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Interview mit Arkady Volozh, Gründer und CEO von Yandex N.V.

Veröffentlicht in: Online Handel und E-Commerce, am: 3 Januar 2015 | No Comments |

Russlands Tageszeitung Vedomosti, eine der meist gelesenen russischen Zeitungen, hat sich dem Thema Yandex einmal mehr angenommen und ein sehr ausführliches Gespräch mit Yandex Gründervater Arkady Volozh geführt.

Anlass dürfte wohl der Umstand sein, dass Yandex sich von der einstigen Suchmaschine, hin zu einer Suchmaschine mit den unterschiedlichsten Dienstleistungen entwickelt hat und sich das auch allgemeinwirtschaftlich ausgewirkt.

Arkady Volozh

Arkady Volozh, Yandex

 

Ausländische Märkte, Video-Werbung, Big Data

Wo bis vor kurzem noch Russlands TV-Sender Nummer eins „Erster Kanal“ (russ. „Первый Канал“, Channel One), die größten Werbeeinnahmen für sich verbuchen konnte, ist das jetzt Yandex (darüber berichteten wir). Die einstige „nur“ Suchmaschine, verdiente im letzten Jahr rund 1 Milliarde US-Dollar durch Werbung.

Vor dem Hintergrund der derzeitig politischen Lage und vor allem der wirtschaftlichen Stagnation im Lande, fragt man sich schon, wie sich das auch auf Yandex auswirken könnte. Yandex will sich dabei drei weitere maßgebliche Standbeine schaffen, die das Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig halten sollen: die Erschließung neuer (ausländische) Märkte, der Bereich Video-Werbung und Unternehmensmarktdaten, was sich auch unter dem arg strapazierten Begriff „Big Data“ subsumieren lässt.

Wirtschaftliche Lage in Russland

V: Mit der Wirtschaft ist es derzeit in Russland eher schlechter bestellt, der Rubel fällt und auch auf dem Aktienmarkt macht sich das sehr deutlich bemerkbar. Wie wirkt sich das auf das Geschäft von Yandex aus?

Volozh: Mit der Wirtschaft ist doch alles in Ordnung bei uns. In welchem anderen Land kann man derzeit schon ein iPhone für 800 US-Dollar kaufen? (lacht) Das ist in Russland nicht die erste Wirtschaftskrise. Ich erinnere mich an die frühen 1990er Jahre, als ein Dollar für 1500 Rubel zu haben war. Nachfolgend kamen 1998 und 2008 als ebenfalls schwierige Zeiten in Russland und die wurden auch überstanden.

In unserem Geschäft ist alles klar und transparent. Mehr als 300.000 Unternehmen nutzen unser Unternehmen vornehmlich für den Vertrieb, und egal was passiert – am Vertrieb wird nicht gespart. Ich denke, dass es immer auch diese Unternehmen geben wird und die auch bei uns werben.

V: Aber denken Sie nicht, dass sich die Krise, die sich jetzt auf dem Medienmarkt abzeichnet, sich auch auf Yandex auswirken könnte, da ja Werbebudgets gekürzt werden? Die Großen tun das bereits heute (Werbebudgets kürzen, Anm. d. Red.)

Volozh: Das kann bei den Großen der Branche natürlich passieren. Glücklicherweise werben bei Yandex aber viele der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die ersten drei Quartale im laufenden Geschäftsjahr 2014 sind von diesen Entwicklungen unbenommen. Medienwerbung beträgt nur 6.1% des Gesamtumsatzes von Yandex, also..

V: Es kann aber auch vorkommen, dass einige Unternehmen, die von der Krise betroffen sind, sich auch auf andere auswirken. Außerdem ist es schlecht vorstellbar, dass Krise stichprobenartig zuschlägt. Das ist dann die Frage, wie schnell sich das ausbreiten kann?

Volozh: Für kleinere Unternehmen, stecken in jeder Krise aber auch neue Möglichkeiten. Durch den schwachen Rubel wird es günstiger in Russland zu produzieren und zu kaufen und das kann sich auch positiv auf einige Branchen auswirken, die auf Exporte angewiesen sind. Unsere heimischen Produkte werden wettbewerbsfähiger. 1998 war das auch der Fall, es sind sehr viele kleine Unternehmen entstanden.

Für unser Unternehmen ist der schwache Rubel aber in einigen Teilen eher schlecht, da Server zum Teil in US-Dollar bezahlt werden müssen. Auch müssen wir als global agierendes Unternehmen unsere Gehälter in der jeweiligen Landeswährung auszahlen und auf einem wettbewerbsfähigen Niveau halten, schließlich konkurrieren wir in dem Sinne mit weltweit bekannten Konzernen. An unserem Geschäftsmodell ändert sich jedoch nicht viel wegen der Krise in Russland.

Wird das Öl billiger – sollten Sie Währung kaufen

V: Die meisten Prognosen für das Jahr 2015 zeichnen ein sehr düsteres Bild. Wie sehen Sie das?

Volozh: OK der Rubel wird irgendwann doch den Boden einmal berühren.. und ab dann geht es bergauf. Angenommen wird der Rubel noch um 10 Punkte fallen.. zusammen mit Öl, na und?

V. …also lautet die Empfehlung von Arkady Volozh: „Währung kaufen“?

Volozh: Die Empfehlung wäre: wenn Sie denken, dass das Öl billiger wird, sollten Sie Währung kaufen. In der Regel werden jedoch keine Geschäfte in der Krise langfristig geplant. Die Gesamtsituation ist klar: das Budget besteht zur Hälfte aus Öl. Wird das Barrel billiger, dann führt es dazu, dass Budgetausgaben sinken.

Aber das passt sich durch den fallenden Rubel-Wechselkurs wieder mal an, was bedeutet, dass unsere Löhne und Produktionskosten sinken. All das gibt der Produktion einen Schub. Wir haben kein Geschäftsmodell für 2015 vorgesehen, das vom bisherigen abweicht. Wir sind uns der Risiken bewusst und auch der Effekte, die sich aus einem schwachen Rubel entstehen können.

V: Glauben Sie, dass Yandex über ein geeignetes Programm verfügt, um Kosten zu senken. Wird man auch bei Yandex nicht umherkommen Mitarbeiter zu entlassen?

Volozh: Wir schrumpfen nicht, Yandex ist um 30% gewachsen, daher kündigen wir nicht, sondern stellen einfach vorsichtiger ein. Wir haben bereits in diesem Jahr entsprechend reagiert und bei den Neueinstellungen die gesamtwirtschaftlichen Umstände berücksichtigt. Insofern sind auch im personellen Bereich sanfte Anpassungen nicht unumgänglich.

Putin versucht in Sachen IT die Richtung vorzugeben

V: Wie bewerten Sie die wirtschaftlichen Risiken und Effekte auf die Wirtschaft, die aus einer veränderten politischen Lage oder Gesetzgebung entspringen? Alles deutet daraufhin, dass der Staat auch weiter reglementierend in den Markt eingreifen wird. Welche Auswirkungen könnte das haben?

Volozh: Kurzfristig gesehen, können wir keine Auswirkungen feststellen. Wir sind in Russland, genauso wie in den anderen Ländern, der entsprechenden Gesetzgebung unterworfen und passen uns als Unternehmen an. So gesehen sind wir es gewohnt uns auf geänderte Bedingungen einzulassen.

Politik und Stabilität des Internet

V: Vor weniger als einem Jahr wurden noch Gesetze verabschiedet, die den elektronischen Zahlungsverkehr beschränken sollten und auch, dass Benutzerdaten aus Blogs an Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden müssen, sowie auch ein paar weitere. Wie beurteilen Sie die Reihe von Beschränkungen des Internets seitens der Politik?

Volozh: Es sollte eine Balance zwischen Freiheit und Sicherheit bestehen. Jedes Land hat seine eigenen Regeln, in Russland bestehen andere, als in der Türkei, das wir ebenfalls als eines unserer Kernmärkte sehen. Die Technologie ist universell, aber die Anwendung immer auf das Land angepasst und lokal.

V: Was halten Sie von dem Gedanken, der in der letzten Zeit diskutiert wird, diese Idee des souveränen Internets? Braucht Russland eine eigene duplizierte Infrastruktur des Internets, ob die Gefahr besteht, aus dem Netzwerk?

Volozh: Das Internet ist ein Teil der globalen Infrastruktur, genau so wie Straßen oder Strom. Die Netzwerkverbindung muss sicher und funktionsfähig sein. Es muss gewährleistet werden, dass im Land das Netz funktioniert, egal in welcher Form.

V: Wie störanfällig ist das RuNet?

Volozh: Ich halte das Runet für sehr stabil und gut ausgebaut. Auch wenn es zu Ausfällen kommen würde, wäre das ein Zustand der sich innerhalb eines kurzen Zeitraumes wieder reparieren lassen würde.

V: Kann Russland von ICANN vom Netz genommen werden?

Volozh: Darüber gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Angesichts der grundsätzlich angespannten Lage weltweit wird das Problem derzeit in vielen Ländern untersucht, viele Regierungen und Großunternehmen sprechen darüber. Die Stabilität des Internet scheint dabei derzeit ein Thema zu sein und es geht so nicht nur uns.

V: Wird eine zukünftige Internet-Verwaltung auf eine internationale (nicht US-) Organisation übertragen?

Volozh: Der Trend ist eindeutig zu sehen. Es besteht der Wunsch, die Verwaltung des Internet weiter zu vereinheitlichen und noch globaler zu gestalten. Dabei ist immer wieder zu hören, dass Länder und Vertreter gemeinsam abstimmen und entscheiden sollen. Das ist sinnvoll und ich denke, dass sich dieser Trend in Zukunft noch weiter verstärken wird.

Yandex.News

Yandex.News

 

Yandex, Medien und Yandex.News

V: Yandex zählt zu den großen Medien des Landes. Wie ist Ihr Selbstverständnis davon?

Volozh: Wir zählen nicht zu den Medien. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Yandex keine Redaktion hat, also können wir nicht als Medien bezeichnet werden.

V: Nicht viele erkennen diesen Unterschied mit der Redaktion. Viele informieren sich jedoch über Yandex.News. Haben Sie deshalb jemals Druck seitens der Behörden festgestellt?

Volozh: Uns ist es wichtig, immer wieder zu betonen, dass wir keine Nachrichten erzeugen. Yandex.News bildet ein redaktionell breites Spektrum dar, wie sie von Medien wie Vedomosti, Tass, Kommersant, RBC und anderen Redaktionen abgebildet werden. Indem wir Nachrichten sammeln und darstellen, verstehen wir uns nicht als Medium im eigentlichen Sinne, vielmehr als zusammenfassendes Element.

Ruft Kreml manchmal an und fragt „Arkady, was ist da los bei Euch?“

V: In der letzten Zeit gab es in Yandex.News viele Spam Nachrichten über Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin. Wurde ihr Algorithmus gehackt?

Volozh: Es kommt regelmäßig zu diesen Versuchen. Das kann immer wieder vorkommen und wir versuchen permanent die eigenen Maßnahmen gegen Spam zu optimieren. Wir beeinflussen Nachrichten in keiner Weise. Im Falle einer unrechtmäßigen Verbreitung, Verleumdung oder Verletzung von Persönlichkeitsrechte, kann ein Antrag auf Entfernung der Beiträge gestellt werden.

Arkady Volozh und Sergei Sobjanin

Arkady Volozh und Sergei Sobjanin

 

V: Wie funktioniert das Yandex.News Ranking in der Praxis?

NEWS-Ranking funktioniert wie folgt: Wenn es zu einem gleichen Thema innerhalb einen Zeitraumes zu Nachrichten kommt entsteht eine Rangfolge. Dabei steht die Abfolge einer Rangfolge immer in einer Abhängigkeit zur Stärke und Vertrauenswürdigkeit einer Quelle. Dabei sind Nachrichten von Behörden und staatlichen Organen in der Rangfolge oft oben angesiedelt.

V: Wie steht es um Nachrichten aus dem Kreml? Ist man da als Suchmaschine völlig frei?

Volozh: Ich denke, dass das möglich ist. Wir Meinungsmacher versuchen, auch im Kreml zu erklären, wie das System funktioniert. Ich denke, dass wir das von Anfang an sehr deutlich vermittelt haben, wie das System funktioniert und das sich Nachrichten in der Abbildung in den Suchmaschinen nicht verändern oder beeinflussen lassen.

V: Wie oft ist es vorgekommen, dass trotzdem jemand aus dem Kreml angerufen hat? Hat man da zu Ihnen gesagt: „Arkady, was ist da los bei Euch?“ und ähnliches?

Volozh: So etwas ist noch nie vorgekommen. Wenn Anfragen aus dieser Richtung kommen, werden Sie beantwortet. Kommen Fragen, warum gerade Nachrichten über eine bestimmte Person zu finden sind, so kommt es immer zu der gleichen Aussage: Weil es so die Medien schreiben.

Abwanderung von Fachkräften in Russland, die zweite Milliarte US-Dollar für Yandex

V: Reihenweise verlassen gut ausgebildete Fachkräfte das Land. Sie sagen, dass es aus politischen und wirtschaftlichen Gründen passiert ist. Welche Auswirkungen sehen Sie besonders für Ihr Unternehmen?

Volozh: 1970-1980 verließen die Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen Russland. Damals hat man sich von diesen Menschen für immer verabschiedet – die Auswanderer verband ein Schicksal, sie sollten nie wieder in ihre Heimat zurückkehren. Die Menschen, die jetzt das Land verlassen, leben einfach woanders, sie kehren oftmals wieder nach Russland zurück oder haben in irgendeiner Art und Weise noch eine Verbindung zur Heimat, das kann privater aber immer öfters auch beruflicher Natur sein.

Wir bei Yandex stellen glücklicherweise keine Abwanderung von Fachkräften fest. Wir sehen uns bei Yandex in direkter Konkurrenz zu Facebook, Microsoft und Google und dementsprechend richten wir uns auch so aus. Wie die Lage bei den Fachkräften morgen sein wird, kann niemand voraussagen.

V: In diesem Jahr haben Sie das operative Geschäft bei Yandex übergeben. Wie kann ein Arkady Volozh jetzt leben? Was machen Sie jetzt?

Volozh: Ich lebe sehr gut mit der neuen Situation. Die tägliche Arbeit hat auch immer sehr viel Verantwortung bedeutet. Irgendwann habe ich gespürt, dass die Zeit gekommen war, den Staffelstab an die nachfolgende Generation weiterzuleiten. Es ist so, wie mit einem Kind, das man gut vorbereitet ins Leben entlässt. Es ist vergleichbar mit einem Unternehmen.

Vor einigen Jahren lag der Durchschnittsalter der Yandex-Top-Manager bei 40-45 Jahren, jetzt sind es 30-35. Wir haben eine verjüngte Führungsriege, und das gut so. Wenn wir wollen, dass das Unternehmen auch die nächsten 100 Jahre lebt, müssen wir und ich persönlich davon ausgehen, dass es nicht die selben Leute das Unternehmen steuern werden.

V: Sie haben vor nicht allzu langer Zeit einmal gesagt, dass Sie daran arbeiten, die zweite Milliarden Dollar für oder mit Yandex zu verdienen. Halten Sie noch an diesem Ziel fest und was tun Sie dafür?

Volozh: In der Frage wo die zweite Milliarde zu finden ist, bleibe ich weiter aktiv engagiert. Ich bin jetzt interessiert an den grundlegenden Fragen des Yandex-Geschäftes. Zum Beispiel ist da die Frage, wie man mit der zunehmenden Dominanz der Mobilplattformen überleben kann.

Weiterhin bleibt die Frage danach, wie man seinen Wissens- und Technologievorsprung ausbauen kann und welche Märkte vielleicht für Yandex noch interessant sein könnten. Ein anders und für uns besonders wichtiges Thema sind die Big Data und inwiefern man dieses Know How in eine Monetarisierung überführen kann. Das sind keine konkreten Problem- oder Aktionsfelder in der jetzigen Zeit, aber mit Sicherheit ein Feld, um das wir uns in den nächsten Jahren bemühen müssen.

Yandex Türkei

Yandex Türkei

 

Yandex in der Türkei

V: Wie wirkt sich der türkische Markt auf das Geschäft Yandex mittlerweile aus?

Volozh: Unsere Dienste sind in der Türkei sehr beliebt und unser Marktanteil konnte dort, auch durch intensive Werbung, auf 5,5 Prozent steigen. Wir mussten feststellen, dass sich nach abschalten der Werbemaßnahmen der Anteil auf 4 Prozent reduziert hatte. Jetzt ist er von alleine und ohne Werbung auf 5 Prozent gestiegen. Insofern auch kein Markt, der von alleine läuft, sondern auch hier ist der Kampf um Marktanteile immer präsent.

Unsere Maps-App ist die am meisten heruntergeladene Mapps-Anwendung in der Türkei. Wir haben bewiesen, dass wir uns auf einem neuen Markt behaupten können und das werden wir weiterhin tun. Wir haben ein qualitativ hochwertiges Produkt geschaffen, die Frage ist nur, ob wir dadurch von 5 auf 25 Prozent aufsteigen können. Das wird sich zeigen.

Im Unternehmen ist es uns wichtig, stabil bei 5 Prozent zu bleiben. In der Qualität der Suche konnten wir jedoch riesige Qualitätssprünge machen, die die der Suchergebnisse selbst in Russland noch übertreffen. Ich sehe die Entwicklung sehr optimistisch.

V: Haben Sie in der Türkei schon content-bezogene Werbung angeboten?

Volozh: Kurzum, wir könnten, haben uns aber dafür entschieden, erst im neuen Geschäftsjahr 2015 mit content-bezogener Werbung auf den Markt zu gehen.

V: Heißt das, dass das Modell der Erschließung neuer Märkte ähnlich dem in Russland stattfindet?

Volozh: Solange wir noch in der Phase sind, dass Produkte für einen ausländischen Markt getestet werden müssen, kann man das nicht gerade sagen. Das türkische Publikum unterscheidet sich doch sehr deutlich vom russischen.

V: Heißt das, dass Yandex vorerst nicht versuchen wird, weitere ausländische Märkte für sich zu erschließen?

Volozh: Vorerst nicht, nur im Falle wenn uns einer eine Partnerschaft anbieten. Selbstständig werden wir keine Investments tätigen.

V: Wie hoch war der Aufwand für Yandex im türkischen Markt?

Volozh: Es klingt nach sehr wenig Aufwand, wenn Sie ihn schon beziffern möchten. Im Fall der Türkei war das nicht mal ein Prozent des Gesamtumsatzes von Yandex. Sieht man dann aber beispielsweise zehn neue Märkte, dann kommt man schon in den Bereich von Investitionen von rund 10 Prozent.

Bei einem Anteil von 25-30 Prozent liegen wir schon bei dem, was wir unter einem amortisierenden Geschäftsmodell verstehen. Wäre das im Fall der Türkei so, dann würde uns das einige dutzende bis hunderte von Millionen Dollar an Einnahmen bringen. Das könnte ich dann als Erfolg bezeichnen und versuchen, dieses Geschäftsmodell auf anderen Märkte / Länder zu übertragen. Wir müssen dafür sorgen, dass das Publikum nicht nur durch Werbung kommt, sondern dass die Qualität des Produktes selbst zum Wachstum beiträgt Dann ist es ein Erfolg.

Verpassen Sie nicht den zweiten und den dritten Teil des Interviews bei welchen es um Android und Big Data geht!

Teil 1: Interview mit Arkady Volozh, Gründer und CEO von Yandex
Teil 2: Android, Google Mobile Services und der Markt mobiler Anwendungen
Teil 3: Big Data

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