Einheitliche Standards für den russischen E-Commerce. GOST

Veröffentlicht in: Online Handel und E-Commerce, am: 6 Januar 2014 | No Comments |

Die DIN-Norm (Deutsche Industrie Norm) ist wie selbstverständlich in die bundesdeutschen Haushalte eingezogen und jedes Kind kennt den Unterschied zwischen DIN A3 und DIN A4 Blättern. In gibt es ein Pendant zur DIN-Norm und zwar GOST, was vielen Dingen im Land die richtige Norm verpasst.

GOST Logo

GOST Logo

 

Besser spät als nie: Standards für die russische Branche

Ein Bereich, der bis dato ohne Standards, Normen und Regeln auskommen musste, war der rasant wachsende russische E-Commerce Bereich. Dort konnte sich jeder, der wollte, tummeln und seine Geschäft online abwickeln. Das führte dazu, dass Kunden aus der Flut von Angeboten nicht mehr richtig zwischen seriös und unseriös unterscheiden konnten.

„Die russische E-Commerce Branche erzielt einen Jahresumsatz von 405 Milliarden Rubel und das bildet eine gute Basis für die Definition neuer Standards“

– so teilte das der Einzelhandelsverband für E-Commerce (AKRET) in einer offiziellen Pressemitteilung mit. Besser spät, als nie.

Am 20. November 2013 einigte sich das VWNIIS Allrussisches Forschungsinstitut für Standardisierung auf eine endgültige Fassung in GOST, die für den E-Commerce Handel Begriffe und Definitionen beinhaltet. In Krafttreten sollen die einheitlichen Standards am 1. Juli 2014.

Online Shop Russland

Russland

 

Was ist ein Online Shop in Russland?

Festgehalten darin ist u.A. Folgendes:

„… ein Online-Shop ist Teil eines Handelsunternehmens / Organisation, die Kunden über das Internet die notwendigen Informationen beim Kauf, wie Produktpalette, Preise, Allgemeine Geschäftsbedingungen und Lieferungs- und Zahlungsbedingungen offeriert.

Der Verkäufer wird vom Kunden im Online Shop über die Absicht, die Ware zu erwerben, informiert und gewährleistet Warenlieferung selbst oder mit einem Vertragspartner an den Käufer.“

Vier zentrale Punkte

Die Definition hat vier zentrale Punkte:

  • – Der Online-Shop ist nicht der eigentliche Firmensitz, sondern ein Bestandteil des Unternehmens
  • – Der Käufer erhält durch die Website die nötigen Kaufinformationen
  • – Der Kunde gibt seine Willenserklärung für den Kauf auf dem elektronischen Wege ab
  • – Der Onlineshop bestätigt ebenfalls, so dass der Vertrag zustande kommt und Gewährleistet eine Lieferung.

Diese Formulierung wurde von der Vereinigung des russischen Online Handels (AKRET) für den Bereich des E-Commerce entwickelt. Dabei ging es maßgeblich auch um die Definition des Begriffs „Fernabsatz“.

Fernabsatz

Fernabsatz

 

Fernabsatz

„Fernabsatz ist eine Form des Handels auf der Grundlage einer Geschäftsbeziehung zwischen Käufer und Verkäufer. Als Basis dieses Rechtsgeschäfts bestehen Artikelbeschreibungen aus Katalogen, Online-Shops, Prospekten oder Broschüren.

Das können auch nur Abbildungen / Fotos auf Websites oder anderen Kommunikationsmitteln / -Medien sein. Alle Bereiche, bei denen der Käufer bei seiner Kaufentscheidung keinen physischen Kontakt zur Ware hat fallen unter den Begriff Fernabsatz.“

GOST Standards sind keine Gesetze, aber allgemeingültige Definitionen für Vorgänge im E-Commerce Bereich. Außerdem bilden sie eine wichtige Grundlage für die Erarbeitung von Gesetzen und Gesetzentwürfen.

Ivan Kurguzov, CEO bei AKRET, sieht folglich einen großen Zugewinn an Glaubwürdigkeit für die gesamte Branche:

„Wir hoffen, dass die Schaffung von Normen für E-Commerce auf breiter Basis auf Akzeptanz stößt und gute Onlineshops weiter befördert. Das ist der erste Schritt, wir arbeiten daran weiter.“

Laut einer Pressemitteilung von AKRET ist bereits ein weiteres Paket von Änderungen in Vorbereitung, das im Unterausschuss der Industrie- und Handelskammer diskutiert wird.

Gute Beiträge sind es wert geteilt zu werden!

Hinterlasse als Erster einen Kommentar

Name*
Email*

Kommentar