerce, am: 19 Januar 2013 | No Comments |

Die Firma „Rapida“ ist schon lange auf dem Gebiet der elektronischen Zahlungssysteme in Russland tätig. Oleg Grischin, der CEO von Ltd. NGO „Rapida“ gibt eine Einschätzung der gegenwärtigen Lage auf dem Gebiet der Zahlungssysteme in Russland ab.

[„Rapida“ ist ein russisches Zahlungssystem, welches Privatpersonen eine sichere und schnelle Bezahlung von Waren und Dienstleistungen über das Internet sowie auch das Einzahlen auf Bankkonten und Sofortüberweisungen bietet.]

Rapida Zahlungssystem

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Rapida. Entstehung, Entwicklung, Ziele

Erzählen Sie bitte über Entstehung und Meilensteine von Rapida

Die Firmengeschichte von „Rapida“ begann im Jahr 2001. Seitdem bietet das Unternehmen Privatpersonen eine neue Art von elektronischem Zahlungsverkehr an. Kunden konnten erstmals Prepaid Zahlungskarten kaufen, die es ermöglichen, in Echtzeit Zahlungen an beispielsweise Mobilfunk Betreiber oder Internetprovider zu bezahlen. Im Jahre 2004 erhielt das Unternehmen eine der begehrten Banklizenzen und kann seitdem als Ltd. NGO „Rapida“ agieren.

Im Jahr 2007 begann sich der Kundenkredit-Markt aktiv zu entwickeln, es wurde notwendig die Anzahl der Annahmestellen für Bankzahlungen zu erhöhen. Ein anderes großes Projekt sollte verwirklicht werden, um Kunden die Bezahlung an den Kinokassen zu ermöglichen.

Trotz Finanzkrise im Jahr 2008 setzte das Unternehmen seinen Wachstumskurs fort und ist heute eines der wichtigsten Unternehmen im Bereich Zahlungsverkehr und Marktführer im Vereinnahmen von Geldern für Bankzahlungen.

Welche Ziele sehen Sie für Ihr Unternehmen in naher Zukunft?

Unser vorrangiges Ziel ist es der Marktführer im Bereich der Zahlungen zu werden und alle unsere Unternehmungen sind auf dieses Ziel hin ausgerichtet. Darüber hinaus ist es uns wichtig unsere Marktposition bei der Einnahme von Geldern für Banken zu halten und zu erweitern. Weiterhin möchten wir unsere Produkte noch flächendeckender einsetzen.

Wir werden unsere bestehenden Projekte weiter entwickeln und unseren Partnern und Kunden mit vielen neuen Produkten den Zahlungsverkehr erleichtern. Wir werden unsere Position im Bereich der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft stärken. Ein weiterer, wichtiger Bereich ist der des E-Commerce, hier soll die Zusammenarbeit mit den großen Handelsketten erweitert werden.

Wo sehen Sie die wichtigsten Vorteile des „Rapida“?

Rapida ist ein Unternehmen, das seit nunmehr über 12 Jahren erfolgreich ist. Wir haben die Finanzkrise überstanden und sich weiter wettbewerbsfähig geblieben. Zu unseren Partnern zählen praktisch alle großen Banken Russlands, die Russische Post, Google.ru, Evroset, Svjaznoj, M-Video, Eldorado und viele weitere namhafte Einzelhändler. Wichtig ist es auch hervorzuheben, dass Rapida auch schon vor Inkrafttreten des Gesetzes über ein nationales Zahlungssystem, am Markt aktiv war. Diese Erfahrungen über viele Jahre hinweg sind ein starkes Argument für Rapida.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes „Über das nationale Zahlungssystem“ mussten viele Zahlungssysteme neue Anforderungen erfüllen, sowie auch die Kunden gewisse Anforderungen erfüllen mussten. Warum mussten Kunden warten?

Ich würde nicht über „verschärfte Anforderungen“ in Bezug auf die Kunden sprechen. Vor allem haben sich die Anforderungen an die Zahlungssysteme verändert. In Expertenkreisen bezeichnet man die neuen Auflagen für Zahlungssysteme als sehr und sehr kundenorientiert.

Für den Kunden ist alles transparenter geworden, zum Beispiel sind Kreditinstitute verpflichtet den Kunden über alle Risiken die mit der Verwendung von elektronischen Zahlungsmitteln entstehen, aufzuklären. Bei unbefugtem Nutzen des Kundenkontos von Dritten, kann Schadensersatz verlangt werden.

Situation auf dem russischen Markt des elektronischen Geldes

Wie würden Sie allgemein die Situation auf dem russischen Markt des elektronischen Geldes einschätzen?

Der Markt befindet sich in einem absoluten Aufwärtstrend. Wenn im Jahr 2010 das gesamte Marktvolumen noch 70 Milliarden Rubel betrug, waren es im Folgejahr 2011 bereits 125 Milliarden Rubel. Das Marktvolumen hat sich fast verdoppelt. Erste Prognosen für 2013 gehen von einem Wachstum für das Jahr 2012 von 50 Prozent aus.

Ich denke, dass sich eine gewisse Marktsättigung einstellen wird und es immer schwieriger sein wird neue Kunden zu gewinnen. Vielmehr wird es darum gehen einfach den bestehenden Kunden neue, optimierte Produkte anzubieten. Es werden auch keine neuen Spieler auf den Markt kommen.

Oleg Grischin

Oleg Grischin, der CEO von „Rapida“ Russland

 

Das Gesetz „Über das nationale Zahlungssystem“

Wird Ihrer Meinung nach das Gesetz „Über das nationale Zahlungssystem“ den russischen Markt der Zahlungssysteme fördern und die Entwicklung des elektronischen Geldes vorantreiben?

Im bin zuversichtlich, dass das Gesetz die Entwicklung des gesamten Marktes fördern wird. Schließlich führt eine Vereinheitlichung auch dazu, dass der Zahlungsverkehr für den Kunden sicherer wird und sich eine Akzeptanz einstellt. Bevor das Gesetz kam, war der Markt weites gehend ungeregelt und das schaffte Unsicherheiten in der Bevölkerung. Ich denke, dass E-Geld noch beliebter als Zahlungsmittel wird.

In den letzten Jahren stellt sich zunehmend die Frage nach der Sicherheit von Transaktionen. Was macht das „Rapid“ für den Schutz ihrer Kunden?

Sichere Überweisungen sind eines der wichtigsten Tätigkeitsbereiche von „Rapida“. Unser Fokus liegt auf der Entstehung und Entwicklung von Kontrollen für die Analyse des Zahlungsverkehrs und um möglichen Betrug zu verhindern. Bei uns hat die Sicherheit des Zahlungsverkehrs die höchste Priorität im Unternehmen.

Unser Unternehmen garantiert seinen Kunden und Partnern ein Höchstmaß an Sicherheit bei allen Zahlungsvorgängen. Wir verwenden kryptographischen Schutz und verlässliche Methoden der Authentifizierung. Im Sommer erhielt „Rapida“ eine unbefristete Lizenz des FSB (russischer Geheimdienst), die nochmals unsere Arbeit in der Kryptographie bestätigt.

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